Nick Skelton macht Kasse, Schmidt gewinnt Dressurderby

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Hamburg. Sie wählte die eindeutig mutigste Linie im Stechen um den Großen Preis von Hamburg. Als Katrin Eckermann, 21, mit ihrem Wallach Carlson am Sonnabend als letzte von fünf Finalisten des Hamburger Wettbewerbs im Rahmen der Global Champions Tour den Hindernissen entgegenstürmte, hielten rund 20 000 Zuschauer den Atem an. Eckermann riskierte alles - wurde am Ende jedoch nicht belohnt.

Beim drittletzten Sprung gerieten die Amazone und ihr elfjähriges Pferd zu nah an die Hürde. Die Folge: ein unnötiger Abwurf - und das Ende aller Titelträume. Dank ihrer hervorragenden Zeit belegte die Reiterin aus Münster immerhin noch Platz drei hinter Sieger Nick Skelton, 53, aus Großbritannien mit Big Star und dem schwedischen Europameister Rolf-Göran Bengtsson, 49, mit Casall La Silla.

Zufrieden mit ihrem Auftritt konnte auch die viertplatzierte Janne Friederike Meyer aus Schenefeld sein. Wie Eckermann legte sie mit Cellagon Lambrasco zwei fehlerlose Umläufe zurück, beging im Stechen allerdings einen Flüchtigkeitsfehler. Skelton, der zwei Tage zuvor schon das Championat von Hamburg und damit ein Cabrio gewonnen hatte, kassierte diesmal 94 050 Euro Siegprämie.

Einige Patzer musste Kathleen Keller, 22, aus Harsefeld am Sonntag beim 54. deutschen Dressurderby verkraften. Im Finale mit Pferdewechsel habe es mit Fontane und Macrider Premier, den Pferden ihrer Konkurrenten Hubertus Schmidt und Aat van Essen aus den Niederlanden, "ein paar Missverständnisse" gegeben, erklärte Keller. Die Fehler wurden in der Prüfung insbesondere bei den Zweierwechseln sichtbar. Mit insgesamt 184,778 Punkten belegte Keller am Ende Rang drei hinter dem neuen Dressurchampion Schmidt aus Borchen (198,889 Punkte) und van Essen (187,944 Punkte). "Spaß gemacht hat es trotzdem", betonte Keller.

Das Pony-Dressurfinale gewann Saskia Schneppenheim, 16, aus Neuenkirchen-Vluyn. Titelverteidigerin Sophie Kampmann aus Hamburg, die sich ebenfalls qualifiziert hatte, verzichtete zum Ärgernis vieler Zuschauer auf das Finale. Der Grund: Bundestrainerin Cornelia Endress hatte Kampmann im Hinblick auf die EM und den bevorstehenden Nationenpreis in Hagen um einen Startverzicht gebeten.

( (jad/jmo) )