Fussball-Ticker

Wolfsburg-Trainer Hecking legt sich bei Gomez fest

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Startelf-Garantie für Gomez

Mario Gomez steht vor seinem Bundesliga-Debüt für Wolfsburg. Der Nationalspieler hat von Dieter Hecking eine Einsatzgarantie für das erste Saison-Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Sonnabend (15.30 Uhr) erhalten. „Mario wird von Anfang an spielen. Dann wird man sehen, wie lange es reicht“, erklärte der VfL-Trainer.

Der neue Wolfsburger Top-Stürmer hatte wegen seiner noch nicht ganz auskurierten Oberschenkelverletzung beim Auftaktmatch in Augsburg pausiert. „Jetzt ist er körperlich in guter Verfassung“, sagte der VfL-Coach. Fraglich ist der Einsatz des neuen Innenverteidigers Philipp Wollscheid. Er konkurriert mit Robin Knoche und Jeffrey Brumaum die Plätze in der Startelf. „Das möchte ich nicht verraten“, sagte Hecking. Auch im Mittelfeld muss er sich wahrscheinlich zwischen dem Ex-Kölner Yannick Gerhardt und Maximilian Arnold entscheiden.

Spannend ist die Frage, wie die Fans den wechselwilligen Julian Draxler empfangen werden. In den Fan-Foren gibt es unterschiedliche Ansichten über Pfiffe gegen den VfL-Star. „Ich gehe davon aus, dass der Trend weitergeht. Beim Pokalspiel in Frankfurt war es eine kleine Gruppe, in Augsburg waren es schon wesentlich weniger, die gepfiffen haben, Ich denke, es geht in diese Richtung weiter. Julian muss aber sportlich seinen Teil dazu beitrage“, sagte Manager Klaus Allofs.

Startet Sané sein Abenteuer mit dem Manchester-Derby?

Leroy Sané fühlt sich fit für das Stadtderby von Manchester City gegen Manchester United. „Es geht mir gut und ich denke, dass ich spielen kann“, sagte der City-Neuzugang Sané. „Ich habe gut trainiert und mein Oberschenkel ist in Ordnung. Deshalb freue ich mich, dass es endlich losgeht.“ Seit seinem Wechsel vom FC Schalke 04 konnte der 20-jährige Sané wegen einer Muskelverletzung noch kein Spiel für Manchester City machen. Auch sein deutscher Nationalmannschaftskollege Ilka Gündogan, der nach einer Knie-Operation lange pausieren musste, könnte am Sonnabend zu seinem ersten Einsatz unter City-Trainer Pep Guardiola kommen.

Skjelbred fehlt der Hertha

Hertha BSC muss im Auswärtsspiel am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) beim FC Ingolstadt auf Defensivspieler Per Skjelbred verzichten. Der Norweger fehlt wegen einer Muskelverletzung. Für den 29-jährigen Ex-HSV-Profi könnten Niklas Stark oder Salomon Kalou in die Startelf rücken. Ingolstadt hatte sich am ersten Spieltag 1:1 vom HSV getrennt. "Die Mannschaft hat gut trainiert. Ich habe ein gutes Gefühl. Trotzdem ist Ingolstadt eine harte Nuss", sagte Manager Michael Preetz.

Ancelotti mit Playstation-Spruch

Carlo Ancelotti hat sich im Vorfeld der Partie seiner Bayern bei Schalke am morgigen Freitag wiederholt von seiner humorvollen Seite gezeigt. Als er am Donnerstag begründen sollte, weshalb er vor Bundesliga-Spielen auf die übliche Hotel-Übernachtung verzichtet, antwortete der neue Trainer der Münchner: "Ich will nicht, dass die Spieler so viel Playstation spielen."

Sulu fällt auch fürs Hessenderby aus

Darmstadt 98 muss auch im Hessenderby gegen Eintracht Frankfurt am Sonnabend (15.30 Uhr) auf seinen Abwehrchef und Kapitän Aytac Sulu verzichten. "Er ist auf einem guten Heilungsweg, aber das Spiel kommt noch zu früh", sagte Trainer Norbert Meier über den an der Wade verletzten Innenverteidiger.

Die Qualität des 30-jährigen Sulu könnte Darmstadt gut gebrauchen, denn bereits zum Saisonauftakt beim 1. FC Köln (0:2) wirkte die Abwehr ohne ihn alles andere als stabil. Dass sich das Spiel seiner Mannschaft zeitnah verbessern wird, davon ist Meier jedoch überzeugt. "Wir haben gute Jungs dazu geholt, die charakterlich ins Team passen. Ich mache mir keine Sorgen, dass die Truppe schnell zusammenwächst", sagte er.

Ribéry rechtfertigt seine permanenten Ausraster

Bayerns temperamentvoller Flügelflitzer Franck Ribéry hat sich nach seinen wiederholten Ausrastern auf dem Spielfeld verteidigt. „Manchmal kann so etwas passieren, das gehört zu meinem Charakter“, sagte der Franzose gegenüber dem Internetportal goal.com. „Ich bin emotional, das ist aber nicht negativ. Wenn ich auf dem Platz bin, habe ich viel Energie in meinem Körper.“

Er müsse da künftig „aufpassen“, ergänzte „Bad Boy“ Ribéry einsichtig, „es ist aber schwierig für mich, weil im Spiel gegen mich viel Aggressivität dabei ist.“ Grundsätzlich wüssten aber „alle, die mich kennen: Ich bin ein guter Typ mit einem großen Herzen.“

Ribéry-Ellenbogenschlag im Supercup:

Hertha verlängert mit Manager Preetz

Hertha BSC hat den Vertrag von Manager Michael Preetz vorzeitig bis 2019 verlängert. Wie der Verein mitteilte, sei dies auf der Präsidiumssitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen worden und man habe eine einseitige Option gezogen. „Wir freuen uns über die weitere Zusammenarbeit mit Michael Preetz, der damit auch in den nächsten Jahren Hertha BSC erfolgreich weiter entwickeln wird“, sagte Präsident Werner Gegenbauer.

Kuranyi trainiert bei den Kickers

Der ehemalige Nationalspieler Kevin Kuranyi hält sich beim Regionalligisten Stuttgarter Kickers fit. Der 34 Jahre Mittelstürmer absolvierte bei den Schwaben eine Trainingseinheit, die für viel Wirbel sorgte. Mehrere Zeitungen und der Fernsehsender SWR mit einem Kamerateam berichteten über Kuranyis Auftritt bei den Kickers.

„Für mich ist das Mannschaftstraining ganz wichtig, um fit zu bleiben“, sagte Kuranyi der „Bild“. Der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ versicherte der einstige Torjäger: „Das Training auf dem Platz tut mir gut, und im Gegenzug kann ich den jungen Spielern mit meiner Erfahrung ein paar Tipps geben.“

Seit dem Vertragsende bei 1899 Hoffenheim nach der zurückliegenden Saison ist Kuranyi ohne Club. Da er aktuell vereinslos ist, kann er jederzeit wechseln und ist nicht an die Transferfristen gebunden. Klar ist jedoch, dass ein Abstieg in die Vierte Liga nicht infrage kommt, auch wenn Kuranyi ganz in der Nähe der „Blauen“ wohnt. „Eine Verpflichtung ist kein Thema“, stellte auch Kickers-Coach Alfred Kaminski klar.

WM-Skandal 2006: Geldstrafe für Sandrock?

Der frühere DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock muss im Skandal um die WM 2006 nur eine Geldstrafe fürchten. Die Ermittler der Fifa-Ethikkommission fordern in ihrem Strafantrag die Ableistung noch zu definierender Sozialarbeit sowie eine 50.000 Schweizer Franken (umgerechnet 45.900 Euro) Geldbuße. Die rechtsprechende Ethikkammer eröffnete am Donnerstag ein formelles Verfahren.

Die Ermittlungen gegen Sandrock waren am 22. März eröffnet worden, bereits am 26. Februar hatte der Funktionär im Zuge der WM-Affäre seinen Rücktritt erklärt. Sandrock hatte im von Franz Beckenbauer geführten WM-Organisationskomitee die Position des Turnierdirektors inne. Ihm werden Verstöße gegen zwei Artikel des Ethik-Codes vorgeworfen (Allgemeine Verhaltensregeln/Anzeige- sowie Mitwirkungs- und Rechenschaftspflicht).

Bei den Vorwürfen geht es vor allem um die Frage, wann Sandrock von den verschleierten 6,7 Millionen Euro, die im Zentrum der Affäre stehen, erfahren hat. Sein einstiger Chef Wolfgang Niersbach war von der Ethikkommission für ein Jahr gesperrt worden. Weitere Ermittlungen laufen gegen Niersbachs Vorgänger als DFB-Präsident, Theo Zwanziger, sowie gegen Beckenbauer und den früheren Generalsekretär Horst R. Schmidt.