Abstiegskampf

Ex-HSV-Trainer Fink dementiert Einigung mit Hannover

Thorsten Fink dementiert, mit Hannover 96 in Kontakt zu stehen

Thorsten Fink dementiert, mit Hannover 96 in Kontakt zu stehen

Foto: dpa

Der Abstiegskampf geht am Wochenende in die heiße Phase. Hertha BSC Berlin hat die beste Ausgangssituation, Paderborn die schlechteste.

Hertha BSC Berlin (Platz 13, 34 Punkte, 35:50 Tore): Restprogramm: Frankfurt (H), Bayern (A): Verteidiger Sebastian Langkamp spricht vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt Klartext. „Wir dürfen nicht den Fehler machen und das Ganze noch mal eine Woche hinausschieben!“ Ein Sieg würde das überraschend wieder aufgetauchte Abstiegsgespenst aus der Hauptstadt vertreiben. Ansonsten würde das Zittern bis zum letzten Spieltag (in Hoffenheim) weitergehen. Mit dem zuletzt angeschlagenen John Anthony Brooks kehrt ein wichtiger Abwehrspieler in den Kader zurück. Der Gegner scheint wie gemacht, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. Die Hessen können weder absteigen noch die Europa-League-Plätze erreichen. Vor dem Spiel in Berlin hat Thomas Schaaf nur noch eine Sorge: Dass die Mannschaft „in einen Urlaubsmodus“ verfällt.

SC Freiburg (Platz 15, 31 Punkte, 33:44 Tore): Restprogramm: Bayern (H), Hannover (A): Der SC Freiburg hält eine Überraschung im Duell mit dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München am Sonnabend für möglich. „Wenn wir ein gutes Spiel machen, unaufgeregt und schlau, mit Hunger sowie Präzision und dabei an unsere Leistungsgrenze gehen, dann haben wir eine Chance zu gewinnen“, sagte Trainer Christian Streich und betonte: „Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Tordifferenz auch nach dem Spiel noch gut sein wird.“ Im Sturm könnte Torjäger Nils Petersen anstelle des zuletzt aufgebotenen Karim Guédé neben Admir Mehmedi von Beginn an auflaufen.

Hannover 96 (Platz 16, 31 Punkte, 36:54 Tore) Restprogramm Augsburg (A), Freiburg (H): Wenn nicht jetzt, wann dann?! Ein Erfolg gegen den Lieblingsgegner FC Augsburg soll bei Hannover 96 die Wende im Abstiegskampf einläuten. Den letzten Sieg der Niedersachsen gab es beim Hinspiel (2:0). Ohnehin hat Hannover noch nie gegen Augsburg verloren. „Vor fünf Jahren sah es ebenfalls schlecht für uns aus, aber auch damals haben wir es mit zwei Siegen zum Abschluss geschafft“, erinnert sich Christian Schulz. Trainer Michael Frontzeck vermeidet es bei der Vorbereitung auf das vorentscheidende Spiel jedoch, seine Schützlinge ständig mit der Misserfolgsserie von 13 Partien ohne Sieg zu konfrontieren. „Es bringt nichts, ständig darauf herumzureiten“, sagte der Coach.

Unterdessen kursiert in Hannover das Gerücht, dass der ehemalige HSV-Trainer Thorsten Fink in der kommenden Saison das Amt von Frontzeck übernimmt. „Dazu kann ich nichts sagen. Wir haben keinen Kontakt, und in Hannover hat man gerade sicher auch Besseres zu tun“, so Fink .

SC Paderborn (Platz 17, 31 Punkte, 30:62 Tore): Restprogramm: Schalke (A), Stuttgart (H): Paderborn bangt vor dem Spiel bei Schalke 04 um den Einsatz von Rafa Lopez. Den Innenverteidiger plagen Rückenprobleme. Zudem fehlen Trainer André Breitenreiter weiter die Langzeitverletzten Thomas Bertels, Marvin Ducksch und Alban Meha. Für das Gastspiel in Gelsenkirchen rechnet sich Breitenreiter aber dennoch etwas aus. „Wir haben die Unruhe auf Schalke (mit den Freistellungen von Boateng und Sam sowie der Suspendierung von Höger, d. Red.) zur Kenntnis genommen. Wir haben auch zur Kenntnis genommen, dass sie uns auffressen wollen. Wir werden aber auf dem Platz eine Leistung bringen, die den Schalkern gar nicht schmecken wird“, kündigte der Coach an.