Stormarn
Leichtathletik

Ahrensburger läuft bei Halbmarathon-DM auf Platz elf

Clever: Wieland Kümmel (Ahrensburger TSV) versuchte so lange wie möglich mit Topläuferin Sabrina Mockenhaupt mitzuhalten

Clever: Wieland Kümmel (Ahrensburger TSV) versuchte so lange wie möglich mit Topläuferin Sabrina Mockenhaupt mitzuhalten

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Wieland Kümmel gelingt bei den Titelkämpfen der U23 in Bad Liebenzell in 1:15,05 Stunden eine neue persönliche Bestzeit.

Ahrensburg.  Im Ziel war Wieland Kümmel fix und fertig – aber überglücklich. „Es war mein härtestes, aber auch eines meiner schönsten Rennen“, sagte der 20 Jahre alte Langstreckenläufer des Ahrensburger TSV. Bei seiner ersten Teilnahme an den deutschen U-23-Meisterschaften über die Halbmarathon-Distanz erreichte er in Bad Liebenzell (Baden-Württemberg) in 1:15,05 Stunden den elften Rang. Zudem verbesserte er seine bisherige Bestmarke – aufgestellt Mitte März bei den Kreismeisterschaften in Bad Oldesloe – um mehr als eine Minute.

Dem blonden Ausdauerathleten und seinem Coach Jörg Böttche spielte am Wettkampftag eine zufällige Begegnung in die Karten. Am Nebentisch der beiden Stormarner nahmen in einem kleinen Café Sabrina Mockenhaupt von der LG Sieg und ihr Betreuerstab Platz. Die mehrfache deutsche Meisterin über 5000 und 10.000 Meter besprach letzte taktische Maßnahmen, um die Norm für die Europameisterschaften zu erfüllen – was ihr am Ende auch gelang.

„Mockenhaupt wollte unbedingt unter 1:13,00 Stunden bleiben, eine Zeit also, die Wieland und ich in Kürze ebenfalls anstreben“, sagte Böttche, der aufmerksam lauschte. „Ich habe ihm geraten, sich an Mockenhaupt dranzuhängen und so lange wie möglich das Tempo mitzugehen.“

Die ersten sechs Kilometer hielt Kümmel problemlos mit. Wie zu erwarten, musste der Ahrensburger später seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. „Ein Rennen so schnell anzugehen wird auch schnell zur Kopfsache“, sagte Kümmel. „Ab Kilometer 15 hatte ich hart mit mir zu kämpfen, doch die hervorragende Stimmung an der Strecke half mir, letzte Kräfte zu mobilisieren und durchzuhalten.“