DFB-Pokal

KSC blamiert sich - Aus gegen Fünftligist Reutlingen

Der Fünftligist schafft die Sensation und gewinnt 3:1 gegen den KSC

Der Fünftligist schafft die Sensation und gewinnt 3:1 gegen den KSC

Foto: Daniel Maurer / dpa

Reutlingen schafft die Sensation und wirft den Zweitligisten in der ersten Runde raus. Holstein Kiel kann Führung gegen VfB nicht halten.

Dreimal Rot, drei Elfmeter: Der Karlsruher SC hat sich im DFB-Pokal blamiert und ist bereits in der ersten Runde am Fünftligisten SSV Reutlingen gescheitert. Der völlig konzeptlose Fußball-Zweitligist unterlag dem Außenseiter am Sonnabendabend verdient mit 1:3 (0:2) und machte seinen Fehlstart in diese Saison mit der dritten Pflichtspiel-Pleite perfekt.

Rote Karten gegen Manuel Gulde (12. Minute/Notbremse), Daniel Gordon (51./Tätlichkeit) und Jannik Dehm (90./Notbremse) beraubten den KSC aller Chancen aufs Weiterkommen. In einer hochturbulenten Partie vor 8166 Zuschauern präsentierte sich der mutige Oberligist dagegen eiskalt. Mit drei verwandelten Foulelfmetern machte SSV-Kapitän Giuseppe Ricciardi (13./33./90.+1) alles klar. Dennis Kempe (63.) konnte nur vorübergehend für Spannung sorgen.

Holstein Kiel kann Führung gegen Stuttgart nicht halten

Der VfB Stuttgart hat als insgesamt neunter Club aus der Fußball-Bundesligist die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Die Schwaben gewannen am Sonnabend mit 2:1 (1:1) beim Drittligisten Holstein Kiel. Die Norddeutschen machten sich nach der Führung in der 37. Minute Hoffnungen auf einen Überraschungssieg. Dieser Traum zerplatzte nur wenige Minuten später als der VfB kurz vor der Halbzeit den Ausgleich machte.

1899 Hoffenheim hat es als ersten Bundesligisten im DFB-Pokal erwischt. Die Kraichgauer mussten sich am Samstagabend überraschend dem Zweitligisten 1860 München geschlagen geben. Der Südafrikaner Daylon Claasen (51. Minute) und Fejsal Mulic (90.+3) erzielten die Treffer zum verdienten 2:0 (0:0) der Sechziger. Vor dem Hoffenheimer K.o. hatten alle acht bislang angetretenen Erstligisten die zweite Pokalrunde erreicht.

Titelverteidiger VfL Wolfsburg hat die Auftakthürde im DFB-Pokal bei Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers problemlos gemeistert und den Trend für die Bundesliga-Clubs gesetzt. Wie der Vize-Meister aus Niedersachsen kamen auch Bayer Leverkusen, der FC Schalke 04, Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln bei ihren Partien gegen unterklassige Kontrahenten am Sonnabend ohne große Mühe in die zweite Pokalrunde.

Nur Werder Bremen musste nach 90 torlosen Minuten bei Drittliga-Aufsteiger Würzburger Kickers in die Verlängerung - gewann aber dann mit 2:0. Bereits am Freitag hatten Darmstadt 98 (5:0 bei TuS Erndtebrück) und der FC Augsburg (3:1 n.V. beim SV Elversberg) für Favoritensiege gesorgt.

Unliebsame Überraschungen erlebten am Sonnabend hingegen die Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und Union Berlin. Die Kleeblätter aus Franken unterlagen bei Erzgebirge Aue mit 0:1 (0:0). Die Eisernen aus der Hauptstadt verloren trotz Führung bei Viktoria Köln mit 1:2 (1:0).

Tore von Neuzugang Max Kruse (4.) sowie Bas Dost (45.) und Kevin De Bruyne (47.) brachten Wolfsburg in Stuttgart auf Kurs. Frühe Treffer in beiden Halbzeiten erstickten alle Hoffnungen der Kickers auf eine Sensation. Immerhin reichte es noch zum Tor von Lhadji Badiane (79.), bevor Nicklas Bendtner (86.) den 4:1 (2:0)-Endstand perfekt machte.

Auch der 1. FC Köln legte einen Blitzstart hin und führte durch das Premierentor von Anthony Modeste beim SV Meppen schon nach wenigen Sekunden. Der Franzose erhöhte in der 27. Minute per Strafstoß. Der Pfiff von Schiedsrichter Christian Dietz wie die folgende Rote Karte für Meppens Torwart Benjamin Gommert waren aber Fehlentscheidungen. Modeste machte in der 79. seinen Dreierpack perfekt. Simon Zoller traf zum 4:0 (2:0)-Endstand.

Wie im Finale 2011 kam Schalke 04 zu einem 5:0-Sieg gegen den MSV Duisburg. Klaas-Jan Huntelaar (3.), Matija Nastasic (39.), Johannes Geis (45.+2), Franco di Santo (63.) und Leon Goretzka (84.) trafen für die Königsblauen. Di Santo, Neuzugang aus Bremen, scheiterte zudem noch mit einem Strafstoß an MSV-Torhüter Michael Ratajczak (33.).

Einen ungefährdeten Sieg fuhr auch Eintracht Frankfurt mit dem 3:0 (1:0) beim Bremer SV ein. Neuzugang Luc Castaignos (31.) traf vor der Pause. Stefan Aigner (52.) und Luca Waldschmidt (71.) legten für die Hessen nach. Bayer Leverkusen kam durch Elfmetertore von Hakan Calhanoglu (55.) und Lars Bender (77.) sowie einen frühen Treffer von Stefan Kießling (15.) problemlos bei Sportfreunde Lotte weiter.

Noch lange nicht in Liga-Form präsentierte sich Werder Bremen in Würzburg. Der Drittliga-Aufsteiger hatte in der regulären Spielzeit mehrere gute Chancen, für eine Sensation zu sorgen. Dann machten aber Anthony Ujah (102.) und Fin Bartels (108.) den Bremer Erfolg perfekt.

Während Eintracht Braunschweig durch ein 1:0 (0:0) beim Halleschen FC eine Runde weiter kam, erwischte es die Ligakonkurrenten aus Fürth und Berlin. Mit dem BFC Dynamo war bereits ein weiterer Hauptstadtclub am Freitagabend gegen den FSV Frankfurt (0:2) ausgeschieden.