Stormarn
Hockey

THC Ahrensburg bleibt noch eine letzte Chance

Einstige Bundesligaspieler unter sich: Rodin Duchow (links, THC Ahrensburg) im Zweikampf mit Jörg Schoenhardt vom Uhlenhorster HC III

Einstige Bundesligaspieler unter sich: Rodin Duchow (links, THC Ahrensburg) im Zweikampf mit Jörg Schoenhardt vom Uhlenhorster HC III

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Nach der 1:4-Niederlage beim Uhlenhorster HC III müssen die Stormarner ihr Heimspiel gegen den THC Altona-Bahrenfeld gewinnen.

Ahrensburg. Den einzigen Treffer erzielte ein Torwart. 50 Minuten waren gespielt in der Oberligapartie des THC Ahrensburg und dem Uhlenhorster HC III, als Jonas Ottmüller, eigentlich Ersatzkeeper bei den Stormarner Hockeyherren, in bester Mittelstürmer-Manier zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer abstaubte. Mit geschwellter Brust rannte der 18-Jährige mit dem unbekannten Gefühl eines Torschützen zur Mittellinie zurück und feuerte seine älteren Teamkollegen an. Doch es half alles nichts. Am Ende stand eine 1:4 (0:0)-Niederlage gegen den Angstgegner, zu viele Stammkräfte fehlten dem THCA, zu stark war der Gegner mit seinen früheren Bundesligaspielern.

Ahrensburg bleibt damit Tabellenletzter. Mindestens einen Sieg braucht die Mannschaft von Trainer Florian Führer noch, will sie den Abstieg in die Verbandsliga vermeiden. Zwei Spiele stehen noch aus, beide am heimischen Ostring. Doch schon die Partie gegen den THC Altona-Bahrenfeld am kommenden Sonnabend (13.30 Uhr) bezeichnete Führer als „die letzte Chance“. Denn eine Woche darauf ist mit dem Hamburger Polo Club der noch ungeschlagene Meister zu Gast. „Immerhin sind wir gegen Altona wieder fast vollzählig“, übte sich Führer in Optimismus, gleichwohl er merklich angesäuert war ob einiger strittiger Schiedsrichterentscheidungen und aufgrund der Abwehrfehler seiner Schützlinge.

Trainer Führer verletzte sich früh – Mittelhandbruch bei Olaf Elling

Kai Neuber fehlte gegen den UHC ein letztes Mal gesperrt, auch der angeschlagene Lennart Schlichtmann soll am kommenden Wochenende wieder dabei sein. Früher als erwartet griff Führer selbst wieder aktiv ein, stand an der noblen Anlage am Wesselblek sogar in der Startelf – bis nach wenigen Minuten doch wieder der Oberschenkel zwickte. „Ich habe in der Woche voll trainiert. Aber nach einem Sprint tat es weh. Es ist wohl wieder ein kleiner Faserriss“, sagte der Coach.

Schlimmer erwischt hat es Olaf Elling. Beim 4:3 gegen die 1. Kieler HTC vor einer Woche hat sich der Routinier doch eine Fraktur zugezogen, als er vom Ball an der linken Hand getroffen wurde. Nach dem Spiel war er noch von einer Prellung ausgegangen. Mit gegipstem linken Arm unterstützte er seine Teamkollegen von der Bank aus. Am heutigen Dienstag wird er operiert. „Es ist ein Mittelhandbruch. Immerhin hat mir der Arzt gesagt, dass es keine komplizierte Verletzung ist“, sagte Elling, der den Ahrensburgern somit im Saisonfinale schmerzlich fehlen wird. „Das ist der größte Verlust, er fehlt im Mittelfeld sehr“, sagte Führer.

Erst nach einer Viertelstunde starteten die Gäste erste Entlastungsangriffe

In den ersten Minuten gegen die Uhlenhorster sah es sogar so aus, als wären die Gäste absolut chancenlos. Die Hausherren erzwangen früh zwei Strafecken und mehrere gute Chancen. Erst nach einer Viertelstunde gelangen den Schlossstädtern erste Entlastungsangriffe.Nachdem der UHC sogar einen Siebenmeter vergab, ging es torlos in die Pause. Der THCA startete mit einer Doppelchance in den zweiten Durchgang – doch dann schlugen die Uhlenhorster binnen vier Minuten zweimal zu (47., 50. Minute).

„Die Leistung war insgesamt ordentlich, aber wir waren nicht wach genug“, sagte Führer. Besonders ärgerte er sich über den Auftritt nach Ottmüllers 1:2 (51.). Schon zehn Minuten später war die Partie nach einem weiteren Uhlenhorster Doppelschlag entschieden, bedingt durch viel zu passives Abwehrverhalten.

Ahrensburg muss nun siegen und ist zudem auf fremde Hilfe angewiesen

Die Ausgangslage ist nun also klar und nie war sie heikler für die Abstiegskampf-erprobten Ahrensburger. Ein Sieg gegen den THC Altona-Bahrenfeld ist Pflicht, zudem sind die Stormarner auf fremde Hilfe angewiesen. Einer der beiden Konkurrenten muss beide Spiele verlieren. Zum direkten Duell zwischen dem Großflottbeker THGC II und dem 1. Kieler HTC kommt es am letzten Spieltag. Vorher treffen die Kieler auf den zweitplatzierten Club an der Alster II und Großflottbek auf die drittplatzierte TG Heimfeld II.