Stormarn
Sportler des Jahres

Die Handballmädchen „Red Tigers“ mischen die Oberliga auf

Die erfolgreiche weibliche B-Jugend-Mannschaft des TSV Bargteheide (hinten, v. l.): Antonia Mareike Möllers, Jette Fahrenbusch, Jolina Jebens, Aenne-Lotte Bielenberg, Lilly Meyer, Sina Eichholz, Sina Hallmann, Louisa Sophie Jennrich, Trainer Andreas Frank (vorn, v. l.), Linda Isabel Müller, Jana Dombrowski, Celia Tieuanh Frankenstein, Karoline Anna Koch und Vanessa Krohn.

Die erfolgreiche weibliche B-Jugend-Mannschaft des TSV Bargteheide (hinten, v. l.): Antonia Mareike Möllers, Jette Fahrenbusch, Jolina Jebens, Aenne-Lotte Bielenberg, Lilly Meyer, Sina Eichholz, Sina Hallmann, Louisa Sophie Jennrich, Trainer Andreas Frank (vorn, v. l.), Linda Isabel Müller, Jana Dombrowski, Celia Tieuanh Frankenstein, Karoline Anna Koch und Vanessa Krohn.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Das Abendblatt stellt die Kandidaten für die Wahl zum Sportler des Jahres in Stormarn vor. Heute: Handballerinnen des TSV Bargteheide.

Bargteheide. Für die Handballmädchen des TSV Bargteheide geht das Abenteuer „Oberliga“ in wenigen Tagen in die nächste Runde. „Die Mannschaft brennt, ist hochmotiviert und kann nach der mehrwöchigen Winterpause das erste Pflichtspiel im neuen Jahr kaum abwarten“, sagt Karoline Koch. Die 16 Jahre alte Rückraumspielerin ist die Mannschaftsführerin der weiblichen B-Jugend. Auftaktgegner der Stormarnerinnen am Sonnabend, 18. Januar (14.45 Uhr), in der Sporthalle des Gymnasiums Eckhorst ist die SG Hamburg-Nord.

Die Bargteheiderinnen sind gut in Form: Die Vorbereitungsturniere bei Lübeck 1876 und der HSG Tills Löwen gewannen sie souverän. In der Tabelle der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein belegen sie nach zehn von 18 Spieltagen den sechsten Rang. Karoline: „Als Aufsteiger haben wir unser Soll somit zunächst erfüllt – auch wenn wir die eine oder andere unnötige Niederlage hinnehmen mussten.“

Nominierung gibt der Mannschaft Auftrieb

Das junge Team von Trainer Andreas Frank präsentierte sich im ersten Saisonabschnitt nicht immer fehlerfrei, begeisterte aber ein ums andere Mal die eigenen Anhänger mit großem Engagement und Teamgeist.

Die Nominierung für die Wahl zur Mannschaft des Jahres gibt den Spielerinnen zusätzlichen Auftrieb. „Ich empfinde es zum Teil auch als Wertschätzung der Arbeit, die seit vielen Jahren in Bargteheide geleistet wird“, sagt der 46 Jahre alte Coach. „Bis in die Oberliga hat es noch keine weibliche Mannschaft des TSV geschafft.“

Die meisten Spielerinnen kennen einander schon lange

Zweifel an der körperlichen Verfassung der Mannschaft nach der längeren Zwangspause hat Frank nicht. „Die Zeit haben die Mädchen genutzt, um weiter an ihrer Form zu arbeiten“, sagt der Coach mit einem Lächeln. „Die erste Trainingseinheit hat gezeigt, dass die Mannschaft richtig Bock darauf hat, dass es weitergeht. Die meisten Spielerinnen kennen einander seit Jahren. Karoline Koch, Sina Eichholz, Jolina Jebens, Vanessa Krohn und Lilly Meyer spielten bereits zusammen in der Mini-Mix-Mannschaft der Bargteheider.

Ein festes Ritual leitet jeden Spieltag ein. „Zunächst unternehmen wir einen gemeinsamen Spaziergang, um die aufgestauten Spannungen zu lösen und die Köpfe freizubekommen. Dabei sprechen wir meist über Dinge, die nichts mit Handball zu tun haben“, sagt Karoline. „Exakt 30 Minuten vor Spielbeginn beginnen wir mit der Aufwärmphase. Kurz vor dem Anpfiff begeben wir uns noch einmal in die Kabine und bilden einen Kreis, um uns zu sammeln.“

Coach organisiert Team-Building-Maßnahmen

Neben dem Teamspirit ist die Ausgeglichenheit des Kaders eine der Stärken der Bargteheiderinnen. „Wir sind auf jeder Position mit gleichwertigen Spielerinnen mindestens doppelt besetzt“, sagt Karoline. Die 16-Jährige führt mit 32 Treffern die vereinsinterne Torschützinnen-Rangliste an – dicht gefolgt von Linda Müller (30), Sina Eichholz (29) und Jette Fahrenbruch (24).

Auch wenn der Zusammenhalt besser kaum sein könnte, überlässt Frank nichts dem Zufall. In den vergangenen Herbstferien organisierte der Coach im dänische Nordseebad Blåvand ein gleichfalls als Teambuilding-Maßnahme gedachtes einwöchiges Trainingslager. Im Sommer engagierte er eine Mental-Trainerin, die bereits für den Deutschen Handballbund tätig war. „Der Teamgedanke ist eine sehr wichtige Grundlage unseres Erfolges“, sagt der 46-Jährige und schmunzelt. „Da gönnen wir uns schon mal etwas.“

Bei der Namenswahl hat sich die Mannschaft durchgesetzt

Obwohl die Chemie zwischen Coach und Mannschaft stimmt, stoßen die Vorschläge des Trainers nicht immer auf ungeteilte Begeisterung. Als es vor zwei Jahren darum ging, einen passenden Namen für das Team zu finden, ging Frank mit der Idee „Unicorn“ gnadenlos unter. „Die Bezeichnung ,Einhorn’ war uns dann doch zu mädchenhaft“, sagt Mannschaftsführerin Karoline. „Wir Spielerinnen haben uns auf ,Red Tigers’ geeinigt. Das fanden wir wesentlich passender. ,Rote Tiger’ klingt angriffslustig, zudem gibt es eine Verbindung zu unseren Vereinsfarben.“

Seit Jahren steht bei den Handballern die Jugendarbeit hoch im Kurs. Dabei scheuen sich auch junge Talente nicht, bereits früh Verantwortung zu übernehmen. Allein bei der weiblichen B-Jugend engagieren sich gleich mehrere Spielerinnen als Übungsleiterinnen im jüngeren Nachwuchsbereich oder als Schiedsrichterinnen.

*

Nun sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Mitmachen ist einfach: In jeder Kategorie können Sie einen Kandidaten auswählen, den Namen auf eine frankierter Postkarte notieren und an den Kreissportverband Stormarn (Lübecker Straße 35, 23843 Bad Oldesloe) schicken. Die Teilnahme ist auch per E-Mail an info@ksv-stormarn.de oder unter www.ksv-stormarn.de auf der Internetseite des Kreissportverbands möglich. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2020. Die Bekanntgabe der Sportler des Jahres erfolgt am Freitag, 21. Februar.