VfL 93 zweistellig auf Platz eins

Landesliga-Startruppe versohlt UH-Adler 10:0. Trainer Ohrt: „Haben Paloma vielleicht beeindruckt"

Hamburg . Nach denkwürdigen 90 Minuten am Borgweg hatte Olaf Ohrt eine Bitte. „Kann man recherchieren, ob es das schon gab? Ich habe so was in der Landesliga noch nie erlebt“, staunte der verblüffte Trainer des VfL 93. Mit 10:0 besiegte seine Mannschaft UH-Adler – und das sogar ohne Marius Ebbers, der sich zurzeit im Urlaub befindet. „Ich möchte nicht wissen, wie viele Tore wir mit ihm erzielt hätten“, sagte Ohrt.

So historisch, wie er vermutete, war der Sieg seiner Mannen zwar nicht. Der letzte zweistellige Erfolg in der Landesliga Hammonia gelang dem SV Lurup am 22. April 2012 mit einem 16:0 über den SC Concordia II. Nichtsdestotrotz beeindruckte das Starensemble vom Borgweg seine 200 Fans nachhaltig. Allerdings mit Unterstützung der Gäste. Deren etatmäßige Nummer eins Jo Krohn fehlte verletzungsbedingt, Ersatzmann Zakaria Chergui sah in der 18. Minute Rot wegen einer Notbremse. Mittelfeldspieler Oliver Reimers musste in den Kasten – und Tore Gersch (21., FE, 37., FE, 44.), Nils Mahncke (25., 89.), Olufemi Smith (51., 73., FE) und Niklas Fritsche (67., 71.) schenkten ihm reichlich ein. Das Trainer-Sonderlob beim VfL wurde jedoch Stefan Winkel zuteil. Er bereitete drei Treffer vor und holte drei Elfmeter heraus.

Über eine lange Strecke der Saison schien es fraglich, ob das Kalkül des Aufsteigers wirklich aufgehen würde. „Bachelor“ Paul Janke und die Ex-St.-Paulianer Hauke Brückner und Marius Ebbers sind nur drei der namhaften Akteure, die dem Klub den Durchmarsch in die Oberliga bescheren sollen.

Doch eine Durststrecke von Mitte Oktober bis Mitte November ließ das Team bis auf Rang sechs abstürzen. Nun scheint sich die Mannschaft gefunden zu haben. „Man hat gesehen, was passiert, wenn wir unsere Qualität ausspielen. Klar hat sich der Gegner aufgegeben, aber vielleicht haben wir Paloma ein wenig beeindruckt“, sagte Ohrt. Prompt verlor der USC sein Heimspiel gegen Wedel 0:2. Jetzt grüßt der VfL von ganz oben. Und nun wird sich zeigen, ob Ebbers & Co. ihrer Favoritenrolle gerecht werden können.