Bolivien

Zuschauer stirbt bei der Rallye Dakar

Schon beim Start in Arrecifes (Bolivien) waren zwölf Menschen verletzt worden. Dann erfasste ein Rennwagen einen Mann.

Uyuni.  Die umstrittene Rallye Dakar hat in Bolivien ihr erstes Todesopfer in diesem Jahr gefordert. Auf der siebten Etappe von der Salzwüste von Uyuni bis zum nordargentinischen Salta wurde ein Zuschauer vom Auto des Franzosen Lionel Baud erfasst. Der 63 Jahre alte Mann erlag seinen Verletzungen, berichteten mehrere Medien am Samstag unter Berufung auf die Rallye-Organisatoren.

Die Ursache des Unfalls bei Kilometer 82 der Etappe war vorerst unklar. Zum Start der Rallye waren zwölf Menschen in der argentinischen Stadt Arrecifes verletzt worden, als die Chinesin Guo Meiling die Kontrolle über ihr Auto verloren hatte.

Umstände des tödlichen Unfalls noch nicht vollständig geklärt

Die siebte Etappe musste wegen schwerer Gewitter unterbrochen werden. Während die Autos nach der Zwangspause ihre Fahrt fortsetzten, wurde das Teilstück bei den Motorrädern abgebrochen. Peugeot-Pilot Sebastién Loeb eroberte sich nach nur einem Tag die Gesamtführung zurück. Der französische Rekordweltmeister belegte auf dem Tagesabschnitt Platz zwei hinter seinem Markenkollegen Carlos Sainz aus Spanien. Damit verdrängte er auf dem 336 Kilometer langen Teilstück Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel, der ebenfalls einen Peugeot fährt, wieder von Platz eins des Gesamtklassements.

Loeb liegt nun 1:58 Minuten vor Peterhansel. Sainz hat als Dritter 5:08 Minuten Rückstand. Für Peugeot war es der sechste Etappensieg in Serie, nachdem schon der erste Tagesabschnitt wegen schlechten Wetters abgesagt worden war. Ob die Witterungsbedingungen für den tödlichen Unfall mitverantwortlich waren, war zunächst unklar.