Stormarn
Basketball

Ahrensburger TSV verliert nach desolater Leistung 23:52

Sabrina Ochs (l., Ahrensburger TSV) konnte an die zuletzt gezeigten guten Leistungen nicht anknüpfen

Sabrina Ochs (l., Ahrensburger TSV) konnte an die zuletzt gezeigten guten Leistungen nicht anknüpfen

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Regionalliga-Basketballdamen bleiben gegen Berlin Baskets chancenlos. Mit sieben Zählern war Mirja Beckmann treffsicherste Werferin.

Ahrensburg.  Sebastian Eickhoff ist ein Mann der offenen Worte. „Gegen die Berlin Baskets haben wir eine unterirdisch schlechte Leistung abgeliefert“, sagte der Trainer der Basketballdamen des Ahrensburger TSV ganz unverblümt. Sich selbst schloss er in die Kritik mit ein. „Bei meinem Job als Trainer habe ich mich von der Seitenlinie aus dem Niveau der Mannschaft nahtlos angepasst.“

Was den 35-Jährigen so verärgerte: Bei der deutlichen 23:52 (13:21)-Heimpleite gegen den Tabellensechsten der Ersten Regionalliga Nord ließen die „Twisters“ jegliche Reife für die dritthöchste Spielklasse vermissen. „In der Abwehr sind wir leidenschaftslos und zu zaghaft zur Sache gegangen. Im Angriff lässt unsere Punkteausbeute von 23 Zählern eher auf eine Halbzeit- als auf ein Endergebnis schließen“, sagte Eickhoff.

Keiner seiner Stammspielerinnen bescheinigte der Trainer auch nur annähernd Normalform. „Jemanden hervorzuheben hieße unter den Blinden den Einäugigen zu suchen“, sagte Eickhoff. Dabei hatten die Ahrensburgerinnen sich gegen die Mannschaft aus Berlin durchaus Chancen auf den fünften Saisonerfolg ausgerechnet.

„Im Hinspiel haben wir mit einem Notkader eine starke Partie abgeliefert und letztendlich nur unglücklich verloren“, sagte der Trainer. „Umso unverständlicher ist für mich, dass wir nun in Bestbesetzung von Beginn an völlig konfus und ohne den nötigen Biss gespielt haben.“

Im vierten Durchgang schlug die schlechte Mannschaftsleistung unter den Akteurinnen in offene Frustration um. „Wie einige Spielerinnen auf dem Spielfeld miteinander umgegangen sind, kann ich so nicht tolerieren“, sagte Eickhoff. „Da haben wir intern noch einiges aufzuarbeiten.“

Mit der mageren Ausbeute von sieben Zählern war Mirja Beckmann treffsicherste Werferin. Die 18 Jahre alte Korbjägerin war auch als einzige Spielerin mit einem Versuch von der Drei-Punkte-Linie aus erfolgreich.

Kommendes Wochenende haben die Schlossstädterinnen spielfrei – also ausreichend Zeit zum Durchatmen, die Köpfe frei zu bekommen und die Wogen zu glätten.

Die weiteren Punkte für den Ahrensburger TSV erzielten: Sabrina Ochs, Muska Saidi (je 4), Sabrina Lange, Benita Naumann, Samantha Ochs, Jennifer Struve (je 2).