Menschlich gesehen

Hockeymutter

Eigentlich ist sie Teil von gleich zwei Hockeyfamilien. Dagmar von Livonius war selbst einmal erfolgreiche Leistungssportlerin, spielte in der Nationalmannschaft. Heute, mit 66 Jahren, gehört die Sozialpädagogin zu den wichtigsten Funktionären im deutschen Hockeysport. Knapp 20 Jahre lang leitete sie die Geschicke der Jugendabteilung beim Deutschen Hockey Bund, jetzt sitzt sie beim Hamburger Hockey-Verband im Vorstand. An diesem Wochenende leitet sie in Bergstedt ein großes nationales Jugendturnier.

„Das ist es, was mich antreibt“, sagt die Flottbekerin, die mit 14 Jahren zum Hockeysport kam. Ihre Mannschaftskameraden von damals trifft die engagierte Großmutter von fünf Enkeln noch heute – Familie eben. Nicht weniger hockeyverrückt ist ihre andere, die richtige Familie. Mit ihrem Ehemann, den sie im Club in Klein Flottbek kennenlernte, hat sie drei Kinder. Ihr Sohn, 43, lebt in Singapur. Tochter Karen, 40, spielte zunächst Hockey, startete dann aber als professionelle Reitsportlerin durch. Britta, die Jüngste, wurde zweimal Europa- und viermal deutsche Meisterin im Hockey und ist verheiratet mit Bundestrainer Markus Weise.

Beide Hockeyfamilien haben Dagmar von Livonius viel gegeben. Mit ihrer Jugendarbeit zahlt sie mehr als genug zurück. „Das ist traumhaft“, sagt sie. „Ich möchte mein Leben mit niemandem tauschen.“