Eishockey: Hannover bleibt vorn

Freezers auch nach Trainerwechsel erfolglos

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Auch einen Tag nach der Entlassung von Trainer Bill Stewart hat sich die Talfahrt der Hamburg Freezers in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) fortgesetzt.

Berlin. Die Hanseaten unterlagen am Sonntag in Hannover mit 4:5, wodurch die Hannover Scorpions ihre Spitzenposition in der Tabelle ausbauten. Die Frankfurt Lions zogen nämlich gegen die Augsburger Panther unglücklich mit 4:5 den Kürzeren, konnten ihren zweiten Platz aber noch behaupten. Titelverteidiger Eisbären Berlin bezwang den ERC Ingolstadt mit 4:3, die Kölner Haie setzten sich beim EHC Wolfsburg mit 5:1 durch.

In Hannover hielten die Freezers nur ein Drittel mit den klar überlegenen Hausherren mit. Andy Delmore (5.) und Thomas Pielmeier (14.) konnten eine zweimalige Führung der Scorpions ausgleichen, profitierten dabei jedoch von Unsicherheiten des Hannoveraner Torhüters Alexander Jung. Der musste in der Drittelpause Dimitri Pätzold weichen, mit dem die Gastgeber auf die Siegerstraße einbogen. Tino Boos (29.), Eric Schneider (38.) und Adam Mitchell (47.) sorgten für die Vorentscheidung und bescherten damit dem vorläufigen Stewart-Nachfolger Bob Leslie einen missglückten Einstand. "Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht. Am Ende hat die Zweikampf-Stärke von Hannover den Ausschlag gegeben", sagte Leslie.

Die durch viele Verletzungen stark geschwächten Frankfurter gaben gegen Augsburg eine 4:2-Führung nach dem zweiten Drittel aus der Hand und kassierten dadurch die zweiten Niederlage in Serie. Ulrich Maurer (44.) und Mathis Olimb (50.) brachten die Schwaben im Schlussabschnitt wieder heran. In einem spannenden Finale war es Brett Engelhardt, der eine Sekunde vor der Schlusssirene den entscheidenden Augsburger Treffer markierte. Eine Hiobsbotschaft gab es für Frankfurt bereits vor dem Spiel: Bei Verteidiger Lasse Kopitz wurde nach der Partie gegen Nürnberg ein Handbruch diagnostiziert. Kopitz fällt wohl mindestens eineinhalb Monate aus.

Keine Probleme hatten die Eisbären lange Zeit mit Ingolstadt. In der heimischen O2 World dominierte der Titelverteidiger das erste Drittel, kam allerdings nur zu einem Tor durch Deron Quint (15.). In den zweiten 20 Minuten leisteten sich die Berliner einen Durchhänger und mussten den Ausgleich durch Yannic Seidenberg (23.) hinnehmen. Doch Denis Pederson (35.), Mark Beaufait (38.) und im Schlussdrittel Sven Felski (43.) bescherten den Gastgebern den fünften Heimspiel-Erfolg in Serie, auch wenn Thomas Greilinger (44.) und Duncan Milroy (58.) es noch einmal spannend machten.

Nach zuletzt drei Pleiten in Serie konnten die Kölner Haie wieder einen Sieg feiern. Der letztjährige Playoff-Finalist gewann beim ERC Wolfsburg mit 5:1. Geprägt wurde das Spiel von vielen Strafen: Die Schiedsrichter verhängten insgesamt 73 Strafminuten plus eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen den Kölner Christoph Melischko.