Dienstag, 4. Juni

Fußball-Ticker: Werder Bremen holt Torsten Frings zurück

Das Fußball-Geschehen des Tages: Heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

+++ Niederlande testen Torlinientechnologie +++

23.35 Uhr: Mit Beginn der neuen Saison testet der niederländische Fußballverband KNVB zwei Jahre lang die Torlinientechnik „Hawkeye“. Das beschloss der KNVB auf seiner Jahreshauptversammlung. Gleichzeitig werden zwei zusätzliche Schiedsrichterassistenten als fünfte und sechste Offizielle eingesetzt. Vorläufig wird die Technik nur bei bedeutenden Spielen angewendet. Etwa beim Spiel um die Johan-Cruyff-Schale (Supercup), in den Playoff-Finals, im KNVB-Pokalfinale sowie am 34. und letzten Spieltag der Ehrendivision. Der KNVB nennt das Projekt „Arbitrage 2.0“. Dabei wird auch die Rolle eines speziellen Videoschiedsrichters untersucht.

+++ Sobiech trifft bei Dudeks Abschiedsspiel +++

22.47 Uhr: Bundesliga-Profi Artur Sobiech hat Polens langjährigem Nationaltorwart Jerzy Dudek den Abschied versüßt. Der Stürmer von Hannover 96 erzielte das erste Tor beim 2:0 (0:0) in Krakau gegen Liechtenstein. Der 40-jährige Dudek, der vor zwei Jahren bei Real Madrid seine Karriere beendet hatte, wurde in seinem 60. Länderspiel offiziell verabschiedet. Der Champions-League-Sieger 2005 mit dem FC Liverpool, der im Elfmeterschießen gegen den AC Mailand zwei Schüsse pariert hatte, wurde unter dem Jubel der Zuschauer nach 35 Minuten ausgewechselt. Neben dem Torschützen Sobiech (53.) kam aus der Bundesliga auch der Leverkusener Sebastian Boenisch zum Einsatz, der zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Das 2:0 erzielte Maciej Rybus (72.).

+++ 1:1 bei 1860 München II: Elversberg schafft Sprung in 3. Liga +++

22.12 Uhr: Der SV Elversberg hat auf den letzten Drücker den Sprung in die 3. Liga geschafft. Die Saarländer unter Trainer Jens Kiefer holten am Dienstagabend im Relegationsrückspiel beim TSV 1860 München II ein 1:1 (0:1) und schafften damit nach den Teams von RasenBallsport Leipzig und Holstein Kiel den Sprung in die dritthöchste deutsche Spielklasse. Vor 14.500 Zuschauern in der Allianz Arena gelang Abedin Krasniqi in der 84. Minute der Ausgleich für die Gäste. Necat Aygün hatte die Löwen in der 40. Minute in Führung gebracht. Elversberg hatte in der Regionalliga Südwest hinter Hessen Kassel den zweiten Platz belegt. Das Rückspiel war ursprünglich für Sonntag angesetzt worden, wegen der starken Regenfälle aber auf Dienstag verschoben worden.

+++ WM-Qualifikation: Iran gewinnt in Katar, Südkorea Spitzenreiter +++

21.45 Uhr: Der Iran hat im Kampf um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Brasilien im nächsten Jahr einen wichtigen 1:0-Auswärtserfolg geschafft. Südkorea übernahm am Dienstag mit einem 1:1-Unentschieden im Libanon die Tabellenführung in der Gruppe A der Asien-Qualifikation. Vor den letzten beiden Spieltagen liegt Südkorea nun punktgleich mit Usbekistan (je 11 Punkte) an der Spitze. Dritter ist der Iran mit zehn Zählern. Katar, WM-Gastgeber von 2022, belegt mit sieben Punkten Rang vier vor dem Tabellen-Schlusslicht aus dem Libanon (5). Chi Woo Kim (90.+7) gelang in Beirut das späte Tor für die Südkoreaner. Hassan Maatouk (12.) brachte die Gastgeber zunächst in Führung. Doch Südkorea, seit Mexiko 1986 bei jeder WM-Endrunde dabei, gelang noch der umjubelte Ausgleich. Die Iraner setzten sich in Katar durch. Im Jassim Bin Hamad Stadion von Doha erzielte der für den belgischen Club Standard Lüttich spielende Stürmer Reza Ghoochannejhad in der 66. Minute das Tor des Tages. Nach der Heimniederlage gegen Usbekistan zeigte sich der Iran im wichtigen Auswärtsspiel entschlossen.

+++ Werder Bremen holt Frings zurück +++

21.29 Uhr: Torsten Frings kehrt zu Werder Bremen zurück. Der frühere Nationalspieler wird ab der kommenden Saison Co-Trainer bei der Regionalliga-Mannschaft seines Ex-Clubs. „Ich freue mich über die Möglichkeit, wieder für Werder zu arbeiten“, sagte der 36-Jährige der Bild-Zeitung. Der 79-malige Nationalspieler hatte Ende Februar seine aktive Karriere nach 18 Jahren Profifußball aufgrund andauernder Hüftbeschwerden beendet. Zuletzt spielte er beim Toronto FC in der nordamerikanischen Profiliga MLS. „Es freut uns, dass Torsten nach Ende seiner Profi-Laufbahn seine ersten Schritte als Trainer bei Werder beginnt“, sagte Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung. Frings wird parallel in Köln die Fußball-Lehrer-Lizenz machen. Zuletzt hatte sich Alemannia Aachen Hoffnungen gemacht, Frings in seine Heimat zurückholen zu können. Bei dem Klub, der von 1990 bis 1997 erste Station seiner Profi-Laufbahn war, hätte Frings allerdings spielen sollen.

+++ Kaiserslautern verpflichtet Norweger Ruben Jenssen +++

18.39 Uhr: Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat den norwegischen Nationalspieler Ruben Jenssen verpflichtet. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt vom norwegischen Erstligaclub Tromsö IL in die Pfalz. Jenssen erhält bei den Roten Teufeln einen Vertrag bis Juni 2016, der auch für die Bundesliga gültig ist. Dies teilte der Verein am Dienstag mit.

+++ Augsburg verlängert mit Gelios +++

18.07 Uhr: Der FC Augsburg hat den auslaufenden Vertrag mit Torhüter Ioannis Gelios um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Zudem teilte der Club am Dienstag mit, dass die U19-Spieler Maik Uhde, Raphael Framberger und Arif Ekin Profiverträge erhalten. Auch Bayram Nebihi aus dem Regionalliga-Team unterzeichnete einen Profivertrag.

+++ Als erstes Land neben Gastgeber Brasilien: Japan für WM 2014 qualifiziert +++

17.40 Uhr: Japan hat sich als erste Mannschaft sportlich für die Fußball-WM 2014 qualifiziert. Dem WM-Co-Gastgeber von 2002 genügte in der Gruppe B der Asien-Ausscheidung gegen Australien ein 1:1 (0:0), um zum fünften Mal in Folge das WM-Ticket zu lösen. Vor den Japanern hatte nur Gastgeber Brasilien seine Teilnahme an der WM 2014 sicher. Die Japaner, bei denen die Bundesliga-Legionäre Atsuto Uchida (Schalke 04), Makoto Hasebe (VfL Wolfsburg) und Shinji Okazaki (VfB Stuttgart) in der Startformation standen und Hiroshi Kiyotake (1. FC Nürnberg) eingewechselt wurde, mussten in Saitama aber lange zittern. Keisuke Honda gelang erst in der 90. Minute per Handelfmeter der umjubelte Ausgleich. Tommy Oar hatte die Gäste vor 62.172 Zuschauern in der 81. Minute in Führung gebracht. „Ich bin nach Japan gekommen, um sie zur WM zu bringen. Das war mein Ziel. Ich bin erleichtert, dass wir es geschafft haben. Wir werden uns weiter verbessern und die Welt überraschen“, sagte Japans italienischer Coach Alberto Zaccheroni. Australien muss mit Trainer Holger Osieck derweil um die dritte WM-Teilnahme in Serie bangen. Die Australier, bei denen der Neu-Leverkusener Robbie Kruse in der Nachspielzeit ausgewechselt wurde, haben ebenso wie Jordanien sieben Punkte auf dem Konto. Auf Platz zwei verbesserte sich der Oman (9 Zähler), der 1:0 (0:0) gegen den Gruppenletzten Irak (5) gewann. Nur die ersten beiden Teams haben die direkte Qualifikation sicher. Die beiden Gruppendritten der Asien-Ausscheidung ermitteln den Gegner des Südamerika-Fünften für die interkontinentalen Play-offs um einen weiteren WM-Platz.

+++ Tiffert unterschreibt beim VfL Bochum Vertrag bis 2015 +++

17.07 Uhr: Dem VfL Bochum ist mit der Verpflichtung von Christian Tiffert ein kleiner Transfer-Coup gelungen. Wie der Zweitligist am Dienstag mitteilte, hat der beste Vorbereiter der Bundesliga-Saison 2010/11 einen Zweijahresvertrag bis 2015 unterschrieben. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler war zuletzt acht Monate für die Seattle Sounders in der amerikanischen Major League Soccer (MLS) aktiv. Vor seinem Wechsel in die USA spielte Tiffert zwei Jahre lang für den 1. FC Kaiserslautern, wo er 2010/11 mit 16 Assists bester Torvorlagengeber war. „Wenn so ein erfahrener Klassemann auf dem Markt ist, muss man schnell zuschlagen“, sagte VfL-Vorstandsmitglied Heinz Knüwe. Trainer Peter Neururer hofft, dass Tiffert „Kopf unseres Mittelfeldes“ wird. „Er kann ein Spiel lesen und lenken. Nicht zu vergessen: Seine Standards sind brandgefährlich.“ Tiffert bestritt 225 Bundesliga- und 58 Zweitligaspiele, in denen er insgesamt 20 Tore erzielte. Der in Halle/Saale geborene Profi wurde 24 Mal in der deutschen U 21-Auswahl eingesetzt. „Der VfL ist ein Verein mit Tradition und leidenschaftlichen Fans. Zudem habe ich mich im Ruhrgebiet immer wohl gefühlt“, sagte Tiffert.

+++ Schaaf Kandidat bei Besiktas Istanbul +++

16.45 Uhr: Ex-Meister-Trainer Thomas Schaaf gilt als Kandidat auf die Nachfolge des entlassenen Trainers Samet Aybaba beim 13-maligen türkischen Meister Besiktas Istanbul. Laut türkischer Medien soll sich Besiktas ernsthaft mit einer Verpflichtung des 52-Jährigen beschäftigen. Schaafs Ära bei Werder Bremen endete nach der abgelaufenen Saison nach 14 Jahren, 5119 Tagen, 644 Spielen, zwei Meisterschaften und drei Pokalsiegen. Besiktas belegte in der vergangenen Saison nur Platz drei hinter den Stadtrivalen Galatasaray und Fenerbahce Istanbul. Den Klub trainierten schon Christoph Daum und Bernd Schuster.

+++ Verstoß gegen Wettregeln: Vier Monate Sperre für Tottenham-Angreifer +++

16.37 Uhr: Der englische Profi Andros Townsend ist vom nationalen Verband wegen des Verstoßes gegen Wettregeln für vier Monate gesperrt worden, drei davon auf Bewährung. Das gab die FA am Dienstag bekannt. Der Angreifer des Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur bekam zudem eine Geldstrafe in Höhe von 18.000 Pfund (rund 21.000 Euro) auferlegt. Der Beginn der einmonatigen Sperre wurde rückwirkend auf den 23. Mai datiert. Die Bewährungsfrist für die restlichen drei Monate läuft bis Juli 2016. Townsend hatte einen Verstoß gegen die Wettvorschriften zugegeben. In Artikel E8 wird den Profis untersagt, auf Spiele zu wetten, in denen sie entweder selbst spielen beziehungsweise direkt oder indirekt Einfluss haben.

+++ Traditionsverein Wuppertaler SV meldet Insolvenz an +++

16.22 Uhr: Drei Tage nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen Alemannia Aachen hat ein anderer westdeutscher Traditionsverein Insolvenz angemeldet: Der bisherige Regionalligist Wuppertaler SV ist zahlungsunfähig. Lars Petersen, Sprecher des Amtsgerichts Wuppertal, bestätigte den Sachverhalt. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Anwalt Jörg Bornheimer. Als Tabellen-15. der West-Regionalliga hatte sich der WSV sportlich gerettet. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Alexander Eichner soll die erste Mannschaft des ehemaligen Bundesligisten künftig in der fünftklassigen Oberliga starten. Eichner bezeichnete den Insolvenzantrag am Dienstag als „bitteren Moment“. Zur Höhe der aktuellen Verbindlichkeiten machte der Verein keine Angaben. „Wir haben alles durchgespielt. Aber Zahlungsunfähigkeit ist eben Zahlungsunfähigkeit“, meinte Eichner.

+++ Ex-Profi Djukic neuer Trainer beim FC Valencia +++

16.01 Uhr: Der FC Valencia hat drei Tage nach dem Weggang von Ernesto Valverde einen neuen Trainer präsentiert. Miroslav Djukic, ehemaliger Spieler des Clubs, soll den Verein wieder zu alten Erfolgen zurückführen. „Es gibt hier eine gute Mannschaft und wir können zusammen wichtige Ziele erreichen“, sagte der 47-Jährige, der als Profi 1997 und 2003 mit dem FC Valencia das Finale der Champions League erreicht hatte. „Für mich ist es ein Traum, hierher zurückzukommen“, sagte Djukic am Dienstag. Valverde hatte seinen Posten beim Club der Primera División am Samstag nach dem letzten Saisonspiel geräumt. Durch das 3:4 beim FC Sevilla hatte der Verein den vierten Tabellenplatz und damit die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation verpasst. Valverde hatte erst im November den Trainerposten in Valencia übernommen. Nachfolger Djukic arbeitete in den vergangenen beiden Spielzeiten bei Real Valladolid.

+++ Ballack spendet für Hochwasser-Opfer – Terry fehlt +++

15.44 Uhr: Michael Ballack will aus den Erlösen seines Abschiedsspiels den Betroffenen des Hochwassers mindestens 100 000 Euro spenden. Das kündigte der frühere Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei einer Pressekonferenz am Dienstag an. „Ich bin genauso so betroffen, wie viele andere auch. Ich möchte der Stadt Leipzig danken, dass sie alles dafür tut, dass das Spiel stattfindet“, sagte Ballack vor der weiterhin gefährdeten Partie am Mittwochabend (20.05 Uhr/MDR).

Zudem wurde auf Ballacks Initiative hin eine Spenden-Hotline (0900- 5970 870) eingerichtet. Jeder Anruf soll fünf Euro für die Geschädigten einbringen. „Ich hoffe, dass da noch einiges zusammen kommt“, meinte Ballack.

Der 98-fache Nationalspieler verabschiedet sich mit einer prominent besetzten Party von der Fußball-Bühne. In der Leipziger WM-Arena soll das Team „Ballack and Friends“, betreut von Rudi Völler, gegen eine Weltauswahl um Starcoach José Mourinho antreten. Zugesagt hat sein Kommen auch Bundestrainer Joachim Löw. Wegen Verletzungen nicht spielen können Ballacks ehemalige Kollegen Bastian Schweinsteiger und John Terry.

+++ Pacult bleibt Trainer bei Dynamo Dresden +++

15.32 Uhr: Peter Pacult bleibt Trainer des Fußball- Zweitligisten Dynamo Dresden. „Mit dem Klassenerhalt hat sich der Vertrag von Peter Pacult verlängert, mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, erklärte Geschäftsführer Christian Müller am Dienstag in einem Pressegespräch. Dresden hatte erst in der Relegation gegen den VfL Osnabrück den Ligaverbleib geschafft.

Am Montagabend hatte der Aufsichtsrat getagt und die abgelaufene Saison analysiert. Tenor war, dass es dem Sportlichen Leiter Steffen Menze und Pacult-Vorgänger Ralf Loose sowie dem Österreicher selbst nicht gelungen war, im Sturm adäquaten Ersatz für Zlatko Dedic zu finden und die Lücke zu schließen.

Um in Zukunft eine bessere Transferpolitik zu betreiben, wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Sie soll demnächst allen Verpflichtungen zustimmen und die Sportliche Leitung kontrollieren sowie unterstützen. „Wir wollen verhindern, dass wir wieder eine Zitterpartie wie in dieser Saison erleben. Jeder Spieler, der verpflichtet werden soll, bedarf der Zustimmung der Arbeitsgruppe“, erklärte Ritter.

+++ FC Bayern spielt Halbfinale der Club-WM am 17. Dezember in Agadir +++

15.12 Uhr: Der FC Bayern München bestreitet sein erstes Spiel bei der Club-Weltmeisterschaft am 17. Dezember in Agadir. Das gab der Fußball-Weltverband FIFA am Dienstag bekannt. Der deutsche Rekordmeister hatte sich durch den Gewinn der Champions League für das Turnier mit sieben Mannschaften aus sechs FIFA-Konföderationen in Marokko qualifiziert. Kontrahent im Semifinale wird der Vertreter aus Afrika, Asien oder Nord-/Mittelamerika sein.

Bislang haben sich neben den Münchnern nur CF Monterrey, Auckland City FC und Raja Casablanca als Gastgeber das Startrecht gesichert. Die drei weiteren Teilnehmer werden im Laufe des Jahres bei den jeweiligen kontinentalen Wettbewerben in Asien, Afrika und Südamerika ermittelt.

Wie der Südamerika-Vertreter steigen die Bayern erst im Halbfinale in das Turnier ein. Das Finale und das Spiel um Platz 3 finden am 21. Dezember in Marrakesch statt. In der Bundesliga müssen die Münchner daher ihre Partie des 17. Spieltages (20. bis 22. Dezember) verlegen.

+++ Anderthalb-Jahresvertrag: Eriksson heuert bei Guangzhou R&F an +++

14.47 Uhr: Der weit gereiste schwedische Trainer Sven-Göran Eriksson hat beim chinesischen Club Guangzhou R&F angeheuert. Der Verein gab am Dienstag bekannt, dass der 65-Jährige einen Vertrag über anderthalb Jahre unterschrieben habe. Tags zuvor hatte sich Eriksson als Technischer Direktor vom arabischen Club Al Nars getrennt. Der ehemalige Nationaltrainer Englands war erst vor fünf Monaten in die Emirate gewechselt. Einen Posten beim TSV 1860 München hatte er zuvor dankend abgelehnt. Der Schwede, der mit 27 Jahren seine Fußballer-Karriere verletzungsbedingt hatte beenden müssen, hatte als erster ausländischer Coach der „Three Lions“ von 2001 bis 2006 für Furore gesorgt. Es folgte 2007 ein Intermezzo bei Manchester City, danach ging es als Nationaltrainer nach Mexiko, in die englische vierte Liga nach Notts County und zur Elfenbeinküste.

+++ Golz folgt Christian Fiedler als Herthas Torwarttrainer +++

10.54 Uhr: Hertha BSC hat den früheren Hamburger und Freiburger Bundesliga-Keeper Richard Golz als Torwarttrainer verpflichtet. Wie Hertha am Dienstag mitteilte, tritt der 44-Jährige tritt die Nachfolge von Christian Fiedler an, dessen Vertrag nicht verlängert worden war.

Golz, dessen Fußball-Karriere in Berlin bei Wacker 04 und dem SC Tegel begann, erhielt einen Vertrag bis 2016. „Ich freue mich sehr auf diese spannende, anspruchsvolle Aufgabe bei Hertha BSC und im Team von Jos Luhukay“, sagte Golz.

„Dazu bin ich natürlich unheimlich froh, wieder in meine Heimatstadt Berlin zurückzukommen“, fügte Golz hinzu. Sein Debüt in der Fußball-Bundesliga feierte er 1987 beim HSV und bestritt für die Hansestädter sowie den SC Freiburg insgesamt 452 Bundesligaspiele. Seine aktive Karriere hatte er 2008 bei Hannover 96 beendet. Danach arbeitete er als Torwart- und Co-Trainer der U23-Mannschaft des HSV.

„Richard Golz passt hervorragend in unser Trainerteam, unsere Torwarte um Thomas Kraft werden von seiner großen Bundesliga-Erfahrung mit Sicherheit profitieren“, sagte Manager Michael Preetz in einer Pressemitteilung des Vereins.

+++ Ballack-Abschiedsspiel trotz Hochwassers derzeit nicht gefährdet +++

10.42 Uhr: Das Abschiedsspiel von Michael Ballack ist trotz der Hochwasserlage in Leipzig derzeit nicht akut gefährdet. „Wenn sich nichts ändert und die Deiche halten, wird das Spiel voraussichtlich stattfinden“, sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg am Dienstag der dpa. Der 98-fache Nationalspieler Ballack hat zu der Partie am Mittwochabend (20.05 Uhr/MDR) im Leipziger WM-Stadion zahlreiche Fußballprominenz eingeladen, darunter Bundestrainer Joachim Löw, Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern, seinen Ex-Trainer José Mourinho sowie den englischen Nationalspieler John Terry.

Die Arena befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Elsterbecken. Wegen des Hochwassers der Weißen Elster und der Pleiße hatte die Stadt Leipzig vorsorglich Kindergärten und Schulen in Flussnähe geschlossen. Die Deiche sollten am Dienstag mit Sandsäcken weiter gesichtert werden. Die Ballack-Partie ist mit fast 50.000 Zuschauern seit Wochen ausverkauft.

+++ Watzke plädiert für Weidenfeller im DFB-Tor +++

10.31 Uhr: Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke fordert Fußball-Bundestrainer Joachim Löw auf, BVB-Torhüter Roman Weidenfeller eine Chance im DFB-Team zu geben. „Roman muss berücksichtigt werden. Auf Dauer kommt man an ihm nicht vorbei – er muss keinen Konkurrenten fürchten“, sagte Watzke der „Bild“ (Dienstag).

Mit dem Eigentor von Auswahlkeeper Marc-André ter Stegen (Borussia Mönchengladbach) im verlorenen Länderspiel gegen die USA (3:4) stehe sein Vorschlag in keinem Zusammenhang, betonte Watzke: „Das hat nichts mit ter Stegen zu tun. Solche Fehler passieren mal.“

Weidenfeller bot in der vergangenen Bundesligasaison zumeist sehr gute Leistungen und überzeugte trotz des 1:2 im verlorenen Champions-League-Finale gegen Bayern München mit herausragenden Rettungsaktionen.

Gleichwohl werden Weidenfeller kaum Chancen auf einen Platz im Nationaltor eingeräumt. Bundes-Torwarttrainer Andreas Köpke denkt nicht daran, seine Strategie zu ändern. „Wir werden Marc nicht fallen lassen. Es macht keinen Sinn, Roman Weidenfeller als Nummer drei mitzunehmen. Es geht auch darum, die drei WM-Torhüter zu finden, die ins Team reinpassen.“

+++ Löw: „Verspüre großen Spaß und riesige Motivation“ +++

10.22 Uhr: Joachim Löw geht mit großem Tatendrang in die WM-Saison 2013/2014. „Es macht mir ja weiterhin großen Spaß und ich verspüre eine riesige Motivation“, sagte der Fußball-Bundestrainer im Interview mit Sport1: „Als Trainer wird man dann in die Kategorie Gewinner oder Verlierer gesteckt. Damit muss man leben, aber für mich spielen andere Dinge eine Rolle. Für mich ist wichtig, wie sich einzelne Spieler weiterentwickelt haben und was man ihnen für ihre Karriere hat mitgeben können. Und wie sich die Mannschaft insgesamt fußballerisch entwickelt hat.“ Den 53-Jährige würde es weiterhin „nicht stören“, wie bei der WM 2010 in Südafrika ohne neuen Vertrag in das Weltturnier im kommenden Jahr zu gehen. „Um mich voll auf meine Aufgabe konzentrieren zu können, muss ich mich davon auch frei machen. Ich denke, auch kein einziger Spieler hat 2010 über diese Situation gesprochen. Man muss einfach sehen, wie die Konstellation ist und wie unsere Ideen und Pläne über 2014 hinaus sind.“ Löw reagierte erneut gelassen auf die öffentlichen Gedankenspiele von Oliver Bierhoff über einen möglichen Abschied vom Deutschen Fußball-Bund (DFB). „Entscheidend ist, wie wir die Dinge intern besprechen, nicht, was hinein interpretiert wird. Oliver hat auch gesagt, dass ihm die Arbeit bei der Nationalmannschaft sehr viel Freude macht. Aber man weiß ja, dass er auch jemand ist, der die Dinge und auch sich selbst immer wieder hinterfragt. Das machen wir im Trainerteam auf der Suche nach Verbesserungen ja auch ständig.“ Zudem sieht Löw bei der deutschen Nationalmannschaft in seiner Amtszeit „große Fortschritte“ und spürt deswegen eine „persönliche Befriedigung“. „Dass von außen andere Maßstäbe angelegt werden, muss man akzeptieren. Aber ich mache nicht alles an Sieg oder Niederlage fest. Unser Konzept in den letzten Jahren war gut und hat der Mannschaft enorm weitergeholfen“, sagte Löw weiter.

+++ Lahm sieht Nationalteam gestärkt +++

10.14 Uhr: Auf dem Weg zur WM 2014 sieht Kapitän Philipp Lahm die Fußball-Nationalmannschaft durch die deutsche Dominanz in der Königsklasse gestärkt. „Weil jeder Spieler davon profitiert, in einem Champions-League-Finale gestanden zu haben. Diese Erfahrung bringt jeden einzelnen Nationalspieler weiter – und gibt zusätzliches Selbstvertrauen“, betonte der Spielführer des FC Bayern München in einem Interview der „Bild“-Zeitung (Dienstag).

Auf Vereinsebene könne mit dem Triple-Triumph der Münchner „eine große Titel-Ära“ beginnen, erklärte Lahm weiter. „Die ganze Konstellation dafür passt einfach: Wir kriegen mit Pep Guardiola erneut einen Top-Trainer. Alle wichtigen Spieler sind in einem super Fußballalter, haben langfristige Verträge.“

+++ Golz neuer Torwarttrainer der Hertha +++

10.01 Uhr: Der ehemalige Bundesligatorhüter Richard Golz soll neuer Torwarttrainer beim Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC werden. Nach übereinstimmenden Medienberichten haben sich der 44-Jährige und der Berliner Hauptstadtklub bereits auf einen Dreijahresvertrag geeingt. Zuletzt hatte Golz als Co-Trainer der U23-Mannschaft des HSV gearbeitet. „Ich freue mich wahnsinnig. Das ist ein Schritt voran. Jetzt bin ich in der Bundesliga, da, wo die Musik spielt“, sagte Golz der Berliner Morgenpost. Der frühere U21-Nationaltorwart hatte in seiner Karriere für den HSV und den SC Freiburg insgesamt 452 Bundesligaspiele bestritten. Golz tritt die Nachfolge von Christian Fiedler an, von dem sich Hertha trotz laufenden Vertrages vor zwei Wochen getrennt hatte

+++ Gladbach testet beim FC Ingolstadt +++

9.52 Uhr: Borussia Mönchengladbach bestreitet am 13. Juli ein Testspiel beim Zweitligisten FC Ingolstadt. Die Begegnung im Rahmen des Trainingslagers am Tegernsee wird um 19.00 Uhr angepfiffen. Für die Mannschaft von Trainer Lucien Favre wird die Begegnung das dritte Spiel der Vorbereitung, vor der Reise ins Trainingslager geht es gegen den Oberligisten VfL Rhede (30. Juni) und den belgischen Erstligisten Lierse SK (6. Juli). Trainingsauftakt ist am 24. Juni (11 Uhr).

+++ Mourinho ist hochmotiviert - „trotz meiner weißen Haare“ +++

9.44 Uhr: Der neue Trainer Jose Mourinho kann den Beginn des Trainingsstarts bei seiner alten Liebe FC Chelsea kaum erwarten und schwärmt vom Europa-League-Sieger aus London in den höchsten Tönen. „Wir sind bereit, noch einmal zu heiraten, glücklich und erfolgreich zu sein. Es tut mir leid, dass wir nicht morgen loslegen können. Die Spieler brauchen Urlaub - ich nicht. Denn ich komme zu einem Klub, den ich liebe“, sagte Mourinho in seinem ersten Interview nach der Rückkehr zu den Blues. Er werde mit seiner Arbeit beginnen, auf seine Spieler warten, „und wenn sie dann kommen, werden sie jemanden mit allerhöchster Motivation vorfinden - trotz meiner weißen Haare, die ich 2004 noch nicht hatte“. Mourinho (50) hatte Chelsea bereits von 2004 bis 2007 trainiert, am Montag verkündete der Verein seine Rückkehr. Mourinho hat einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Die Verhandlungen gingen laut Auskunft des Portugiesen blitzschnell über die Bühne. „Ich habe den Besitzer (Roman Abramowitsch, d.Red.) getroffen, und innerhalb von fünf Minuten war es klar. Ich habe gefragt: 'Willst du mich zurück?' Er hat gefragt: 'Willst du zurück?' Dann war es entschieden.“ Die Auszeit, sagte Mourinho, habe ihm und dem Klub gutgetan. „Nach der Trennung 2007 war es fantastisch, denn ich habe alles erreicht, was ich in meiner Karriere erreichen wollte. Ich wollte den Grand Slam, die Meistertitel in England, Spanien und Italien“, sagte er. „Den habe ich, und den zweiten Champions-League-Titel habe ich auch. Und Chelsea hat in meiner Abwesenheit bedeutende Trophäen gewonnen.“ Er sei bei Inter Mailand und Real Madrid außerdem reifer geworden. „Ich bin noch derselbe, aber viel erwachsener als früher, ich bin jetzt eher bereit, lange hier zu bleiben“, berichtete er. Gleichzeitig Chelsea-Fan und -Trainer zu sein, sei „fantastisch“. Nun wolle er das Team verbessern, und das bedeute „nicht in erster Linie, Millionen auszugeben“, sondern harte Arbeit.

+++ Beckham soll Fußball-Team in Miami installieren +++

9.23 Uhr: Der abgetretene Fußball-Star David Beckham hat womöglich ein neues Betätigungsfeld gefunden. Der frühere englische Nationalmannschaftskapitän ist in Miami unterwegs und prüft die Möglichkeit, ein Fußball-Team für die Major League Soccer (MLS) in der Stadt aus dem US-Bundesstaat Florida zu installieren. Deshalb besichtigte Beckham bereits das Sun Life sowie das Florida International University Stadium. Zudem führte er Gespräche mit Carlos Gimenez, dem Bürgermeister von Miami-Dade County.

„Wir sind bereit und gespannt auf die Möglichkeit, wieder ein Profifußball-Team in Miami zu haben“, sagte Gimenez und fügte hinzu: „Leute von überall auf der Welt leben in unserer Gemeinde. Das ist ein idealer Markt für die MLS und Beckham ist die richtige Person, dies zu verwirklichen.“ Von 1998 bis 2001 hatte Miami Fusion in Fort Lauderdale in der MLS gespielt, bevor das Projekt wegen zu geringer Akzeptanz eingestellt wurde.

Beckham beendete jüngst seine Fußball-Karriere beim französischen Meister Paris St. Germain. Davor hatte der 115-malige Nationalspieler von 2007 bis 2012 für Los Angeles Galaxy in der MLS gespielt.

+++ Ballacks Zukunftspläne: „Trainerschein machen, sich neu erfinden“ +++

9.10 Uhr: Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack hat noch keine konkreten beruflichen Pläne für die Zukunft: „Ich warte jetzt erst einmal den Sommer ab. Klar ist: Ich werde den Trainerschein machen“, sagte der 36-Jährige, der am Mittwoch (20.05 Uhr/MDR) in Leipzig sein Abschiedsspiel bestreitet, in einem Interview mit dem Express. Angst, nach seiner Karriere in ein tiefes Loch zu fallen, hat Ballack nicht: „Ich habe keine Probleme damit, dass es jetzt vorbei ist. Ich hätte meine Karriere ja fortsetzen können. Aber ich habe gesagt: Ich mache Schluss, es reicht. Das konnte ich selbst bestimmen. Ich wurde dazu nicht gedrängt. Jetzt kann ich mich als Mensch neu erfinden.“

+++ Fortuna präsentiert Büskens am Dienstag +++

8.55 Uhr: Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf wird am Dienstag um 12.30 Uhr seinen neuen Trainer präsentieren. Das teilte der Club mit. Dabei wird es sich um Mike Büskens handeln. Der gebürtige Düsseldorfer und frühere Aufstiegstrainer der SpVgg Greuther Fürth hatte seine Rückkehr nach Düsseldorf am Montag bei Sport1 bereits bestätigt. „Es schließt sich für mich ein Kreis, wieder da zu sein, wo ich mir als Fußballer meine ersten Sporen verdient habe“, sagte Büskens dem Internetportal und betonte: „Es ist schön, wieder bei der Fortuna zu sein.“

Büskens, der die Nachfolge von Norbert Meier antritt, soll einen Zweijahresvertrag erhalten. Der frühere Defensivakteur spielte insgesamt zehn Jahre für die Fortuna. Präsident Peter Frymuth war einst sein Kreisauswahl-Trainer. Nach seiner Düsseldorfer Zeit setzte Büskens seiner Karriere beim FC Schalke 04 fort, wo er nach seiner aktiven Karriere auch in verschieden Trainerfunktionen tätig war. Auf Schalke feierte er mit dem Gewinn des UEFA-Cups 1997 seinen größten Erfolg.

+++ Manchester City verpflichtet Jesus Navas +++

8.46 Uhr: Der spanische Fußball-Nationalspieler Jesus Navas wechselt vom FC Sevilla zum englischen Vize-Meister Manchester City. Wie die Andalusier am Montag auf ihrer Homepage verkündeten, müsse der 27-Jährige nur noch den obligatorischen Medizincheck bestehen. Navas, der einen Fünf-Jahres-Vertrag unterzeichnet, ist damit der erste Neuzugang des englischen Starensembles, das in der vergangenen Spielzeit titellos geblieben war.

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