Fussball-Ticker

Legat reagiert auf den Hype um seine Pressekonferenz

Remscheids neuer Instinkttrainer Thorsten Legat (l.) mit rs1tv-Reporter Arunava Chaudhuri

Remscheids neuer Instinkttrainer Thorsten Legat (l.) mit rs1tv-Reporter Arunava Chaudhuri

Foto: YouTube rs1tv

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

U21-Nationalelf ohne Timo Werner

17.54 Uhr: Ohne Timo Werner vom Bundesligisten VfB Stuttgart muss DFB-Trainer Horst Hrubesch die beiden EM-Qualifikationsspiele der U21-Nationalmannschaft am Freitag (18 Uhr/Eurosport) in Essen gegen Finnland und am Dienstag (18.30 Uhr) in Tórshavn gegen Gastgeber Färöer bestreiten. Der 19 Jahre alte Stürmer Werner hat Probleme im linken Knie. Nach Rücksprache mit seinem Club VfB Stuttgart verlässt Werner als Vorsichtsmaßnahme die U21-Auswahl und wird in Stuttgart medizinisch betreut.

Lehmann bringt Fährmann bem DFB ins Gespräch

16.47 Uhr: Der ehemalige Nationaltorhüter Jens Lehmann hat den Schalker Schlussmann Ralf Fährmann als Nummer zwei hinter Weltmeister Manuel Neuer bei der deutschen Nationalmannschaft ins Gespräch gebracht. "Es gibt Fährmann, den ich in Zukunft hinter Manuel Neuer als denjenigen sehe, der den meisten Druck ausüben könnte", sagte Lehmann.

Mame Dioufs Mutter unter Mekka-Opfern

15.51 Uhr: Der frühere Bundesliga-Star Mame Diouf (27) trauert um seine Mutter. Sie zählt zu den 700 Opfern, die bei einer Massenpanik während der Pilgerfahrt nach Mekka ums Leben gekommen sind. Dies berichtete die Bild-Zeitung. Angreifer Diouf spielte von 2012 bis 2014 für Hannover 96 und steht zurzeit beim englischen Erstligisten Stoke City unter Vertrag.

"Unser aufrichtiges Beileid für Mame Diouf. Der Klub gibt Mame jede Unterstützung, die er in dieser schwierigen Zeit benötigt. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihm, seiner Familie und seinen Freunden", schrieb Dioufs Klub bei Twitter.

Kreisligaspieler in NRW lebenslang gesperrt

15.46 Uhr: Ein Kreisliga-Spieler des FC Kosova Sankt Augustin II vor den Toren Kölns ist von der Spruchkammer des Fußballkreises Sieg in der Sportschule Hennef lebenslänglich gesperrt worden. Dem Kosova-Kicker wurden mehrfache Tätlichkeiten gegen den Schiedsrichter und einen Gegenspieler zur Last gelegt. Das berichtet der Bonner Generalanzeiger.

Der Unparteiische hatte am 6. September die Kreisliga-C-Partie SV Birlinghoven - FC Kosova II in der 70. Minute aufgrund von gewalttätigen Auseinandersetzungen abgebrochen. Ein Kosova-Spieler attackierte den Schiri und schlug auch noch seinen Gegenspieler zu Boden. Die Polizei musste verständigt werden und die Ordnung wiederherstellen.

Gascoigne erneut vor Gericht

14.35 Uhr: Englands gefallener Star Paul Gascoigne muss sich mal wieder vor Gericht verantworten. Der 48-Jährige soll seine Ex-Freundin im März über einen Zeitraum von zwei Wochen mit beleidigenden Tweets, Textnachrichten und Anrufen belästigt haben. Dies berichtet die BBC.

Gascoigne, seit Jahren wegen seiner Alkoholproblem in den Schlagzeilen, hat zur gleichen Zeit angeblich auch einen Fotografen belästigt. Die Verhandlung findet am 29. Oktober in Bournemouth statt.

Robben zurück im Bayern-Training

14.30 Uhr: Bayern Münchens Superstar Arjen Robben hat am Mittwoch erstmals wieder eine volle Einheit mit der Mannschaft absolviert. Bei strömenden Regen trainierte der 31 Jahre alte Niederländer mit dem Münchner Rumpfteam ohne Probleme und wird Trainer Pep Guardiola im Bundesligaspiel bei Werder Bremen am 17. Oktober wohl wieder zur Verfügung stehen. Robben fällt seit Anfang September wegen einer Adduktorenverletzung aus.

Auch Medhi Benatia dreht nach überstandener Oberschenkelverletzung schon wieder seine Runden an der Säbener Straße. Wann der Marokkaner zurückkehrt, ist allerdings noch offen. Auch bei den Langzeitverletzten Holger Badstuber und Franck Ribéry steht der Zeitpunkt eines Comebacks nicht fest. Beide befinden sich in der Reha.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte jedoch nach dem 5:1 gegen Dortmund am Sonntag die Hoffnung geschürt, dass die schon sieben Monate währende Leidenszeit von Ribéry bald ein Ende haben könnte. Der 32 Jahre alte Franzose steigt möglicherweise nach der Länderspielpause wieder ins Training ein.

Legat reagiert auf Internet-Hype

14.24 Uhr: Das Video zu seiner Vorstellung als neuer Trainer des FC Remscheid ist binnen weniger Tage zum Internet-Hit geworden, jetzt hat Thorsten Legat erstmals Stellung zum Hype um seine Person genommen. "Ich gehe davon aus, dass man sich ein wenig belustigt wegen dieser Sache", sagte der 46 Jahre alte Ex-Profi dem Sender "rs1tv". Dieser hatte zuvor die Pressekonferenz in voller Länge ausgestrahlt, in der der Landesligist aus dem Bergischen seinen prominenten Übungsleiter präsentierte. Dabei tat sich "Instinkttrainer" Legat mit kernigen Ansagen und eigenwilliger Rhetorik ("Meine Aufgabe: richtungsweisend Klassenerhalt") hervor.

Die Belustigung über fehlerhafte Grammatik kann Legat zwar einerseits verstehen, Anspielungen auf seine Vergangenheit findet der ehemalige Werderaner andererseits nicht richtig lustig. "Ich habe da ein riesengroßes Problem", sagte Legat nun in Anspielung auf seine im vergangenen Jahr veröffentlichte Biografie. Darin hatte die frühere Abwehr-Kante unter anderem von Missbrauch im Kindesalter geschrieben. "Die Vergangenheit interessiert mich gar nicht mehr", sagte Legat, der am Ende aber auch wieder über sich selbst lachen konnte. "Ich bin der Meinung, ich sollte das mal richtig hier vor Ort sagen: Es heißt FC Remscheid", sagte Legat, nachdem er die Stadt seines neuen Arbeitgebers zuvor hartnäckig mit langem Dehnungs-"e" ausgesprochen hatte.

Drohnenpilot aus Skandalspiel Serbien vs. Albanien gefasst

13.50 Uhr: Der Drohnenpilot, der beim Skandal-Qualifikationsspiel für die EM 2016 zwischen Serbien und Albanien vor einem Jahr schwere Ausschreitungen ausgelöst hatte, ist vor dem Rückspiel des brisanten Duells am Donnerstag festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Albaner Ismail Morina in der Nacht zu Mittwoch in Tirana wegen illegalen Waffenbesitzes in Gewahrsam genommen.

Mit einer Drohne hatte Morina bei der Partie am 14. Oktober 2014 in Belgrad die Flagge Groß-Albaniens ins Stadion gebracht, was zu schweren Krawallen führte. Das Spiel wurde in der 41. Minute beim Stand von 0:0 abgebrochen. Der Vorfall zog Kreise bis auf die höchste politische Ebene, gewertet wurde das Spiel nach dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS mit 3:0 für Albanien.

Das Rückspiel wird in Elbasan, 50 km südlich der Hauptstadt Tirana, ausgetragen. Um erneute Ausschreitungen zu vermeiden, sind 1500 Polizisten im Einsatz. Während die Serben mit nur einem Zähler hoffnungslos am Ende der Tabelle der Gruppe I liegen, hat Albanien mit elf Punkten auf Rang drei hinter Portugal (15) und Dänemark (12) gute Chancen auf die erste EM-Teilnahme.

Die Spieler appellierten daher vor der Partie an die Fans, den sportlichen Erfolg nicht durch Fehlverhalten zu gefährden. Wie das Hinspiel wird das Duell ohne Gäste-Fans ausgetragen, lediglich 70 serbische Studenten dürfen das Stadion betreten.

Trauer um französische Legende Dropsy

13.42 Uhr: Der französische Fußball trauert um seinen ehemaligen Nationaltorhüter Dominique Dropsy. Er verstarb im Alter von 63 Jahren an Leukämie, teilte sein Ex-Club Girondins Bordeaux am Mittwoch mit. Dropsy absolvierte 17 Länderspiele für Les Bleus zwischen 1978 und 1981, bei der WM 1978 in Argentinien kam er zu einem Einsatz beim 3:1 gegen Ungarn.

Mit Bordeux und Straßburg gewann der Keeper, der seine Karriere in Valenciennes gestartet hatte, dreimal die Meisterschaft. Insgesamt stand er in der ersten französischen Liga 596-mal im Tor. Nur Mickael Landreau (618) und Jean-Luc Ettori (602) liegen vor Dropsy.

Ärger um Länderspiel Palästina gegen Saudi-Arabien

11.58 Uhr: Die FIfa hat das WM-Qualifikationsspiel zwischen Palästina und Saudi-Arabien in der kommenden Woche zunächst verschoben. Es war bislang immer noch unklar, wo die Begegnung stattfinden soll. Dies sagte ein Fifa-Sprecher am Mittwoch der Nachrichten-Agentur AFP.

Am Dienstag hatte es ein Treffen des palästinesischen Verbandspräsidenten Jibril Rajoub und seines saudi-arabischen Kollegen Ahmed Eid Al Harbi gegeben. Dies hatte aber keine Annäherung der Standpunkte gebracht.

Am 13. Oktober sollte die Partie eigentlich in der von Israel besetzten West Bank stattfinden, allerdings hatte Saudi-Arabien am 23. September gefordert, auf neutralem Platz spielen zu wollen. Diese Forderung war vom WM-Organisationskomitee unter Vorsitz von Uefa-Präsident Michel Platini akzeptiert worden.

Palästina wollte dies allerdings nicht hinnehmen. Das Hinspiel im Juni hatten die Saudis 3:2 in Dschidda im Juni gewonnen. Etliche arabische Länder weigern sich aufgrund der politischen Situation, zu Spielen in der West Bank anzutreten.

Deutsche U19 schenkt Klinsi-Sohn acht Tore ein

11.44 Uhr: Acht Gegentore für Klinsmann junior ausgerechnet in Stuttgart: Jonathan Klinsmann (18), Sohn von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, musste als Torwart mit den U19-Junioren der USA im Länderspiel gegen Deutschland im Gazi-Stadion der Stuttgarter Kickers eine bittere 1:8 (0:2)-Pleite hinnehmen. Klinsmann senior, Weltmeister von 1990, ist seit einigen Jahren Chefcoach der A-Auswahl der Vereinigten Staaten.

"Anfangs hielt er seine Truppe noch im Spiel, dann hat er sich von seiner verunsicherten Hintermannschaft anstecken lassen", sagte Ex-Nationalspieler Fredi Bobic der Bild-Zeitung. Bei den Stuttgarter Kickers hatte einst Jürgen Klinsmann, der seit vielen Jahren in Kalifornien lebt, seine Karriere als Jugendlicher vor seinem Wechsel zum VfB Stuttgart begonnen.

Das Duell gegen die US-Auswahl bedeutete den Auftakt einer Testspielserie für die deutschen U19-Junioren. Die deutsche Auswahl von Trainer Marcus Sorg trifft am Freitag in Großaspach auf Mexiko, am Montag kommt es in Reutlingen zum Duell mit Schottland (beide 18 Uhr).

Klose bei Lazio vor dem Comeback

11.04 Uhr: Miroslav Klose nimmt nach seinem im August erlittenen schweren Muskelfaserriss im linken Oberschenkel wieder das Mannschaftstraining bei Lazio Rom auf. Der 37-Jährige sollte am Mittwochnachmittag wieder mit dem Rest des Teams trainieren, berichteten italienische Medien.

Er soll spätestens am 18. Oktober im Meisterschaftsspiel gegen Aufsteiger FC Sassuolo Lazios Trainer Stefano Pioli wieder zur Verfügung stehen. Klose hatte die Verletzung am 18. August im Play-off-Hinspiel zur Champions League gegen Bayer Leverkusen (1:0) erlitten. Der Stürmer hatte im Juni seinen Vertrag in Rom noch einmal um ein Jahr verlängert.

Schalker Kontingent für BVB-Derby reduziert

10.59 Uhr: Schalke 04 erhält für das Revierderby am 8. November bei Borussia Dortmund nur 6000 statt der üblichen 8200 Eintrittskarten für den Signal Iduna Park. Der BVB bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Meldung der Sport Bild. Ausschlaggebend sind in Absprache mit der Polizei Sicherheitsvorkehrungen, um Krawalle wie zuletzt zu verhindern.

Deshalb wurde das Ticket-Kontingent für die Schalker von den üblichen zehn auf 7,5 Prozent reduziert. Als Begründung wurde angegeben: die Transport-Kapazitäten vom Dortmunder Hauptbahnhof zum Stadion reichen nicht aus. Viele Schalker reisen mit dem Zug an.

Die Polizei Dortmund wollte das Karten-Kontingent auf Druck von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) sogar auf nur fünf Prozent reduzieren, das lehnte der BVB jedoch nach Gesprächen mit Schalke offenbar ab.

Die Gelsenkirchener Ultras hatten vor wenigen Tagen bereits einen Boykott des Derbys angekündigt.

Koller auf Gladbachs Wunschzettel

10.38 Uhr: Der österreichische Nationaltrainer Marcel Koller (54) soll laut Medienberichten Kandidat bei Borussia Mönchengladbach auf die Nachfolge seines Landsmannes Lucien Favre (57) sein. Der Schweizer Koller, ehemaliger Coach des 1. FC Köln und des VfL Bochum, führte die rot-weiß-rote Auswahl vorzeitig zur EM-Endrunde 2016 nach Frankreich. Koller steht im Nachbarland noch bis zum Ende der EURO unter Vertrag.

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) will mit dem Erfolgstrainer aber weiter zusammenarbeiten. "Es gibt Interesse aus ganz Europa. Wir wollen mit Koller verlängern, wissen aber, dass sein Verlangen, Bundesliga-Trainer zu werden, groß ist", sagte ÖFB-Präsident Leo Windtner (65) der Bild. Allerdings möchte er Klarheit: "Kollers Entscheidung muss vor der EM fallen, sonst ist die Unruhe zu groß."

Nach Informationen des Schweizer Blick soll es sogar ein Treffen von Gladbach mit Koller gegeben haben. Zurzeit wird die Borussia vom ehemaligen U23-Trainer André Schubert (44) sehr erfolgreich betreut. Er holte mit dem fünfmaligen deutschen Meister in der Bundesliga drei Siege in Folge.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hatte zuletzt immer wieder betont, dass Schubert über die Länderspielpause hinaus Interimscoach der Borussia bleibe. Über die Rolle des Platzhalters für die langfristige Lösung nach Favre kommt der ehemalige St.Pauli- und Paderborn-Trainer aber offensichtlich immer noch nicht hinaus.

Blatter-Berater spielt Fifa-Skandal herunter

10.29 Uhr: Joseph S. Blatters Kommunikationsberater Klaus J. Stöhlker hat die Bedeutung der Rücktrittsforderung von vier US-Großsponsoren gegen den Boss des Fußball-Weltverbandes Fifa heruntergespielt. "Das es sich offensichtlich um eine 'politische' Forderung aus den USA handelt, hat Sepp Blatter sie zurückgewiesen", betonte der gebürtige Ludwigshafener in einem Interview mit Schweizer Kommunikationswirtschafts-Magazin "persönlich".

Stöhlker spielt auf die Einstufung der Fifa als eine vom organisierten Verbrechen beeinflusste Organisation durch die US-Justiz aufgrund des sogenannten Rico-Gesetz an. Mehrere Medien hatten nach den Demissionsforderungen der US-Konzerne gegen Blatter spekuliert, dass die Firmen durch ihre Distanzierung vom Fifa-Boss weitergehende Untersuchungen ihrer Verbindungen zur Fifa vermeiden wollen.

Seine Sicht sieht Stöhlker durch das Festhalten der US-Unternehmen Coca-Cola, McDonald's, Visa und Anheuser-Busch an den bestehenden Vereinbarungen mit dem Weltverband auch bestätigt: "Es gibt genügend Weltkonzerne, die einen Ausfall der US-Sponsoren sofort ausgleichen würden. Deswegen haben die US-Sponsoren auch darauf verzichtet, die geltenden Verträge mit der Fifa zu kündigen."

Grundsätzlich sieht Stöhlker in den Ermittlungen der Schweizer Justiz gegen Blatter wegen ungetreuer Geschäftsbesorgen und möglicherweise auch Veruntreuung nach derzeitigen Stand keinen Grund für einen Abgang seines Mandanten. "Aufgrund einer Vernehmung tritt man nicht zurück", sagte der "Spin-Doctor und beschrieb den 79 Jahre alten Schweizer aufgrund "laufenden Kontraktes" als unverändert tatkräftig: "Er hält dem Druck stand. Er weiß, dass das sein Ausfall die Funktionsweise der Fifa wirklich gefährden würde und sieht sich in der Pflicht." Blatter sei "immer in der Lage, handlungsfähig zu sein".

Die internationale Kritik an Blatter sieht sein Berater außerdem als falsch gewichtet an: "Die Angriffe gegen den Präsidenten kommen vor allem aus Europa und den USA, in anderen Weltregionen hat er weiterhin treue Verbündete."

Tim Wiese sorgt sich um Werder Bremen

10.09 Uhr: Der frühere Nationaltorwart Tim Wiese (33) sorgt sich um seinen Ex-Klub Werder Bremen. "Werder ist in dieser Verfassung ein Abstiegskandidat", sagte der einstige Bremer Fan-Liebling der Sport Bild und kritisierte die Einstellung der Spieler: "Vielleicht liegt es an einer gewissen Selbstzufriedenheit, die sich eingeschlichen hat, nachdem Werder in der vergangenen Saison beinahe in die Europa League eingezogen wäre."

Der frische Wind der Vorsaison sei weg. "Man hatte zuletzt oft das Gefühl, dass die Spieler nicht in jedem Spiel die letzten Meter gegangen sind und oft der letzte Biss fehlte", sagte Wiese: "So kannst du keinen Blumentopf gewinnen." Beim Auswärtsspiel in Hannover (0:1) sei aber ein Aufwärtstrend zu erkennen gewesen.

Zuletzt hat Bremen vier Niederlagen in Folge kassiert, verlor gegen die beiden Aufsteiger FC Ingolstadt und Darmstadt 98 sowie am vergangenen Wochenende beim bisherigen Tabellenletzten Hannover 96. "Das bereitet mir große Sorgen. Denn der nächste Gegner heißt FC Bayern", sagte Wiese, der von 2005 bis 2012 für Werder spielte.

Schürrle schiebt alles auf die Gesundheit

9.56 Uhr: Für André Schürrle sind seine gesundheitlichen Probleme ein Hauptgrund dafür, warum er sich beim VfL Wolfsburg noch nicht wie erhofft durchgesetzt hat. "Ich habe eine Fehlstellung, die sich auf meine Muskeln auswirkt. Mit der Konsequenz, dass sie leichter verhärten", sagte der 24-Jährige der Sport Bild: "Durch die Verfestigungen konnte ich bestimmte Bewegungsabläufe nicht mehr ohne Schmerzen durchführen und auch nicht mehr richtig sprinten."

Der Offensivspieler lässt sich deswegen mittlerweile vom Münchner Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandeln. "Wenn ich zu 100 Prozent fit bin, meine Spritzigkeit habe, dann bin ich nicht nur für die Nationalmannschaft, sondern auch für den VfL Wolfsburg eine Verstärkung", sagte Schürrle.

128 Ajax-Fans wieder auf freiem Fuß

9.18 Uhr: Die Amsterdamer Polizei alle am Sonntag festgenommenen Ajax-Fans aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Polizei gab an, nicht 100, sondern 126 Kantinenbesetzer verhaftet zu haben.

Mehrere Rechtsanwälte kritisierten das Vorgehen der Justiz. Für die Vergehen, die ihren Klienten vorgeworfen werden, hätten sie zu lange im Untersuchungsgefängnis gesessen, sagten sie.

Mit ihrer Aktion wollten die Fans darauf aufmerksam machen, dass sie - trotz der Zusagen - immer noch kein neues Klubhaus haben. Das alte Gebäude neben dem Stadion ArenA war Anfang des Jahres in Flammen aufgegangen und vollständig ausgebrannt.

Ancelotti will sich Liverpool noch nicht antun

9.13 Uhr: Carlo Ancelotti, vermeintlicher Hauptkonkurrent Jürgen Klopps um den Trainerjob beim FC Liverpool, hat ein sofortiges Engagement nahezu ausgeschlossen. „Ich genieße gerade meine Zeit, aber natürlich möchte ich zurückkommen, trainieren und arbeiten, weil es meine Leidenschaft ist“, sagte der frühere Coach von Real Madrid und des FC Chelsea am späten Dienstagabend in London der Nachrichtenagentur AP, betonte aber: „Ich möchte mir meine Zeit zur Erholung nehmen, aber in der nächsten Saison bin ich bereit.“

Laut Medienberichten steht Klopps Wechsel in die englische Premier League unmittelbar bevor. Demnach soll der frühere Meistertrainer von Borussia Dortmund an diesem Freitag als neuer Liverpool-Coach und Nachfolger des beurlaubten Brendan Rodgers vorgestellt werden. Klopp soll beim 18-maligen englischen Meister und achtmaligen Europacupsieger einen Dreijahresvertrag erhalten.

Thomas Müller betroffen wegen Gerd Müller

9.04 Uhr: Thomas Müller hat sich betroffen über die Alzheimer-Erkrankung seines Vorbildes Gerd Müller geäußert. „Die Krankheit von Gerd geht mir natürlich an die Nieren“, sagte der Weltmeister der „Bild“-Zeitung. Gerd Müller werde seine Krankheit aber sicherlich so angehen, „wie ich ihn kenne. Mit viel Lebensmut und einer positiven Grundeinstellung“.

Bayern München hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass der 69-jährige Gerd Müller an Alzheimer erkrankt sei und seit Anfang Februar „mit starker Unterstützung seiner Familie professionell betreut“ werde.

Bayern-Stürmer Thomas Müller bezeichnete seinen Vorgänger als „großartigen Menschen“. „Seine Torquote wird in Deutschland niemand mehr erreichen. Dennoch ist er total bescheiden und hat sich nie darauf etwas Besonderes eingebildet“, sagte Thomas Müller, der in dieser Woche mit der Nationalmannschaft die letzten beiden EM-Qualifikationsspiele bestreitet. „Gerd ist einer der herzlichsten Menschen, die ich kenne“, umschrieb er den „Bomber der Nation“.

Thomas Müller hatte den Ausnahmestürmer kennengelernt, als er zu den Amateuren des FC Bayern gekommen war. „Wir haben uns von Anfang an super verstanden. Er hat mir von Anfang an Tipps gegeben, wie ich mich als Offensivspieler im Strafraum verhalten soll. Dafür bin ich ihm heute noch sehr dankbar“, sagte Thomas Müller. Er und Gerd Müller hatten später auch einen gemeinsamen Werbespot gedreht.

Kolumbianer sticht Klopp bei Mexiko aus

8.50 Uhr: Der Kolumbianer Juan Carlos Osorio soll neuer Trainer der mexikanischen Nationalmannschaft werden. Er habe bei seinem bisherigen Club São Paulo gekündigt, um das mexikanische Nationalteam durch die WM-Qualifikation zu führen, teilte der FC São Paulo am Dienstag mit. Der mexikanische Fußballverband äußerte sich zunächst nicht zu der Personalie.

Derzeit trainiert der Brasilianer Ricardo Ferretti die Mexikaner. Er war als Interimscoach für vier Spiele eingestellt worden. Im Juli hatte der Verband Nationaltrainer Miguel Herrera entlassen, weil er einen TV-Kommentator geschlagen haben soll. Auf der Wunschliste der Mexikaner für einen Nachfolger stand auch der frühere Borussia-Coach Jürgen Klopp.