Formel 1

Hamilton über Sexismus-Debatte: "Es war ein Spaß"

Lewis Hamiltonbespritzt die Hostess mit Champagner

Lewis Hamiltonbespritzt die Hostess mit Champagner

Foto: ThierryGromik / WITTERS

Weil der Brite einer chinesischen Hostess reichlich Champagner ins Gesicht gespritzt hatte, wurde Hamilton teilweise wüst beschimpft.

Sakhir. Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat nach seiner für einige etwas zu ausgelassenen Siegesfeier beim Großen Preis von China kein Verständnis für eine Sexismus-Debatte. "Meine Aktion kam alleine durch die Begeisterung. Ich hatte gerade einen Grand Prix gewonnen und mich darüber gefreut. Es war ein Spaß, ich wollte niemanden beleidigen", sagte Hamilton vor dem Großen Preis von Bahrain.

Weil der 30 Jahre alte Brite einer chinesischen Hostess auf dem Podium in Shanghai mit Absicht reichlich Champagner aus einer großen Flasche direkt ins Gesicht gespritzt hatte, wurde Hamilton in den sozialen Medien in den vergangenen Tagen teilweise wüst beschimpft. "Ich habe bis heute nicht viel davon mitbekommen, und es hat meine Woche oder meinen Sieg auch nicht überschattet", sagte der zweimalige Champion vor dem nächsten Rennen am Sonntag (17 Uhr/RTL und Sky).

Die gesamte Diskussion über eine wenig neue Aktion sei für ihn verwunderlich. "Ich weiß gar nicht, wie es überhaupt zu dieser Reaktion kommen konnte", sagte Hamilton. Ungewöhnlich ist sein Jubel jedenfalls nicht, auch Formel-1-Kollegen wie Sebastian Vettel ließen ihrer Freude in der Vergangenheit auf diese Weise freien Lauf.

Unter anderem die englische Tageszeitung Daily Mail hatte sich den zweimaligen Weltmeister zuletzt zur Brust genommen. Wie das Blatt schrieb, sei es eines von Hamiltons Markenzeichen, mit dem Siegergetränk nicht nur auf seine Kollegen, sondern gezielt auch auf Frauen loszugehen. Belegt wurde das mit weiteren Fotos.

Die Zeitung zitierte zudem Roz Hardie, die Chefin einer Initiative gegen Sexismus in den Medien. Sollte Hamilton die Hostess mit Absicht "attackiert" haben, "denken wir, dass er sich für sein Verhalten entschuldigen und künftig besser über sein Handeln nachdenken sollte", sagte Hardie.