Stormarn
Basketball

Der Abstieg ist für Ahrensburg kein Thema

Kurz vor dem Saisonstart feilen die „Ahrensburg Twisters“ noch einmal an ihrem Zweikampfverhalten (v. l.): Carsten Schittkowski, Sabrina Lange, Benita Naumann, Lara Müller, Caroline Amelung, Samantha Ochs

Kurz vor dem Saisonstart feilen die „Ahrensburg Twisters“ noch einmal an ihrem Zweikampfverhalten (v. l.): Carsten Schittkowski, Sabrina Lange, Benita Naumann, Lara Müller, Caroline Amelung, Samantha Ochs

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Basketballdamen empfangen zum Auftakt der ersten Regionalliga den Osnabrücker SC II. Coach Carsten Schittkowski präsentiert acht Neue.

Ahrensburg.  Wenn für die Basketballdamen des Ahrensburger TSV an diesem Sonnabend das Abenteuer Erste Regionalliga beginnt, steht für den Coach des Aufsteigers eines bereits fest: „Mit dem Thema Abstieg werden wir uns nicht beschäftigen“, sagt Carsten Schittkowski.

Vor der Heimpartie gegen die zweite Mannschaft des Osnabrücker SC
(17 Uhr, Waldstraße) sprach das Hamburger Abendblatt mit dem 44-Jährigen über dessen frisch gewonnene Zuversicht und gibt einen Überblick über die Ziele des Vereins, die Veränderungen in der Mannschaft, die Konkurrenz und die neue Spielstätte.

Abgänge

Vier Spielerinnen haben die „Ahrensburg Twisters“ verlassen. Dem Verein treu geblieben ist Carina Kellermann – sie spielt fortan für die zweite Mannschaft der Ahrensburgerinnen. Anna Kunze und Nicole Michelson haben ihre Karriere beendet. Bei Josina Großmann ist das Ziel unbekannt.

Zugänge

Die Zuschauer müssen sich an einige neue Gesichter gewöhnen: Der Verein hat sich in der Sommerpause gleich mit acht Spielerinnen verstärkt. Mit der Verpflichtung von Lea Vatthauer dürfte dabei ein wahrer Glücksgriff gelungen sein. Die 1,84 Meter große Flügelspielerin schaffte zuletzt in der Zweiten Bundesliga mit Grüner Stern Keltern den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Zuvor hat sie für den Osnabrücker SC bereits in der Ersten Bundesliga gespielt.

Merle Bitter kehrt als ehemalige Leistungsträgerin der U-17-Jugendbundesligamannschaft an alte Wirkungsstätte zurück. Die 18 Jahre alte Aufbauspielerin verbrachte vor ihrem Medizinstudium ein Auslandsjahr in den USA. Einziges Manko: Bitter wird der Mannschaft aufgrund eines freiwilligen Sozialen Jahres auf der Intensivstation einer Hamburger Klinik nicht jeden Spieltag zur Verfügung stehen können. Friederike Hammersen (kommt vom Friedenauer TSC) ist für die Centerposition vorgesehen, Antonia Amelung (Blau-Weiß Buchholz) wird nach längerer Spielpause als Flügelspielerin behutsam an die Mannschaft herangeführt.

Mit Yalda Ajubi, 18 (Bramfelder SV), Caroline Amelung, 15 (BG-Hamburg-Hittfeld), Benita Naumann, 16 (SC Alstertal-Langenhorn), sowie Muska Saidi, 15 (eigener Nachwuchs), setzten die Ahrensburger verstärkt auf die Jugend. Die Stormarnerinnen zählen mit einem Durchschnittsalter von 20,6 Jahren zu den jüngsten Teams in der dritthöchsten Spielklasse.

Saisonziel

Schittkowski hat mit Blick auf die Tabelle klare Vorstellungen: „Die Mannschaft besitzt die Qualität, um als Vierter die Saison abzuschließen“, sagt der Coach. Gedanken an eine sofortige Rückkehr in die zweite Regionalliga weist der 44-Jährige konsequent von sich: „Mit der BG Zehlendorf hat ein Berliner Verein bereits zurückgezogen“, sagt er, „und im Viertelfinale des Hamburger Pokalwettbewerbs hat erst kürzlich unsere mit einigen Regionalliga-Spielerinnen verstärkte zweite Damenmannschaft den SC Rist Wedel mit 61:51 locker geschlagen.“

Konkurrenz

Drei Teams werden nach Schittkowskis Ansicht die vorderen Plätze unter sich ausmachen. Als Titelanwärter Nummer eins sieht der Coach den SV Halle II. Dem Osnabrücker TB und der BG Hamburg-West räumt er Außenseiterchancen ein.

Auftaktgegner

In der Partie gegen Mitaufsteiger Osnabrücker SC II sieht Schittkowski seine Mannschaft in der Favoritenrolle. „Osnabrück hat ein junges und äußerst schnelles Team“, sagt der Trainer, „dennoch wird am Ende unsere individuelle Überlegenheit auf den wichtigen Positionen im Aufbau und Center den Ausschlag geben. Unterschätzen werden wir die Niedersächsinnen aber keineswegs.“

Spielstätte

Jahrelang gingen die Stormarnerinnen in der eher beschaulichen Spielstätte an der Schimmelmannstraße auf Korbjagd. Diese erfüllt nicht mehr die Auflagen des Deutschen Basketball Bundes für die Erste Regionalliga. Nun ist die größere und zuschauerfreundlichere Sporthalle der Stormarnschule am Waldweg die neue Heimat der „Twisters“. Schittkowski: „Wir sind der Stadt Ahrensburg dankbar, dass sie uns nicht nur bei der Suche nach einer geeigneten Halle, sondern auch mit einer entsprechenden Anzeigetafel und Spielfeldmarkierung unterstützt hat.“