Fußball-Ticker

Bayern-Boss Rummenigge wünscht sich Aufstieg von RB Leipzig

Das Fußball-Geschehen des Tages: Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker auf abendblatt.de hält Sie auf dem Laufenden.

+++ Ermittlungen gegen Cannavaro wegen Steuerbetrugs +++

18.25 Uhr: Die Staatsanwaltschaft von Neapel hat gegen den italienischen WM-Helden Fabio Cannavaro, 41, Ermittlungen wegen Steuerbetrugs aufgenommen. Dabei wurden bei dem Kapitän des Weltmeisterteams von 2006 Besitztümer im Wert von 900.000 Euro konfisziert.

Die Ermittlungen betreffen eine Firma Cannavaros, die angeblich Luxusjachten vermietet hatte, und die der Ex-Spieler von Juventus Turin und Real Madrid zusammen mit seiner Frau Daniela Arenoso betrieben hatte. Der Neapolitaner, Weltfußballer von 2006, wird beschuldigt, zwischen 2005 und 2010 Mehrwertsteuer in Höhe von einer Million Euro hinterzogen zu haben. Der 136-malige Nationalspieler hatte seine Karriere 2011 beendet.

+++ Rummenigge wünscht sich Aufstieg von RB Leipzig +++

15.34 Uhr: Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat den umstrittenen Fußball-Zweitligisten RB Leipzig gelobt und wünscht sich einen Durchmarsch der Sachsen in die 1. Bundesliga. „Ich hoffe sogar, dass Leipzig zum Konkurrenten für Bayern wird“, sagte Rummenigge „Sport Bild“. „Konkurrenz bedeutet Emotionalität – und die macht den Fußball aus. Ich glaube, dass in Leipzig unabhängig vom Geld gut gearbeitet wird.“

Die vom Getränkeunternehmen Red Bull finanzierten Leipziger sind für viele Fußball-Traditionalisten das aktuelle Feindbild. „Ich sehe das relativ entspannt“, sagte Rummenigge und ergänzte: „Über kurz oder lang wird Financial Fairplay bei den Lizenzierungen der DFL eine Rolle spielen.“ Der Grundsatz, mit dem auch die UEFA die europäischen Vereine zu vernünftigerem Wirtschaften zwingen will, bedeutet, dass Clubs nicht mehr Geld ausgeben dürfen als sie einnehmen.

+++ Afrikanischer Verband attackiert Uefa-Chef Platini +++

15.20 Uhr: Der Afrikanische Fußballverband hat Uefa-Präsident Michel Platini für dessen Andeutungen über eine mögliche Verschiebung des Afrika-Cups in Marokko wegen der Ebola-Epidemie angegriffen. „Wir müssen uns hüten vor jeglicher Einmischung eines Verbandspräsidenten in Dinge, die in erster Linie Afrika und den CAF betreffen“, teilte der afrikanische Verband am späten Dienstag in einem Statement mit. Nach dem Grundsatz der Nichteinmischung habe schließlich auch die CAF bisher darauf verzichtet, „einige Themen zur Führung des europäischen Fußballs oder dem auf anderen Kontinenten zu kommentieren“.

Der Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa) habe in einem TV-Interview am Sonntagabend „für notwendig erachtet, den geplanten Zeitpunkt für den Afrika-Cup in Marokko infrage zu stellen“, monierte der Verband. Das Turnier ist für den 17. Januar bis 8. Februar 2015 terminiert.

+++Bayer Leverkusen muss 16 Millionen Euro an Sponsorengeldern zurückzahlen+++

13.30 Uhr: Bayer Leverkusen droht eine erhebliche finanzielle Belastung: Der Verein muss den Gläubigern des 2011 pleitegegangenen Billigstromanbieters Teldafax rund 16 Millionen Euro früherer Sponsorengelder zurückzahlen. Das entschied am Mittwoch das Landgericht Köln. Gegen die Entscheidung kann aber Berufung eingelegt werden.

Teldafax hatte das Geld zwischen Oktober 2009 und Juni 2011 als damaliger Sponsor an den Fußballverein gezahlt. Der Insolvenzverwalter des Unternehmens, Biner Bähr, wirft Bayer Leverkusen vor, zum Zeitpunkt der Zahlungen aber schon von der Zahlungsunfähigkeit der Firma gewusst und trotzdem die Sponsorengelder eingestrichen zu haben. Dem schloss sich das Gericht nach Auswertung des Schriftwechsels zwischen Verein und Unternehmen an.

+++ Jürgen Klopp bleibt Dortmund-Trainer - komme, was wolle +++

10.38 Uhr: Borussia Dortmund hat Trainer Jürgen Klopp trotz der sportlichen Talfahrt eine Jobgarantie ausgestellt. „Ich habe immer gesagt, das unser Trainer das Ende seiner Zeit beim BVB selbst bestimmt. Dabei bleibt es“, sagte Hans-Joachim Watzke der „Bild“. Darüber hinaus schloss der BVB-Geschäftsführer aus, dass der Coach von sich aus den Rückzug antritt. „Er ist nicht eine Sekunde amtsmüde, er hat genau die gleiche Energie. Außerdem fühlt er sich unserem gemeinsamen Projekt viel zu sehr verbunden.“

Nach Aussage von Watzke könnte der auf Rang 14 abgerutschte Revierclub ein Verpassen der Champions League finanziell verschmerzen: „Das wäre rein wirtschaftlich gar kein Problem. Wirtschaftlich kann uns in den nächsten Jahren nichts erschüttern.“ Allerdings warnte der BVB-Chef alle Beteiligten, die Lage zu unterschätzen. „Den größten Fehler, den wir jetzt machen könnten, wäre es, diese sportliche Krise kleinzureden“, sagte Watzke.

+++ Viel Lob für Ter Stegen nach Auftritt gegen Ajax +++

10.01 Uhr: Marc-André ter Stegen bekam nach dem 3:1 des FC Barcelona gegen Ajax Amsterdam ein Sonderlob – Gegentor hin oder her. Drei Spieler wurden am Mittwoch neben zwei taktischen Maßnahmen namentlich auf der Homepage genannt unter der Überschrift: „Fünf Schlüssel zum Ajax-Match“. Ter Stegen war einer davon, neben Brasiliens Superstar Neymar und Barça-Ikone Andres Iniesta.

Vor allem die fußballerischen Fähigkeiten des deutschen Keepers beeindruckten: „Auch wenn wenig in der Luft auf ihn zukam, hatte Ter Stegen reichlich Gelegenheiten zu zeigen, dass er mit dem Ball am Fuß praktisch ein Libero ist und die erste Linie des Barça-Angriffs.“ Wie akkurat seine langen Zuspiele angekommen seien, „war besonders beeindruckend“.

Am Gegentor von Ajax habe er nichts machen können, schrieben die Katalanen am Morgen nach dem Heimsieg im dritten Gruppenspiel der europäischen Meisterklasse in dieser Saison. Neymar, Lionel Messi und der eingewechselte Sandro Ramires hatten im Camp Nou die Tore der Hausherren erzielt, für Ajax hatte Anwar El Ghazi kurz vor Schluss zum zwischenzeitlichen 1:2 verkürzt.

+++ Beckenbauer: “Wenn sich der FC Bayern mit etwas befasst, meinen sie es ernst“ +++

8.37 Uhr: Franz Beckenbauer hat mit seinen Äußerungen am Rande des Champions-League-Spiels in Rom die Spekulationen um einen Wechsel von Marco Reus zu Bayern München befeuert. „Der FC Bayern befasst sich mit diesem Thema. Und wenn sich der FC Bayern mit etwas befasst, dann meinen sie es auch ernst“, sagte Beckenbauer.

Zuletzt hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl-Heinz Rummenige das Thema erneut angesprochen. Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund, wo der Nationalspieler noch einen Vertrag bis 2017 besitzt. Im Sommer des kommenden Jahres kann Reus den Verein jedoch für eine festgeschriebene Ablösesumme verlassen.

+++ Gericht äußert sich zu Millionenforderungen an Leverkusen +++

8.31 Uhr: Im Millionen-Prozess zwischen Bayer Leverkusen und der insolventen Teldafax-Gruppe äußert sich das Landgericht Köln am Mittwoch zum weiteren Fortgang. Möglich ist ein Urteil oder die Fortsetzung der Beweisaufnahme. Der Insolvenzverwalter des pleitegegangenen Billigstromanbieters verlangt von Bayer 16 Millionen Euro früherer Sponsorengelder aus den Jahren 2009 bis 2011 plus Zinsen zurück.

Der Kläger meint, dass der Verein schon von der Schieflage des Stromanbieters gewusst habe, als die Sponsorenverträge unterschrieben wurden. Deshalb hätte Bayer nach seiner Meinung das Geld gar nicht annehmen dürfen. Der Verein weist diese Darstellung zurück. Mitte 2011 hatte Teldafax einen Insolvenzantrag gestellt. Bei der Pleite hatten rund 700 000 Menschen Geld verloren.