Basketball: 106:93-Erfolg gegen die San Antonio Spurs

Nowitzki und Dallas im Play-off-Viertelfinale

Basketball-Superstar Dirk Nowitzki hat mit seinen Dallas Mavericks das Play-off-Viertelfinale in der NBA erreicht. Der Würzburger war beim Sieg gegen San Antonio wieder einmal bester Werfer seines Teams.Bilder von Nowitzkis Siegeszug

San Antonio. Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks sind in den Play-offs der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA von ihrem Erstrunden-Fluch erlöst worden. Angeführt vom überragenden Würzburger feierten die Mavs im texanischen Duell bei den San Antonio Spurs im fünften Spiel der Best-of-seven-Serie mit 106:93 den entscheidenden vierten Triumph. Dallas schaffte damit erstmals seit seiner Finalteilnahme 2006 wieder den Einzug in die Runde der besten Acht.

"Das ist für uns ein großer und wichtiger Schritt. Wir hatten ja seit 2006 fast schon das Gefühl, dass wir nicht mehr über die erste Runde der Play-offs hinauskommen können. Toll, dass wir endlich zur richtigen Zeit in der notwendigen Form sind", sagte Nowitzki nach dem Erfolg. "Big D" war mit 31 Punkten der überragende Spieler auf dem Parkett und hatte damit entscheidenden Anteil am insgesamt elften Sieg seines Teams in den vergangenen 14 Spielen.

Im Halbfinale der Western Conference wartet Dallas nun auf den Sieger des Duells zwischen den Denver Nuggets und den New Orleans Hornets. Denver hatte am Mittwoch bei einer 3:1-Führung vor heimischem Publikum den ersten Matchball zum Gesamtsieg der Serie.

Auf einen Wunschgegner wollte sich Nowitzki nicht festlegen. "Jetzt sind nur noch Klasse-Teams dabei. Da machen oft nur Kleinigkeiten den Unterschied aus", sagte der blonde Hüne. Sowohl gegen Denver als auch gegen New Orleans allerdings war die Mavericks-Bilanz in der Vorrunde negativ: Dallas verlor gegen die Nuggets alle vier Spiele und konnte gegen die Hornets nur einmal gewinnen.

Für den abermaligen Sieg in Antonio nach dem Erfolg in Spiel eins war die geschlossene Mannschaftsleistung ausschlaggebend. Neben Nowitzki erreichten fünf weitere Mavericks eine zweistellige Punktausbeute. Dagegen erhielt bei den Spurs, mit vier Titeln seit 1999 das erfolgreichste NBA-Team der vergangenen zehn Jahre, das Top-Duo Tim Duncan (30 Punkte) und Tony Parker (26) von seinen Kollegen zu wenig Unterstützung, um den ersten Erstrunden-K.o. der Gastgeber seit 2000 zu verhindern.

Spurs-Trainer Gregg Popovich erkannte die Überlegenheit der Mavericks neidlos an. "Dallas war ein besseres Team, als wir es im Moment sind. Darum haben die Mavericks verdient gewonnen", meinte der Coach.

Den als Nummer sechs in die Play-offs der Western Cornference gestarteten Mavericks machte der Triumph gegen den Vorrunden-Dritten denn auch sichtlich Appetit auf mehr. "Wir spielen momentan unser bestes Basketball der ganzen Saison", konstatierte Center Eric Dampier, und Teamkollege Jason Terry brachte das Selbstbewusstsein in Dallas auf den Punkt: "Wir sind noch lange nicht am Ende unseres Weges angekommen. In dieser Verfassung ist für uns noch einiges möglich."