Bundesliga

Freiburg und Hannover schöpfen Hoffnung im Abstiegskampf

Der vorletzte Spieltag der Bundesliga stand ganz im Zeichen des Abstiegskampfes. Eine endgültige Entscheidung fiel noch nicht.

Im Abstiegskampf der 52. Saison in der Bundesliga fallen erst am 34. und letzten Spieltag am kommenden Sonnabend die Würfel. Zur vorletzten Runde gab der VfB Stuttgart gegen den HSV im direkten Kellerduell durch ein 2:1 (2:1) die Rote Laterne an den SC Paderborn ab, der bei Schalke 04 0:1 (0:0) verlor. Vorletzter ist Bundesliga-Dino Hamburg, auf dem Relegationsrang ist Stuttgart platziert.

Der SC Freiburg machte einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt durch ein 2:1 (1:1) gegen Meister Bayern München. Hannover 96 erkämpfte sich durch das 2:1 (1:1) beim FC Augsburg ebenfalls einen Dreier und beendete die Serie von 16 Spielen ohne Sieg. Die letzten fünf Teams sind aber nur durch drei Punkte getrennt. Hertha BSC hat nach dem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt den Klassenerhalt ebenfalls noch nicht sicher. Am letzten Spieltag kommt es zu zwei direkten Abstiegsduellen: Paderborn empfängt Stuttgart, Hannover die Freiburger. Der HSV hat Heimrecht gegen Schalke.

In Stuttgart ging der HSV wieder einmal durch Gojko Kacar (12.) in Führung. Aber Christian Gentner (27.) und Martin Harnik (35.) sorgten für die Wende zugunsten der Schwaben.

In Freiburg schoss Bastian Schweinsteiger (13.), der sein 500. Pflichtspiel für die Münchner bestritt, die Gäste in Führung. Admir Mehmedi (32.) erzielte den Ausgleich für die Breisgauer. Glück hatten die Bayern, dass ein Foulspiel von Rafinha im Strafraum in der zweiten Hälfte nicht geahndet wurde. Nils Petersen (89.) traf zum Siegtor für den Sport-Club.

Den besseren Start in Augsburg erwischten die Hannoveraner. Lars Stindl (24.) traf nach schöner Kombination zum 1:0 für die Niedersachsen. Die Schwaben glichen durch Paul Verhaegh (30., Foulelfmeter) aus, wobei er den Strafstoß genau in die Mitte des 96-Tores lupfte. In der 54. Minute traf erneut Stindl zum 2:1 für die Norddeutschen. Hannovers Hiroki Sakai (77.) flog wegen wiederholten Foulspiels per Gelb-Roter Karte vom Platz. In der 90. Minute sah Verhaegh ebenfalls wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte, Raul Bobadilla (90.+5) sah nach einer Tätlichkeit Rot. Trotz der Niederlage hat der FCA nach wie vor gute Chancen, sich erstmals für die Europa League zu qualifizieren.

Auf Schalke besaßen die Paderborner in der ersten Hälfte gegen erschreckend schwache Königsblaue sogar die besseren Chancen. Ein Eigentor von Uwe Hünemeier (88.) bescherte S04 den Sieg und die Europa-League-Teilnahme. Paderborn steht jetzt vor dem sofortigen Wiederabstieg. Ein unansehnliches Spiel erlebten die Zuschauer auch in Berlin gegen Frankfurt. Es gab kaum Torchancen.

In der Generalprobe für das DFB-Pokalfinale am 30. Mai setzte sich der VfL Wolfsburg gegen Borussia Dortmund mit 2:1 (1:1) durch. Die Wölfe gingen durch Daniel Caligiuri (1.) nach nur 42 Sekunden in Führung. Pierre-Emerick Aubameyang (11., Foulelfmeter) markierte den Ausgleichstreffer für den BVB. In der zweiten Hälfte traf Naldo (49.) zur erneuten Führung, allerdings ging dem Schuss des Brasilianers eine Abseitsstellung voraus.

Platz drei behauptete endgültig Borussia Mönchengladbach derweil durch ein 2:0 (0:0) bei Werder Bremen. Raffael (53./86.) schoss beide Tore für die Gäste. Die Gladbacher sind damit direkt für die kommende Champions League qualifiziert.

Der fünfmalige deutsche Meister rangiert weiter fünf Zähler vor Bayer Leverkusen. Die Werks-Elf gab 1899 Hoffenheim mit 2:0 (1:0) das Nachsehen. Hakan Calhanoglu (45.+1) war per 30-m-Freistoß erfolgreich, den Sieg machte Stefan Kießling (61.) perfekt.

Mit Duell der Teams aus dem Mittelfeld gewann der FSV Mainz 05 2:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln. Der Südkoreaner Ja-Cheol Koo (47.) war zur Führung für die Rheinhessen erfolgreich, der Spanier Jairo (83.) sorgte für den Endstand.

(sid)