Fußball-Ticker

Zorc findet Immobiles BVB-Kritik "zum Kotzen"

Nimmt nach einem in seinen Augen verlorenen Jahr beim BVB einen neuen Anlauf beim FC Sevilla: Italiens Nationalstürmer Ciro Immobile

Nimmt nach einem in seinen Augen verlorenen Jahr beim BVB einen neuen Anlauf beim FC Sevilla: Italiens Nationalstürmer Ciro Immobile

Foto: Witters

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Verletzter Benaglio bleibt Wolfsburg-Kapitän

21.59 Uhr: Torhüter Diego Benaglio bleibt Kapitän beim VfL Wolfsburg. Stellvertreter des früheren Schweizer Nationaltorwarts ist der brasilianische Innenverteidiger Naldo, zum Mannschaftsrat gehören außerdem Luiz Gustavo, Marcel Schäfer und Neuzugang Max Kruse.

Benaglio fehlte indes vor dem Bundesligastart am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky) auch am Dienstag im Training, den 31-Jährigen plagen weiterhin Rückenbeschwerden. Auch Weltmeister André Schürrle fehlt aufgrund einer Muskelzerrung im Oberschenkel. Der umworbene Mittelfeldstar Kevin de Bruyne weilte am Dienstag indes "aus privaten Gründen in seiner belgischen Heimat", wie der Pokalsieger mitteilte.

Gomez wird noch einmal richtig sentimental

20.03 Uhr: Mario Gomez hat sich nach seinem Wechsel zu Besiktas Istanbul mit emotionalen Worten von den Fans des AC Florenz verabschiedet. „Diese Hingabe und dieses Gefühl, dass ihr in diesen zwei Jahren immer das Beste für mich wolltet, auch in schwierigen Momenten. Beeindruckend“, schrieb der 30-Jährige in einem Brief, den sein italienischer Ex-Club am Dienstag veröffentlichte. „Ihr habt mich immer unterstützt. Das lässt mich ohne Worte zurück und macht mich gleichzeitig sehr glücklich.“

Nach zwei Jahren in Florenz in die Türkei zu wechseln, sei „eine furchtbar schwierige Entscheidung“ gewesen. „Die Dinge waren dann nicht so, wie wir alle sie uns gewünscht haben“, erklärte Gomez. „Leider ist es so gelaufen. Und das ist der Grund, warum ich entschieden habe, zu gehen.“ Der Abschied sei „einer der emotional schwierigsten“ Momente seiner Karriere gewesen. Trotz aller sportlichen Schwierigkeiten „möchte ich diese Etappe nicht missen.“

Gomez war 2013 vom FC Bayern München nach Italien gewechselt, konnte sich dort auch wegen mehrerer Verletzungen jedoch nie durchsetzen. „Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden, aber ich danke euch für eure Liebe“, schrieb Gomez. „Ich hoffe, dass ihr den Meistertitel gewinnt! Und wir sehen uns wieder, das ist sicher!“

Zorc findet Immobiles Worte "zum Kotzen"

19.23 Uhr: Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hat die Kritik des ehemaligen BVB-Profis Ciro Immobile (siehe Meldung von 12.03 Uhr) scharf zurückgewiesen. „Wenn diese Aussagen so gemacht worden sind, finde ich sie zum Kotzen“, sagte Zorc am Dienstag dem Fachmagazin „Kicker“ und fügte an: „Anstelle Vorwürfe gegen Mitspieler, Trainer und Klub zu erheben, wäre ein bisschen Selbstkritik angebracht gewesen. Das ist Nachtreten, dafür gibt es die Rote Karte.“

Immobile hatte sich nach seinem Wechsel zum FC Sevilla über mangelnde Unterstützung beim Bundesligisten beklagt. „Es ist wichtig, dass ich hier Vertrauen spüre, was in Dortmund nicht da war“, sagte der 25-Jährige vor der Partie um den Uefa-Supercup am Dienstag gegen den FC Barcelona.

„Ich konnte kein Deutsch, aber von meinen Teamkollegen hatte ich mir mehr Unterstützung erhofft“, sagte er laut spanischen und italienischen Medienberichten. „Ich habe in Deutschland sehr gelitten.“

Der italienische Nationalspieler war nach nur einer Saison in Dortmund nach Sevilla ausgeliehen worden. Die Schuld für das verpatzte Jahr beim BVB müsse man aufteilen, erklärte Immobile: „Als ich gespielt habe, lief es für die Mannschaft schlecht. Dann habe ich mich verletzt und schließlich einige Chancen vergeben.“

Shaqiri wechselt auf die Insel

18.53 Uhr: Der Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri wechselt von Inter Mailand zu Stoke City. Dies teilte der Verein aus der englischen Premier League am Dienstag mit. Der Ex-Profi vom deutschen Rekordmeister Bayern München unterschrieb einen Fünfjahresvertrag beim Verein von Philipp Wollscheid. Stoke zahlt für den Mittelfeldspieler die Clubrekordablöse von zwölf Millionen Pfund (knapp 17 Millionen Euro). Zuletzt war der 23-jährige Shaqiri auch bei den Bundesligisten Schalke 04 und Borussia Dortmund im Gespräch gewesen.

"Er ist ein dynamischer und explosiver Spieler, der etwas neues in die Mannschaft bringen wird und mit 23 Jahren hat er noch großes Entwicklungspotenzial", sagte Trainer Mark Hughes. Shaqiri war im Winter vom FC Bayern zu Inter gewechselt. Am kommenden Wochenende soll der Flügelflitzer bereits mit zum Spiel gegen Tottenham Hotspur fahren. „Es ist kein Geheimnis, dass wir schon eine ganze Zeit hinter Xherdan her waren“, sagte Stoke-Manager Tony Scholes laut Mitteilung.

Zuvor hatte die Gazzetta dello Sport berichtet, dass Inter Mailand angeblich den kroatischen Nationalspieler Ivan Perisic (26) von DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg mit der Ablöse für Shaqiri finanzieren will. Der Vertrag des Ex-Dortmunders Perisic bei den Wölfen läuft noch bis 2017.

Paderborns Kapitän wechselt überraschend nach England

15.44 Uhr: Uwe Hünemeier wechselt überraschend zum englischen Zweitligisten Brighton & Hove Albion. Paderborns 29 Jahre alter Kapitän sollte am Dienstag nach England fliegen, um dort einen Medizincheck zu absolvieren und den Vertrag zu unterschreiben, berichtete die „Neue Westfälische“-Zeitung. Die Ablösesumme soll dem Vernehmen nach mehr als zwei Millionen Euro betragen. Hünemeier soll in Brighton mehr als das Dreifache als in Paderborn verdienen. Vor einer Woche hatten die Engländer eine offizielle Anfrage beim deutschen Zweitligaclub gestellt. „Sportlich wie menschlich ist das ein herber Verlust. Wir wollten den Wechsel mit aller Macht verhindern, doch es macht keinen Sinn, einen Spieler gegen dessen Willen zu halten“, sagte SC-Cheftrainer Markus Gellhaus. Denn Uwe Hünemeier wollte unbedingt das lukrative Angebot des englischen Zweitligisten annehmen und hätte im Winter von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen können. Dann wäre dem SC Paderborn eine siebenstellige Ablösesumme entgangen.

Maxim und Baumgartl verlängern langfristig

14.42 Uhr: Der VfB Stuttgart hat die Verträge von Alexandru Maxim und Timo Baumgartl langfristig verlängert. Der rumänische Nationalspieler Maxim unterschrieb am Dienstag einen Vertrag bis 2019. Der 25 Jahre alte Offensivspieler wechselte im Januar 2013 nach Stuttgart und hat bisher 66 Bundesligaspiele (10 Tore)absolviert. Innenverteidiger Baumgartl bleibt bis 2020. Der 19-Jährige gehört seit der vergangenen Saison dem Profikader an und bestritt bislang 20 Bundesligapartien für die Schwaben. "Mit den Vertragsverlängerungen von Timo Baumgartl und Alexandru Maxim haben wir unsere perspektivische Kaderplanung weiter vorangetrieben", sagte Sportvorstand Robin Dutt: "Wir sind von beiden Spielern und ihrem Potenzial überzeugt und freuen uns darauf, gemeinsam mit ihnen die nächsten Schritte in ihrer Entwicklung zu gehen."

Heldt schließt Draxler-Transfer nicht mehr aus

14.20 Uhr: Schalkes Sportvorstand Horst Heldt schließt einen Wechsel von Julian Draxler noch in der aktuellen Transferphase nicht mehr aus. "Es ist nicht unser Plan, Julian zu verkaufen. In diesem Geschäft ist es aber verdammt schwierig, definitive Aussagen zu treffen. Gäbe es einen Verein, der eine utopische Summe für einen Spieler bietet, müsste man sich im Sinne des Vereins immer zumindest damit auseinandersetzen", sagte Heldt im Interview mit der Rheinischen Post.

Ausschluss von rechtem Fußballverein geplant

13.55 Uhr: Der Fußballverband Sachsen-Anhalt hat sich für den Ausschluss eines von Rechtsextremisten dominierten Vereins ausgesprochen. Gegen den FC Ostelbien Dornburg sei laut Beschluss des Präsidiums beim Landessportbund die Eröffnung eines entsprechenden Verfahrens beantragt worden, sagte Verbandspräsident Erwin Bugar. Aus Sicht des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt habe der Verein durch Mitglieder wiederholt grob gegen Satzungsbestimmungen des Landessportbunds verstoßen. Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz gehören 15 der 18 Fußballer des Vereins der rechtsextremen Szene an.

Bislang weigerten sich vier Vereine, gegen den FC Ostelbien anzutreten, sagte Bugar. Zudem möchten zahlreiche Schiedsrichter keine Spiele mit Beteiligung des Vereins zu leiten. Die Satzungsverstöße betreffen den Angaben zufolge etwa den Grundsatz, dass sich Vereine gegen jede Form von Einmischung, Willkür und Gewalt von außen oder von Mitgliedern wenden. Zudem engagiere sich der Landessportbund laut Satzung mit seinen Mitgliedsorganisationen gegen Fremdenfeindlichkeit, politischen Extremismus, Gewalt, Gewaltverherrlichung und Homophobie.

Der FC Ostelbien Dornburg habe sich dagegen nicht gegen Gewalt und Gewaltverherrlichung seiner Mitglieder gewandt, hieß es. Der Verein aus dem Jerichower Land habe die Handlungen geduldet und offenbar auch nicht sanktioniert. Deshalb sei er für die Verstöße mitverantwortlich. Jedoch lasse die Spielordnung nicht zu, den Verein sofort vom Wettkampfbetrieb auszuschließen. Solange kein Ausschluss erfolgt, kann der Verein weiter am Spielbetrieb teilnehmen.

Effenberg: "Guardiola muss es jetzt zeigen"

13.28 Uhr: Stefan Effenberg (47) hat Bayern-Trainer Pep Guardiola in die Pflicht genommen. "Er muss zeigen, dass er mit dem Kader in der Lage ist, die Champions League zu gewinnen", sagte der frühere Nationalspieler. Zudem müsse der zuletzt häufig gereizt wirkende Spanier künftig "ein Stück weit Gelassenheit zeigen", betonte Effenberg, der Guardiola zu einer baldigen Aussage zu seiner Zukunft riet: Wenn die Vertragssituation geklärt sei, "wäre es einfacher zu arbeiten".

Hannover verlängert mit Marcelo

12.57 Uhr: Vier Tage nach Salif Sané hat auch Marcelo seinen Vertrag bei Hannover 96 vorzeitig verlängert. Der brasilianische Verteidiger unterschrieb einen Kontrakt bis 2018. Der 28-Jährige war vor zwei Jahren vom PSV Eindhoven nach Hannover gekommen. Marcelo absolvierte seitdem 58 Bundesligapartien.

Immobile klagt über Dortmund: "Wir haben sehr gelitten"

12.03 Uhr: Deutsch? Unmöglich! Die Mitspieler? Nicht sehr hilfsbereit! Und Jürgen Klopp? Naja. Der frühere Dortmunder Bundesliga-Profi Ciro Immobile hat sich erneut über mangelnde Wertschätzung beim BVB beschwert und dabei kein gutes Licht auf Trainer Klopp geworfen. Der sei zwar "ein guter Coach" und hole mit seiner motivierenden Art das Maximum aus Spielern heraus, aber "im taktischen Bereich haben wir nicht viel gearbeitet", sagte der italienische Nationalspieler der spanischen Zeitung El País. Immobile bezeichnete die vergangene Saison bei der Borussia als "verlorenes Jahr". Er habe "keine Hilfe bekommen - weder ich noch meine Familie. Wir haben sehr gelitten", meinte Immobile, der sich nach einem Jahr beim BVB im Sommer auf Leihbasis bis 2016 Europa-League-Sieger FC Sevilla anschloss.

Besonders von seinen Mitspielern habe er sich bei der Integration in Dortmund "mehr Unterstützung" erhofft, führte Immobile (25) aus. Er habe sich bemüht, die Sprache seiner neuen Heimat zu lernen, ergänzte der Stürmer, aber Deutsch sei schlicht eine "unmögliche Sprache". Auch die Angewohnheit der Deutschen, bereits um 19 Uhr zu Abend zu essen, fand er seltsam. In Spanien esse man erst um 23 Uhr, das komme ihm eher entgegen. Überhaupt fühle er sich dort wohler, weil die Spanier den Italienern ähnlicher seien als die Deutschen. Deren Bundesliga übrigens habe er sich sehr viel stärker vorgestellt, ergänzte Immobile, der für Dortmund in 24 Spielen im Oberhaus nur dreimal traf.

Eichin enttäuscht von Di Santo

10.38 Uhr: Werder Bremens Sportdirektor Thomas Eichin ist immer noch schlecht auf Ex-Werder-Profi Franco Di Santo zu sprechen, der kurzfristig zum Ligakonkurrenten Schalke 04 gewechselt war. "Enttäuscht sind wir, weil wir mehrfach das Angebot erhöht haben und auf die Wünsche des Spielers und seines Agenten eingegangen sind, damit der Vertrag verlängert wird. Das hat Franco Di Santo auch immer wieder signalisiert, das tun zu wollen", sagte Eichin der Sport Bild. Weiter ergänzte der ehemalige Bundesliga-Profi: "Und zweitens sind wir enttäuscht, weil wir die Nachricht am Tag der Fans, ein positiver Anlass für Werder Bremen, verkünden mussten. Das war sehr unglücklich."

Klinsmann gratuliert Breno zum Comeback

7.29 Uhr: Jürgen Klinsmann hat seinem ehemaligen Schützling Breno aus gemeinsamen Bayern-Zeiten zum Comeback gratuliert. „Wundervoll, dich mit dem FC São Paulo wieder auf dem Platz zu sehen!!“, schrieb der jetzige Trainer der amerikanischen Fußballnationalmannschaft am Dienstag via Twitter und verlinkte gleich den FC-Spielbericht zur Rückkehr Brenos auf den Platz nach über vier Jahren.

Der mittlerweile 25-Jährige war am Sonntag im Stadtduell zwischen seinem neuen Club und Corinthians in der 58. Minute eingewechselt worden. Breno war im Januar 2008 zu Bayern gewechselt. Klinsmann hatte die Münchner im Sommer desselben Jahres als Trainer übernommen.

Klopp sagt Marseille ab: „Zeitpunkt ist noch nicht gekommen“

7.18 Uhr: Trainer Jürgen Klopp hat dem französischen Erstligisten Olympique Marseille abgesagt und verlängert seine Fußballpause auf unbestimmte Zeit. „Marseille hat großes Interesse bekundet, aber für Jürgen ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen, um wieder einzusteigen“, sagte Klopps Berater Marc Kosicke der Bild-Zeitung.

Der neunmalige französische Meister wollte Klopp als Nachfolger von Marcelo Bielsa verpflichten, der Argentinier war am vergangenen Samstag unmittelbar nach dem 0:1 gegen SM Caen am ersten Spieltag der Ligue1 überraschend zurückgetreten.