Stormarn
Hockey

THC Ahrensburg steigt in die Verbandsliga ab

Schussversuch von Lennart Schlichtmann (r., THC Ahrensburg). Links mit Schutzmaske: Manuel Altenburg vom Hamburger Polo Club

Schussversuch von Lennart Schlichtmann (r., THC Ahrensburg). Links mit Schutzmaske: Manuel Altenburg vom Hamburger Polo Club

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Die Stormarner verlieren 1:6 gegen Polo und hoffen vergeblich auf Schützenhilfe. Trainer Führer peilt den direkten Wiederaufstieg an.

Ahrensburg.  Der Abstieg kam per SMS. Am letzten Spieltag der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein wurde über das Schicksal des THC Ahrensburg nicht am Ostring entschieden, wo die Hockeyherren aus der Schlossstadt erwartungsgemäß deutlich mit 1:6 (1:3) dem Meister Hamburger Polo Club unterlagen. Die Stormarner waren angewiesen auf die Schützenhilfe der Großflottbeker, die zeitgleich den 1. Kieler HTC zu Gast hatten. Und als kurz vor Schluss die Kunde vom Kieler Ausgleichstreffer die Runde machte, war klar: Der THC Ahrensburg ist in die Verbandsliga abgestiegen. Drei Saisonsiege waren einfach zu wenig.

Die Mannschaft, die sich in den letzten Jahren zu einem Experten in Sachen Abstiegskampf entwickelt hatte, nun aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gescheitert ist, nahm die Botschaft erstaunlich gefasst auf. Wie immer bedankten sich die Spieler brav bei den Zuschauern für die Unterstützung, und als Hockey-Vorstand Wolfgang Klahn höchstpersönlich einen Kasten Bier servierte, herrschte schon wieder heitere Aufbruchstimmung. Der Entschluss des Abends: In einem Jahr soll an selber Stelle der direkte Wiederaufstieg gefeiert werden.

Die zurückliegende Spielzeit bezeichnet Führer als „Seuchensaison“

Wie das funktioniert, weiß der Trainer auch schon: „Wir sind schon mal ab- und gleich wieder aufgestiegen. Das habe ich den Jungs auch gleich gesagt“, sagte Florian Führer nach dem letzten Saisonspiel. Vor vier Jahren hatten die Ahrensburger ebenfalls im Saisonfinale vergebens auf Schützenhilfe gehofft. Während damals völlig unklar war, wie es eine Klasse tiefer personell weitergeht, ist sich Führer diesmal sicher: „Mit diesem Team sowie den Rückkehrern ist der direkte Wiederaufstieg möglich.“ Die aktuelle Mannschaft werde zusammenbleiben, die Verletzten sowie der pausierende Kapitän Malte Jansen zurückkehren.

Die zurückliegende Spielzeit bezeichnete Führer als „Seuchensaison“. Nach dem Abgang einiger Leistungsträger hatte der THCA auch immer wieder mit Verletzungspech zu kämpfen – und dennoch wäre der Klassenerhalt durchaus möglich gewesen. „Zuletzt waren wir ja giftig dabei“, spielte Führer auf die Heimsiege gegen Kiel und den THC Altona Bahrenfeld an. „Aber wir haben zu luschig angefangen und kaum unsere Leistung abgerufen.“

Polo trat unter anderem mit Weltmeister Oliver Hentschel an

Ahrensburgs zunächst letztes Oberliga-Tor erzielte Leonard Binder in der 25. Minute zum zwischenzeitlichen 1:2. Für den unter anderem mit Weltmeister Oliver Hentschel angetretenen Hamburger Polo Club waren Julian Busch (3., 27. Minute), Barnim Kühl (13.), Johann Kühns (53.), Tim Witthaus (56.) und Florian Kniess (67.) erfolgreich. „Besonders in der ersten Halbzeit haben wir wirklich ordentlich gespielt“, sagte Führer.