Souveräner Start für Carolin Nytra

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Auch Hochspringerin Ariane Friedrich und Kugelstoßer Ralf Bartels meistern die Qualifikation

Barcelona. Die deutschen Medaillenhoffnungen Ariane Friedrich, Carolin Nytra und Ralf Bartels haben ihre ersten Hürden erfolgreich genommen. Hochspringerin Friedrich und Kugelstoßer Bartels erreichten am Freitag mühelos ihren Endkampf, Nytra steht über 100 Meter Hürden im Halbfinale. Friedrich (Frankfurt am Main) übersprang in der Qualifikation die geforderten 1,92 Meter und blieb dabei genauso ohne Fehlversuch wie Weltmeisterin Blanka Vlasic aus Kroatien. Nytra wurde nach 12,89 Sekunden zwar nur Zweite ihres Vorlaufs hinter der Irin Dervan O'Rourke (12,88). Die Bremerin hatte ihr Tempo aber schon vor dem Ziel abgebremst. "Ich habe versucht, nichts zu riskieren. Das war ein Vorlauf, da musste ich noch nicht nach links und rechts gucken", sagte sie. Auch Nadine Hildebrand (Stuttgart) und Cindy Roleder (Leipzig) qualifizierten sich für die Semifinals am heutigen Sonnabend.

Neben Titelverteidiger Bartels (Neubrandenburg) erreichte auch Youngster David Storl (Chemnitz) das Kugelstoßfinale. Bartels machte mit 20,37 Meter bereits im ersten Versuch alles klar. Der erst 20 Jahre alte Storl zog mit 20,24 nach. "Mir fällt ein Riesenstein vom Herzen. Die Pflicht ist geschafft, jetzt kommt die Kür", so Bartels. Ebenfalls in ihren Endkampf eingezogen sind Speerwerfer Matthias de Zordo und Hindernisläufer Steffen Uliczka. De Zordo (Saarbrücken) blieb mit 82,34 Metern deutlich über der Qualifikationsweite (81,00). Der Kieler Uliczka belegte in seinem Vorlauf nach 8:30,61 Minuten Platz vier.

Diskusweltmeister Robert Harting hat unterdessen wieder einmal für Aufsehen gesorgt. Der 25 Jahre alte Berliner, der am heutigen Sonnabend in die Qualifikation muss, fordert vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) eine stärkere Unterstützung für seinen Bruder Christoph. Der "träge Verband und Diskus-Bundestrainer Jürgen Schult" müssten sich "endlich bewegen, ihn verstärkt fördern". DLV-Präsident Clemens Prokop reagierte gelassen. "Wir haben Kaderkriterien, die für alle gelten. Er setzt sich für seinen Bruder ein, das ist legitim", sagte er.

( (dpa) )