Basketball-Bund will EM 2015 auch in Hamburg spielen lassen

Hamburg. Die Basketball-Talente aus aller Welt haben Hamburg wieder verlassen. Der Weltverband Fiba stufte seine erste U-17-WM, die vom 2. bis 11. Juli in der Alsterdorfer Sporthalle ausgetragen wurde, als "großen Erfolg" ein. Die Internetseite der Veranstaltung wurde mehr als 2,5 Millionen Mal geklickt - Rekord für Basketball-Jugendturniere. Auch die Bilanz der Stadt fällt positiv aus. Zwar wird die Ausfallbürgschaft von 280 000 Euro vom Deutschen Basketball Bund (DBB) in Anspruch genommen, doch Teilnehmer und Verbände ließen mehr als eine Million Euro in Hamburg. Allein an Hotelkosten hatte der DBB rund 680 000 Euro zu zahlen. Der Gesamtetat der WM belief sich auf 950 000 Euro.

Organisationschef Markus Friz lobte die Zusammenarbeit mit allen Hamburger Organisationen: "Wir sind bestens unterstützt worden."

DBB-Präsident Ingo Weiss möchte deshalb weitere Basketball-Events in Hamburg präsentieren. Der Verband will die Männer-Europameisterschaft 2015 nach Deutschland holen, in Hamburg, so Weiss, könne er sich sehr gut die Austragung einer Vor- und Zwischenrunde vorstellen. Die hätten für die Stadt ihren Preis, rund drei Millionen Euro. Der gesamte EM-Etat dürfte bei 25 Millionen Euro liegen.

Parallel dazu hofft der DBB weiter darauf, in Hamburg ein Bundesligateam aufbauen zu können. Friz: "Die Sporthalle Hamburg mit bis zu 5000 Zuschauern wäre für den Anfang die ideale Spielstätte. Sie ist technisch auf dem neuesten Stand, und wir hinterlassen von der U-17-WM zwei Videowände und einen VIP-Raum." Fehlen noch zwei Millionen Euro zur Finanzierung der Mannschaft. Daran scheitert das Projekt seit acht Jahren.

( (rg) )