Fußball-Ticker

Klose hält Lazio mit Doppelpack auf Champions-League-Kurs

| Lesedauer: 23 Minuten

Das Fußball-Geschehen des Tages: Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker auf abendblatt.de hält Sie auf dem Laufenden.

Fanattacke auf Spieler: Derby in Tel Aviv abgebrochen

23.35 Uhr: Das israelische Fußball-Derby zwischen Hapoel und Maccabi Tel Aviv ist von einer Fanattacke auf einen Spieler überschattet und in der Folge abgebrochen worden. Ein Fan von Hapoel war in der 34. Minute auf den Platz gestürmt und hatte Maccabi-Spieler Eran Zahavi tätlich angegriffen. Zahavi, früher für Hapoel aktiv, hatte zuvor den Ausgleich zum 1:1 erzielt. Weil sich der Spieler gegen die Attacken wehrte, wurde er vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen. Nachdem kurz darauf auch Fans von Maccabi auf den Platz stürmten, wurde das Spiel kurze Zeit später angebrochen. Hapoels Manager Eyal Berkovic verurteilte die Attacke umgehend: „Ich sage schon seit Jahren, dass Derbys hier fast wie Kriege sind. Das ist ein schwarzer Tag.”

Klose schießt Lazio mit Blitz-Doppelpack zum Sieg gegen Cagliari

22.50 Uhr: Weltmeister Miroslav Klose hat seinen Klub Lazio Rom mit zwei Toren zum Sieg gegen Liga-Konkurrent Cagliari Calcio (4:2) geschossen. Nach der frühen Führung durch Stefano Mauri (7.) erzielte der Ex-Nationalstürmer die Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 und 3:0 innerhalb von nur einer Minute(25., 26.). Der ehemalige Bundesliga-Spieler Edson Braafheid per Eigentor (48.) und Joao Pedro Galvao (84.) verkürzten, für den Endstand sorgte Ederson kurz nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit. Der WM-Rekordtorschütze steht nach dem Sieg mit seinem Römern auf Platz drei in der Serie A hinter Spitzenreiter Juventus Turin und Stadt-Rivale AS Rom, dem Champions-League-Gegner des FC Bayern am Mittwoch.

Hertha-Manager Preetz appelliert an Fans: „Ich möchte, dass wir die Ruhe bewahren”

20.30 Uhr: Manager Michael Preetz hat die Anhänger und Mitglieder von Hertha BSC zu einer sachlichen Beurteilung der derzeitigen sportlichen Situation aufgefordert. „Wir stehen vor einer unerklärlichen Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Damit sind wir nicht einverstanden. Wir wollen Antworten finden, warum das der Fall ist”, erklärte Preetz am Montag vor knapp 200 Besuchern bei der Veranstaltung „Hertha im Dialog”, die traditionell vor der anstehenden Mitgliederversammlung stattfand. „Ich möchte, dass wir die Ruhe bewahren”, betonte der Manager. Der Trainer erreiche die Spieler, wie beim 3:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV deutlich zu sehen gewesen sei, meinte Preetz. Nach dem jüngsten Aus im DFB-Pokal bei Drittligist Armina Bielefeld und der 1:3-Niederlage in der Liga in Paderborn hatten die Fans ihrem Ärger gegen die Profis und die Verantwortlichen Luft gemacht.

Bittere Gewissheit: Fußball-Jahr 2014 für Julian Draxler vorzeitig beendet

17.50 Uhr: Das Fußball-Jahr ist für Schalkes Weltmeister Julian Draxler wie befürchtet beendet. Die Verletzung am rechten Oberschenkel stellte sich am Montag als Teilabriss der Semimembranosus-Sehne heraus. Das ergab eine Untersuchung bei Nationalmannschafts-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Die Hinrunde sei damit für Draxler beendet, teilte sein Verein FC Schalke 04 am Montag mit. Der 21-Jährige machte sich am Montagnachmittag auf den Weg nach Stuttgart, um sich dort einer Operation zu unterziehen. Draxler hatte sich am Freitag im Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Augsburg (1:0) nach wenigen Sekunden die Verletzung am hinteren rechten Oberschenkel zugezogen.

Watzke sieht keine eigene Schuld am BVB-Absturz

17.30: Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist nach eigener Ansicht schuldlos am Absturz des Fußball-Bundesligisten auf einen Abstiegsplatz. „Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass wir – da schließe ich auch Michael Zorc mit ein – irgendwelche Fehler gemacht haben, die so gravierend gewesen wären, dass wir jetzt in dieser Situation sind“, sagte der 55-Jährige in der Sky-Sendung „EinsEins – das Standpunktgespräch“. Er könne sich keine Vorwürfe machen: „Das ist ja das Problem. In Deutschland ist es ja ganz modern, in so einer Phase, wie wir sie aktuell haben, auf den sonst üblichen Druck hin erstmal zu sagen: 'Ja, ich habe Fehler gemacht.'“ Auch Erzrivale Karl-Heinz Rummenigge bekam erneut Kritik zu hören. „Das ist kein Spiel. Hier gibt es eine nachhaltige Vertrauensschädigung, nicht mehr und nicht weniger“, sagte Watzke in Richtung des Bayern-Vorstandschef und kündigte weiter Gegenwehr an: „Die andere Backe hinzuhalten, ist noch nie mein Thema gewesen und das wird auch so bleiben.“

Union Berlin bestraft seine Spieler Nemec und Özbek

17.03 Uhr: Fußball-Zweitligist Union Berlin hat seine Spieler Adam Nemec und Baris Özbek wegen eines groben Verstoßes gegen ihre arbeitsvertraglichen Pflichten hart bestraft. Die beiden Profis waren dem Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am Freitag (0:1) unerlaubt ferngeblieben und wurden in die U23-Mannschaft degradiert. Zudem müssen sie eine Geldstrafe zahlen. „Wir erwarten von unseren Spielern, dass sie sich ihrer Verantwortung für den Verein und ihrer Pflichten als Profis bewusst sind und sich jederzeit entsprechend verhalten. Wer dazu nicht bereit ist, muss mit deutlichen Konsequenzen rechnen”, sagte Nico Schäfer, der Leiter der Lizenzspielerabteilung.

Ein FBI-Spion in der Fifa-Führung

16.20 Uhr: Die US-Bundespolizei FBI hat vor einigen Jahren offenbar einen Spitzel in der Führung des Fußball-Weltverbandes Fifa installiert. Einem Bericht der New York Daily News zufolge spionierte seit 2011 das ehemalige Fifa-Exekutivkomitee-Mitglied Chuck Blazer seine Kollegen in der „Regierung des Weltfußballs” aus. Blazer war früher Generalsekretär des Kontinentalverbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik CONCACAF. Offen sind derzeit noch die Hintergründe für das damalige FBI-Interesse an den internen Fifa-Vorgängen. Blazer soll Konferenzen, die er in seinem Hotel mit anderen Mitgliedern der Fifa-Spitze und weiteren hochrangigen Fußball-Funktionären stattfinden ließ, per Wanzenmikrofon, das in einem Schlüsselanhänger versteckt war, mitgeschnitten haben.

Trotz Ebola-Epidemie: Afrika-Cup 2015 wird nicht verschoben

16.13 Uhr: Der Afrika-Cup 2015 findet vom 17. Januar bis 8. Februar wie geplant in Marokko statt. Eine Verschiebung des Kontinentalwettbewerbs aufgrund der Ebola-Epidemie in Westafrika werde nicht in Betracht gezogen. Dies sagte ein Vertreter der Afrikanischen Fußball-Konföderation CAF am Montag. Am Montag war es in Rabat zu einem Treffen von marokkanischen Organisatoren mit der CAF gekommen. Dabei wurde beschlossen, die Kontinentalmeisterschaft nicht zu verlegen. Eine endgültige Entscheidung soll am 11. November bei einer CAF-Sitzung in Kairo gefällt werden. Am Ebola-Virus waren in den vergangenen Wochen in Westafrika fast 5000 Menschen gestorben.

Trainer Claude Makelele bei Bastia entlassen

16.02 Uhr: Der französische Erstligist und Trainer Claude Makelele haben sich nach nur 13 Pflichtspielen getrennt. Dies teilte der Club aus der Ligue 1 am Montag mit. Bastia ist nach zehn Ligaspielen lediglich Tabellen-Vorletzter. Makelele war nach zweieinhalb Jahren als Co-Trainer bei Paris St. Germain erst zu Saisonbeginn Chefcoach bei Bastia geworden. Der ehemalige Nationalspieler agierte in seiner Profikarriere unter anderem in Spanien für Real Madrid, in England für den FC Chelsea und in Frankreich für Paris St. Germain.

Fifa: Katar-WM im April und Mai 2022 keine Top-Option

15.49 Uhr: Die Terminsuche für die WM in Katar bleibt extrem schwierig. Der Vorschlag der europäischen Topclubs für eine Ausrichtung des umstrittenen Turniers im April und Mai 2022 fand am Montag offenbar wenig Unterstützung durch die Fifa. „Wir kommen einer Eingrenzung auf zwei Optionen näher – Januar/Februar 2022 oder November/Dezember 2022 – aber die Fifa wurde auch gebeten, den Mai 2022 in Erwägung zu ziehen“, sagte Generalsekretär Jérôme Valcke nach einer Sitzung der Fifa-Arbeitsgruppe in Zürich. Die Vereinigung der Europäischen Spitzenvereine ECA unter dem Vorsitz von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte für den April/Mai-Termin plädiert.

Schalke darf auf Boateng-Comeback hoffen

14.46 Uhr: Schalke 04 darf auf das Comeback von Starspieler Kevin-Prince Boateng im Champions-League-Spiel am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) bei Sporting Lissabon hoffen. Der Deutsch-Ghanaer hat in Gelsenkirchen wieder das komplette Training absolviert, nachdem er in den letzten beiden Partien der Königsblauen in Leverkusen (0:1) und gegen Augsburg (1:0) wegen einer Verletzung am Sprunggelenk gefehlt hatte. Fraglich ist der Einsatz von Sidney Sam, der erneut über muskuläre Probleme klagt. Neben dem ebenfalls verletzten Weltmeister Julian Draxler (schwere Muskelverletzung und möglicherweise Sehnenabriss) stehen Trainer Roberto Di Matteo zudem Joel Matip (Fußprellung) sowie die Langzeitverletzten Leon Goretzka, Felipe Santana, Fabian Giefer (alle Aufbautraining nach Muskelbündelrissen), Jefferson Farfan (Reha nach Knorpelschaden im Knie) und Sead Kolasinac (Reha nach Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung.

Caligiuri fehlt rund vier Wochen wegen Muskelfaserriss

14.25 Uhr: Der VfL Wolfsburg muss für drei bis vier Wochen auf Flügelspieler Daniel Caligiuri verzichten. Der 26-Jährige erlitt am Samstag beim 4:0-Sieg in Stuttgart einen Muskelfaserriss im Oberschenkel. Das teilte der Verein am Montag mit. Caligiuri war bereits nach 16 Minuten durch Vieirinha ersetzt worden, nachdem er sich in der Anfangsphase bei einem Sprint verletzt hatte.

Reaktion auf Hooligan-Randale: Bayer ändert Stadionordnung

14.05 Uhr: In Bayer Leverkusen hat ein weiterer Bundesligist nach den gewalttätigen Protesten vom 26. Oktober in Köln, bei denen auch Fußballproblemfans involviert waren, seine Stadionordnung geändert. Ab dem Spiel gegen den den FSV Mainz am kommenden Samstag ist den Besuchern das Mitführen von fremdenfeindlichen, gewaltverherrlichenden, diskriminierenden sowie rechts- und/oder linksradikalens Propagandamaterials untersagt. Dazu zählen insbesondere das Tragen von Kleidung mit diesbezüglichen Aufdrucken wie „HoGeSa“ oder „Hooligans gegen Salafisten“ ist untersagt. Auch Plakate oder Banner mit den Schriftzügen „A.C.A.B.“ sowie „All Cops are Bastards“ sind in der BayArena verboten. Bei dem Aufmarsch von rund 4500 überwiegend gewaltbereiten Demonstranten hatte es am letzten Oktoberwochende in der Kölner Innenstadt schwere Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, dabei wurden 44 Ordnungshüter verletzt. 17 Personen wurden vorübergehend festgenommen.

3000 Euro Geldstrafe für Paderborns Co-Trainer Bulut

13.48 Uhr: Das Sportgericht des DFB hat Co-Trainer Volkan Bulut vom Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn wegen eines unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro belegt. Nach dem Abpfiff des Bundesligaspiels der Paderborner am 25. Oktober 2014 bei 1899 Hoffenheim (0:1) hatte sich Bulut unsportlich gegenüber dem Schiedsrichter-Gespann um Robert Hartmann (Wangen) geäußert und verhalten.

Bayer ohne Papadopoulos in St. Petersburg

13.20 Uhr: Bayer Leverkusen muss im Gruppenspiel der Champions League am Dienstag (18 Uhr/Sky) bei Zenit St. Petersburg auf Kyriakos Papadopoulos verzichten. Der 22 Jahre alte griechische Defensivspieler zog sich im Abschlusstraining am Montagvormittag in Leverkusen bei einem Sturz erneut eine schwere Schulterverletzung zu. Wie Bayer-Trainer Roger Schmidt kurz vor dem Abflug der Werkself nach St. Petersburg mitteilte, wird der griechische Nationalspieler bis zum Jahresende ausfallen. Bayer-Sportchef Rudi Völler ergänzte, dass Papadopoulos in den kommenden Tagen operiert werden müsse. Im Hinspiel gegen St. Petersburg hatte die Leihgabe von Schalke 04 am 22. Oktober nach einer längeren Pause wegen einer Schulterblessur sein Comeback gefeiert und nach seiner Einwechslung den Treffer zum 2:0-Endstand erzielt.

Ex-Trainer Keller bekommt keinen Job im Schalker Nachwuchsbereich

13.06 Uhr: Der ehemalige Cheftrainer Jens Keller wird nicht in den Nachwuchsbereich des FC Schalke 04 zurückkehren. „Das hatten wir anfänglich so abgestimmt, weil er einen sicheren Job als Nachwuchstrainer bei uns hatte. Aber nun ist Jens Keller kein Trainer für den Nachwuchs mehr, sondern er wird sicher in nächster Zeit wieder bei einem Erstligisten auftauchen“, sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt „Sport Bild Plus“. Keller habe beim Revierclub „viel erreicht, das wird man daran sehen, dass er sicherlich attraktive Angebote bekommen wird“. Bis zur seiner Beförderung zum Chefcoach der Profis im Dezember 2012 war Keller in der sogenannten „Knappenschmiede“ für die U17 zuständig. Die wird nun vom Uerdinger Ex-Profi Uwe Grauer trainiert. Heldt will demnächst mit dem beurlaubten Keller, dessen Kontrakt noch bis Juni 2015 läuft, Gespräche führen. „Dazu sind wir noch nicht gekommen. Er hat erst mal ausgespannt und war verreist. Wir werden sicherlich in naher Zukunft Gelegenheit haben, uns zu treffen.“

Kahn sieht Hitze als „massives Problem“ bei WM 2022 in Katar

12.38 Uhr: Der ehemalige Nationaltorhüter Oliver Kahn hat die Hitze in Katar mit Blick auf die Fußball-WM 2022 als „massives Problem“ bezeichnet. „Wenn Brasilien eine klimatische Herausforderung ist, dann ist Katar sicherlich nochmal die Steigerung. Aber gibt es die überhaupt noch? Das ist dann die Frage“, sagte Kahn in Katars Hauptstadt Doha.

Der frühere Keeper von Bayern München befindet sich seit Sonntag in Katar und wird dort im Rahmen des Forums Doha Goals, zu dem sich namhafte Vertreter aus der gesamten Sportwelt versammeln, als Redner auftreten. „Wir haben hier heute 33 oder 34 Grad und es ist schon November, mich würde schon interessieren, wie das hier bei einer WM funktionieren soll“, sagte Kahn am Montag: „Ich war selbst mal im Juni in Dubai und da war es echt heavy.“ Wichtig sei es für Kahn auch, dass mit Blick auf die WM in acht Jahren die Rechte der Arbeiter gewahrt werden. „In der heutigen Zeit ist es schon wichtig, dass eine Transparenz da ist“, sagte der 45-Jährige: „Ich finde es richtig, dass man Kritik äußert, das Land muss aber auch kritikfähig sein. Hier müssen menschenwürdige Bedingungen für alle Menschen geschaffen werden.“

Kahn spricht sich für Neuer als Weltfußballer aus

12.02 Uhr: Torwart-Titan Oliver Kahn traut Bayern Münchens Keeper Manuel Neuer in diesem Jahr die Auszeichnung als Weltfußballer zu. „Natürlich wäre es verdient. Er hat das Torwartspiel auf ein anderes Niveau gehoben“, sagte Kahn: „Nicht nur durch die Leistungen, die er gezeigt hat, sondern auch durch die Art und Weise, wie er das Spiel interpretiert. Das war bei der WM schon sehr beeindruckend.“

Für Kahn spielt es dabei eine große Rolle, dass der 28 Jahre alte Neuer mit der Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien den Titel geholt hat. „Wer Weltmeister ist, hat bei dieser Wahl immer ganz, ganz große Chancen, vorne dabei zu sein“, betonte der 45-Jährige. Ein Torhüter habe es im Duell mit Superstars wie Cristiano Ronaldo und Co. traditionell allerdings nie leicht. „Ich weiß das ja aus eigener Erfahrung: Man hat bei dieser Wahl Hemmungen, einen Torwart zu wählen, denn es heißt ja schließlich Weltfußballer. Manuel hat aber Chancen, denn er ist ja Fußballer“, sagte Kahn mit einem Grinsen.

Weil Neuer nicht zuletzt im Sommer in Brasilien bewiesen hat, dass er sehr wohl mitspielen kann „dürfte die Hemmschwelle geringer sein, ihn zu wählen“, sagte Kahn am Rande des Forums Doha Goals und ergänzte: „Im Frauenfußball haben wir es bei Nadine Angerer auch gesehen, dass es bei einer Torhüterin geht. Jetzt könnte ihr Manuel folgen.“ Angerer war im Vorjahr als Weltfußballerin geehrt worden. Kahn hatte bei der Wahl zum Weltfußballer 2002 den zweiten Platz hinter dem Brasilianer Ronaldo belegt. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wurde 1990 und 1991 bislang einziger deutscher Weltfußballer.

Rückkehr von Schweinsteiger ins Mannschaftstraining naht

11.20 Uhr: Für Bastian Schweinsteiger naht das Comeback nach langer Verletzungspause. „Es ist absehbar, er wird noch 2014 zurückkommen“, sagte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern München, im „kicker“ (Montag). Der 108-malige Nationalspieler Schweinsteiger hat seit dem WM-Finale am 13. Juli in Rio de Janeiro gegen Argentinien (1:0) wegen Problemen an der Patellasehne des linken Knies kein Pflichtspiel mehr bestritten. Der 30-Jährige absolviert beim FC Bayern ein individuelles Aufbauprogramm.

Der Mittelfeldakteur werde „möglicherweise bei der nächsten Länderspielpause wieder ins Mannschaftstraining einsteigen“, sagte Rummenigge. Die nächste Länderspielpause beginnt am 10. November. Zuletzt hatte auch Trainer Pep Guardiola ein Ende der monatelangen Verletzungspause angedeutet. „Ich denke, in nächster Zeit kann er bei uns trainieren“, hatte Guardiola vor einer Woche erklärt.

Sogar Moyes war besser: Manchester unter van Gaal nur Mittelmaß

10.45 Uhr: Nach dem schlechtesten Saisonstart seit knapp 30 Jahren war Tulpen-General Louis van Gaal sichtlich gereizt. „Glauben Sie mir“, raunzte der Teammanager des englischen Rekordmeisters Manchester United die Journalisten an, „ich kann schon selbst zählen. Das ist nicht wirklich schwer.“ Wieder eine Niederlage, nur 13 Punkte nach zehn Spielen – der 63-jährige Niederländer hatte erst einmal genug. Ausgerechnet das 0:1 (0:0) beim Stadtrivalen Manchester City hatte den schwächsten Auftakt der Red Devils seit 1986 besiegelt. Aber nicht etwa die Leistung seiner Mannschaft verhagelte Ex-Bayern-Trainer van Gaal die Laune, sondern der schmerzvolle und besorgniserregende Blick auf die Tabelle. Mit bereits 13 Zählern Rückstand auf Spitzenreiter FC Chelsea nach gerade einmal zehn Spieltagen ist die 21. Meisterschaft der Vereinsgeschichte zumindest in dieser Spielzeit praktisch nicht mehr zu erreichen. Selbst ein David Moyes, bei ManU Vorgänger von van Gaal und nach nur einer Saison wegen Erfolgslosigkeit vorzeitig entlassen, hatte im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt vier Punkte mehr auf dem Konto verbucht.

Sammer zu Dortmund: „Sind in einem gnadenlosen Wettbewerb“

9.56 Uhr: Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer hat das Verhalten des Rekordmeisters gegenüber dem Rivalen Borussia Dortmund gerechtfertigt. „Wir sind in einem gnadenlosen Wettbewerb, den wir bis 2012 verloren haben“, sagte Sammer bei Sky90: „Der FC Bayern ist darum bemüht, die Nummer eins zu sein. Dafür tun wir alles. Im Moment gibt es keine optimale Konstellation, aber das ist dem Leistungssport geschuldet, weil jeder die Nummer eins sein will.“

Zuletzt hatte es zwischen den Führungsspitzen der beiden Topklubs vor allem Unstimmigkeiten in der Causa Marco Reus gegeben. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke warf am Wochenende Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erneut Stillosigkeit vor, weil dieser sich öffentlich über Vertragsdetails des Dortmunder Nationalspielers geäußert hatte.

„Einzelne Szenen waren in beide Richtungen nicht in Ordnung, keine Frage“, sagte Sammer, kritisierte aber auch die öffentliche Bewertung der vermeintlichen Scharmützel: „Wir diskutieren im Moment auch viel zu viel über ein angespanntes Verhältnis. Diese Schärfe der Diskussion ist vollkommen unnötig.“ Am Sonnabend hatte Spitzenreiter Bayern das direkte Duell in der Bundesliga mit 2:1 (0:1) gewonnen, der BVB liegt nach zehn Spieltagen mit 17 Punkten Rückstand auf die Bayern auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Cannavaro als Lippi-Nachfolger im Gespräch

9.12 Uhr: Italiens WM-Helden von 2006 stehen bei Chinas Meister Guangzhou Evergrande offenbar hoch im Kurs. Der damalige Kapitän Fabio Cannavaro soll Medienspekulationen zufolge beim Vorjahressieger der asiatischen Champions League die Nachfolge des zurückgetretenen Weltmeister-Trainers Marcello Lippi übernehmen. Angeblich soll Guangzhous Vizepräsident Liu Zhuo die Verpflichtung des 41-Jährigen ab der kommenden Woche inoffiziell schon bestätigt haben. Cannavaro arbeitet derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Trainer-Stab des Spitzenklubs Al-Ahly.

Lippi hatte am vergangenen Sonntag nach seinem dritten Titelgewinn mit Guangzhou in Chinas Super League in Serie seine Trainer-Laufbahn für beendet erklärt. Künftig soll der 66-Jährige, der in seiner Karriere als Coach 18 Titel gewann, als Technischer Direktor bei Asiens angeblich reichstem Klub arbeiten. Für Cannavaro, gegen den in seiner Heimat seit kurzem Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe laufen, könnte sich ein Engagement im Reich der Mitte lohnen. Lippi, der im Vorjahr bei der Klub-WM in Marokko im Halbfinale mit Guangzhou am späteren Titelgewinner Bayern München gescheitert war, soll bereits in der vorletzten Saison umgerechnet gut neun Millionen Euro verdient haben.

Real Sociedad trennt sich von Trainer

8.45 Uhr: Der spanische Club Real Sociedad San Sebastián hat sich von seinem Trainer Jagoba Arrasate getrennt. Dies teilte der Verein aus der Primera División am Sonntagabend mit. San Sebastián hatte sein Heimspiel am Samstag gegen den FC Malaga mit 0:1 verloren. In der Tabelle liegt der Club mit sechs Punkten nur auf Rang 19. Nur der FC Cordoba hat mit fünf Zählern weniger Punkte gesammelt. Ein Nachfolger wurde nicht benannt. In spanischen Medien werden Pepe Mel und David Moyes gehandelt.

Valencia nach zwei Toren von Weltmeister Mustafi Tabellenzweiter

8.13 Uhr: Dank eines Doppelpacks von Weltmeister Shkodran Mustafi ist der FC Valencia in der Primera Division auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. Mit seinen zwei Toren in der 64. und der 73. Minute leistete der Verteidiger am Sonntagabend den entscheidenden Beitrag zum 3:1 (0:1) seines Clubs beim FC Villarreal. Die Gäste waren durch ein Eigentor von Manu Trigueros (6.) früh in Führung gegangen. Derselbe Spieler schaffte in der 88. Minute immerhin noch den Ehrentreffer für Villarreal. Valencia hat nach zehn Spieltagen 23 Punkte auf dem Konto und damit einen Zähler weniger als Tabellenführer Real Madrid.

8.00 Uhr: Guten Morgen aus Hamburg! Nach einem turbulenten Wochenende, an dem der BVB auf einen Abstiegsplatz abrutschte und sich Weltmeister Mustafi zum Torjäger in Valencia entwickelt, gibt es heute wieder Einiges zu berichten. Die ersten Meldungen stehen schon in der Warteschlange. Und los geht‘s!

( (dpa/sid/HA) )

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