Umso größer war die Freude bei den Double-Gewinnern von Rot-Weiss Köln. Der Klub gewann in der Herren- und Damenkonkurrenz.

Berlin/Hamburg. Die Hamburger Teams sind in den Finalspielen der deutschen Hallenhockey-Meisterschaft leer ausgegangen. Umso größer war die Freude bei den Double-Gewinnern von Rot-Weiss Köln: Während die Herren durch ein 5:3 (3:2) gegen den Uhlenhorster HC ihre Rekordsammlung am Sonntag auf neun Titel aufstockten, sicherten sich die Damen den zweiten Meisterwimpel nach 1965. Sie gewannen ihr Finale mit 8:6 (6:6, 3:3) nach Verlängerung gegen den Club an der Alster.

„Wir haben uns durch eine gut organisierte Defensive den Titel verdient“, sagte Kölns Herren-Trainer Stefan Kermas. Insbesondere Nationaltorwart Max Weinhold hatte mit starken Paraden großen Anteil am Erfolg und wurde im Anschluss zum besten Spieler des Turniers und auch zum besten Torwart gewählt. Vor 2500 Zuschauern im Berliner Horst-Korber-Sportzentrum war der Nordmeister UHC durch Marco Miltkau (4. Minute) in Führung gegangen, ehe Köln nach Toren von Christoph Menke (10.), Eike Bumb (13.) und Daniel Montag (27.) mit 3:1 davonzog.

Bei den Damen lieferten sich Köln und Alster einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Führung ständig wechselte. Den Treffer zum 7:6 erzielte Hallen-Europameisterin Franzisca Hauke (68.) per Strafecke. In der Schlussminute der Verlängerung traf Pia Grambusch (75.) zum 8:6 ins leere Alster-Tor. „Wir waren spielerisch eine Idee besser als Alster“, meinte Kölns Trainer Markus Lonnes. Sein Gegenüber Jens George sagte: „Nicht auszudenken, wie das hier ausgegangen wäre, wenn alle Teams komplett gewesen wären.“

Fünf Hamburger stehen im Aufgebot für die Hallenhockey-EM

Für den parallel in Chile stattfindenden Vorbereitungslehrgang der Feldhockey-Nationalmannschaft auf die am kommenden Samstag in Argentinien beginnende Champions Trophy hatten Alster, der TSV Mannheim und Titelverteidiger Berliner HC insgesamt sechs Spielerinnen abzustellen. „Ich weiß nicht, warum das so hochgekocht wird“, sagte Lonnes, der als einziger Trainer nicht betroffen war. Am Sonnabend hatten die Kölnerinnen ihr Halbfinale mit 9:4 (4:3) gegen den TSV gewonnen, während Alster den BHC mit 10:5 (5:1) bezwang. Bei den Herren war Köln durch ein 4:2 (3:2) gegen den Mannheimer HC ins Endspiel eingezogen. UHC besiegte Uhlenhorst Mülheim mit 11:4 (4:1). (dpa/abendblatt.de)