Radsport

Tony Martin verlässt Hamburg und dankt den Ärzten

Ein letzter Gruß in Gelb: Tony Martin bei der Siegerehrung nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France

Ein letzter Gruß in Gelb: Tony Martin bei der Siegerehrung nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France

Foto: Witters

Ex-Träger des Gelben Trikots bei der Tour de France ist in Boberg erfolgreich am Schlüsselbein operiert worden - und ist topmotiviert.

Hamburg. Radprofi Tony Martin hat nach seiner erfolgreichen Operation am gebrochenen Schlüsselbein schon das nächste große Ziel ins Visier genommen. "Es ist keine goldene Platte, eine Platte aus Titan - aber vielleicht hole ich ja damit Gold. Das wäre perfekt", sagte Martin am Montag über seinen Traum vom Olympiasieg im Zeitfahren bei den Spielen in Rio. Die Titanplatte, die dem 30 Jahre alten Cottbuser nach seinem verletzungsbedingten Tour-Aus in Gelb eingesetzt wurde, soll Martins Schultergelenk mindestens zwei Jahre stabilisieren.

Martin zeigte sich beim Verlassen des Unfall-Krankenhauses in Hamburg-Boberg am Montag zudem optimistisch, nach seinem Sturz bei der Tour der France schnell wieder ins Training einsteigen zu können, und ist "heiß" auf die Weltmeisterschaften in Richmond/USA (19. bis 27. September). "Ich bin höchst motiviert", sagte Martin, "das Ziel WM steht."

Martin lobt die Behandlung in Hamburg

Dem Profi vom Team Etixx-QuickStep geht "es von Tag zu Tag besser, ich wurde hervorragend behandelt. Ich bin zuversichtlich, dass ich schnell wieder auf das Rad und die Ausfalltage kompensieren kann", sagte Martin: "Ich werde versuchen, Mitte, Ende der Woche die ersten Tritte auf der Rolle zu machen."

Martin war kurz vor dem Ende der sechsten Tour-Etappe am Donnerstag in Le Havre gestürzt und hatte sich dabei einen offenen Bruch des linken Schlüsselbeins zugezogen. Zu diesem Zeitpunkt trug der 30-Jährige das Gelbe Trikot. Noch am gleichen Abend wurde Martin nach Hamburg geflogen und dort operiert. (sid)