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Zverev freut sich auf „das wichtigste Event des Jahres“

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Björn Jensen
Alexander Zverev erreichte letzte Woche in Schweden das Halbfinale

Alexander Zverev erreichte letzte Woche in Schweden das Halbfinale

Foto: Bjorn Larsson Rosvall / Tt / dpa

Hamburgs Tennishoffnung setzt bei seiner Revanche gegen Tommy Robredo heute auf die Unterstützung der heimischen Anhänger.

Hamburg. Dass ein Tag ohne Tennis ein verlorener Tag ist für Alexander Zverev, das bewies Hamburgs Toptalent am Sonntag. Obwohl er erst nachmittags aus dem schwedischen Bastad, wo er am Sonnabend im Halbfinale des 250er-Turniers dem Spanier Tommy Robredo 3:6, 4:6 unterlegen war, in seiner Heimatstadt eingeschwebt war, ließ es sich der 18-Jährige nicht nehmen, Turnierdirektor Michael Stich bei dessen Legendenmatch gegen den Kroaten Goran Ivanisevic zuzuschauen.

Am Montag stellte sich der Überraschungs-Halbfinalist des vergangenen Jahres dann erstmals den Medienvertretern, und er ließ keinen Zweifel daran, welchen Stellenwert die Bet-at-home-Open für ihn haben. „Ich freue mich schon lange auf dieses Turnier, es ist für mich das wichtigste Event des Jahres. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf dem Centre-Court anzutreten“, sagte der 198-cm-Schlaks, der an diesem Dienstag (Eurosport live) die Chance zur Revanche gegen Robredo bekommt. „Ich rechne mir gute Chancen aus“, sagte er, „in Bastad hat es die ganze Zeit genieselt, dadurch war der Platz extrem langsam. In Hamburg, mit der Unterstützung der Fans im Rücken, wird es ein ganz anderes Match.“

Zverev hofft auf Verständnis der Fans

Das allerdings ist auch vonnöten, denn auch wenn der jüngere der Zverev-Brüder – Mischa, 27, scheiterte im Qualifikationsfinale und flog am Montag bereits wieder zur Vorbereitung auf die Hartplatzsaison nach Florida – stets verkündet, dass er keinen Druck verspüre: Die Erwartungshaltung des Publikums ist nach dem Vorjahreserfolg riesig. „Ich werde alles geben, um nicht in der ersten Runde auszuscheiden. Aber ich hoffe auch, dass die Fans verstehen, dass die Auslosung für mich in diesem Jahr viel härter ist“, sagte er.

Um den Druck der Öffentlichkeit auszublenden, schottet sich der Weltranglisten-98. ab. Er wohnt in seinem Elternhaus in Lemsahl anstatt im Spielerhotel, liest keine Zeitungen und tut alles, um den Kopf für seinen Beruf freizubekommen. Am Montag trainierte er eine Stunde mit Philipp Kohlschreiber. Die deutsche Nummer eins trifft am Dienstag zum Auftakt auf Bastad-Sieger Benoît Paire (Frankreich). Siegen er und Zverev, kommt es im Achtelfinale zum Duell der beiden.

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