Stormarn
Badminton

Harter Saisonstart in die Bundesliga für den TSV Trittau

Nikolaj Persson vom TSV Trittau

Nikolaj Persson vom TSV Trittau

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Mit Heimspielen gegen TV Refrath udn BV Mülheim starten die Stormarner in ihre dritte Bundesligasaison. Im Kader gab es Veränderungen.

Trittau. An diesem Wochenende beginnt die Saison in der Ersten Badminton-Bundesliga mit einem Doppelspieltag. Für den TSV Trittau ist es bereits die dritte Spielzeit im Oberhaus. Vor den Partien in der Halle des Trittauer Gymnasiums (Heinrich-Hertz-Straße) gegen den TV Refrath (dieser Sonnabend, 14 Uhr) und den 1. BV Mülheim (Sonntag, 14 Uhr) gibt das Hamburger Abendblatt einen Überblick über die Ziele des Vereins und die Veränderungen in der Mannschaft sowie bei der Konkurrenz.

Saisonziel

Jede ihrer Spielzeiten im Oberhaus beendeten die Trittauer auf Tabellenrang sieben: 2013/2014 in der Premierensaison sowie in der vergangenen Runde. Damit könnte der TSV auch dieses Mal wieder gut leben, wobei das Saisonziel weniger an einer Platzierung festgemacht wird als an dem Abstand zum Tabellenkeller. „Ich möchte mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben“, sagt Teammanagerin Sabina Persson – und das sollte unter normalen Umständen auch zu schaffen sein.

Abgänge

Es ist allerdings durchaus ein kleiner Aderlass, den die Mannschaft zu verkraften hat. Kenneth Jonassen, der vergangene Saison 13 seiner 15 Einzel gewann, hat den Club nun doch verlassen. Ursprünglich wollte der 41-Jährige zumindest unregelmäßig zur Verfügung stehen, kann aber selbst den geringeren Aufwand nicht mehr leisten. Grund ist seine berufliche Tätigkeit als dänischer Nationaltrainer. Kein großer Verlust ist dagegen der Abgang von Peter Mills, dessen Vereinswechsel vom TSV gewollt war. Auch auf der Damenseite sieht sich der Club geschwächt. Die Britinnen Sarah Walker und Kate Robertshaw wären gern geblieben, sind durch ihren Heim-Verband ab sofort aber verpflichtet, in der englischen Liga zu spielen und dürfen nicht in derselben Saison auch in Deutschland Punktspiele bestreiten. Robertshaw hatte im Doppel ansprechende Leistungen gezeigt. Walker war in der vorvergangenen Saison eine Bank, zuletzt aber fast durchgehend verletzt.

Zugänge

Jonathan Persson rückt fest in den Herrenkader auf, absolvierte auch in der Vergangenheit schon Bundesligaspiele für den TSV. Nach langer Verletzungspause ist Robin Tabeling zurück und so etwas wie ein Neuzugang. Einzige externe Neuverpflichtung ist die Finnin Nanna Vainio. „Sie ist zwar nicht ganz so stark wie Sarah Walker, dafür aber nicht ständig verletzt – und sie verbessert sich ständig“, sagt Sabina Persson über die 24-Jährige.

Kaderstärke

Auf der Herrenseite sind Nikolaj Persson, Ary Trisnanto, Robin Tabeling und Jonathan Persson gesetzt. Als Ersatz steht Senatria Agus Setia Putra bereit. Bei den Damen sollen Nanna Vainio, Iris Tabeling und Maziyyah Nadhir spielen. Auf der „Ersatzbank“ wartet Annekatrin Lillie. Sabina Persson räumt ein: „Wir sind etwas schwächer, als letzte Saison.“

Konkurrenz

Trotz der Schwächung der eigenen Mannschaft ist das Saisonziel, den Klassenerhalt sicher zu erreichen, realistisch gewählt. Der TSV Neuhausen-Nymphenburg sowie Aufsteiger SG 1862 Anspach sind deutlich schwächer einzuschätzen. „Überhaupt ist die Liga wohl nicht mehr ganz so stark wie zuletzt“, meint Persson.

Olympia-Qualifikation

Mehrere Clubs werden während der Saison wohl mehrfach auf ihre Topspieler verzichten müssen – denn bei Einzelturnieren geht es in diesem und auch noch im kommenden Jahr um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Auch Vainio als dreimalige finnische Meisterin will in Brasilien dabei sein. Persson: „Wie es aussieht, lassen sich ihre Turnier-Termine aber mit dem Bundesliga-Spielplan vereinen.“

Die Auftakt-Gegner

Das Startprogramm hat es in sich. Mit Refrath und Mülheim sind gleich zwei Spitzenclubs zu Gast in der Sporthalle des Gymnasiums. Mülheim ist amtierender Vizemeister, gewann letzte Saison beide Spiele gegen TSV mit 4:2. Der TV Refrath hat sich nach Platz vier nochmals verstärkt und will in die Play-offs. Persson: „Das sind harte Gegner. Außerdem ist Ary Trisnanto nach seinem Urlaub noch nicht ganz fit.“ Mit zwei Unentschieden könnten die Gastgeber hochzufrieden sein.