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Ahrensburg

TTG meldet Rekordbeteiligung

1456 Tischtennisspieler gehen in 41 Wettbewerben in zwei Hallen an den Start

Ahrensburg. Neuer Teilnehmerrekord beim 45.Tischtennis-Winterturnier der TTG 207: 1456 Starter haben an vier Turniertagen in 41verschiedenen Wettbewerben in zwei Sporthallen des Schulzentrums Am Heimgarten sowie in der großen Sporthalle der Grundschule Am Reesenbüttel in 4133 Spielpaarungen ihre Sieger ausgespielt.

In Schichten sorgten rund 80 Helfer bis tief in die Nacht hinein für einen reibungslosen Ablauf. Die Organisation des Auf- und Abbaus erwies sich ebenfalls als Herausforderung: „39Tischtennisplatten sowie Dutzende von Trennwänden, die in sechs verschiedenen Sporthallen in Ahrensburg und Großhansdorf zwischengelagert werden, mussten an die Spielstätten transportiert und aufgestellt werden“, sagte Torben Günter.

Der Abteilungsleiter der Spielgemeinschaft aus Ahrensburg und Großhansdorf hat sich als IT-Projektmanager einer großen Hamburger Container-Reederei seine beruflichen Kenntnisse zunutze gemacht: „Als ich vor 16 Jahren in der Turnierleitung begann, stellte ich schnell fest, dass so eine riesige Veranstaltung ohne die entsprechende Software kaum durchführbar ist“, sagte der 35-Jährige.

Abteilungsleiter Günter möchte die Verantwortung weiter verteilen

Kurz entschlossen entwickelte der Ahrensburger ein speziell auf das traditionelle Stormarner Tischtennisturnier ausgerichtetes Computerprogramm. Günter: „Nach jedem Turnier finden wir immer wieder ein paar Dinge, die sich verbessern lassen, um eine möglichst reibungslose Tischbelegung und schelle Zuordnung der jeweiligen Spielpartner zu gewährleisten.“ Doch ohne ein gut aufeinander abgestimmtes Organisationsteam ist die Durchführung einer solchen Großveranstaltung kaum denkbar. „Jan Rundshagen, Gerrit Thunemann und ich bilden innerhalb des Organisationsteams eine durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre hervorragend eingespielte Führungsriege“, sagte Günter. „Doch in der Zukunft möchte ich die Verantwortung in der Turnierleitung auf mehrere Schultern verteilen.“

Günter integrierte fünf jugendliche TTGler im Alter von elf bis 15 Jahren in die Organisationsarbeit. Er sagte: „Ich hoffe, dass sie in einigen Jahren selbstständig einen Teilbereich der Turnierleitung übernehmen können.“

Mitglieder der TTG verteilten rund 5000 Ausschreibungen

Eine Mammutveranstaltung wie das Winterturnier bedarf entsprechender Werbung: Rund 5000 Ausschreibungen haben die Mitglieder der TTG in den vergangenen Monaten bei Tischtennis-Turnieren und Verbandsveranstaltungen im norddeutschen und Hamburger Raum verteilt. Günter: „Bei jedem unserer Auftritte in der Regionalliga hatten wir selbstverständlich ausreichend Infomaterial dabei und den gegnerischen Teams in die Hand gedrückt.“

Dass einem IT-Manager ganz banale Dinge Probleme bereiten können, beweist jedes Jahr aufs Neue die Verstärkeranlage in der Sporthalle des Schulzentrum Am Heimgarten. „Sie scheint noch älter als das Turnier selbst zu sein“, sagte Günter schmunzelnd. „Es ist immer wieder eine Herausforderung, das Ding zum Laufen zu bringen und auf eine akzeptable Lautstärke einzustellen.“ Der Computerfachmann weiß sich zu helfen. „Etwas an den Kabeln rütteln und mehrmals über die Kontakte wischen hilft meistens.“

Der über vier Tage anhaltende Dauerstress lässt Günter mittlerweile kalt. „Früher war ich sehr angespannt und habe teilweise überreagiert“, sagte der Ahrensburger. „Das wirkte sich negativ auf meine Teamkollegen aus. Zum Glück habe ich mittlerweile gelernt, dass Probleme sich wesentlich besser lösen lassen, wenn man ruhig bleibt.“

Das Winterturnier fand auch im Ausland Anklang: Drei Teilnehmer aus Polen, ein zwölfköpfiges Aufgebot aus Dänemark sowie drei Starter aus China verliehen dem Turnier mit ihrem Auftritt ein internationales Flair.

„Die Teilnehmer aus China waren drei Professoren der Central South University aus Changsha. Sie sind in der Herren-B-Konkurrenz angetreten“, so Günter. Die Reise nach Stormarn war für die Asiaten ebenso wie auch für Günter mit Behördenstress verbunden. „Für den Erhalt eines Ausreisevisums benötigten die Chinesen eine schriftliche Einladung“, sagte der Abteilungsleiter. Mehrfach musste er das Schriftstück neu aufsetzen. Torben Günter: „Entweder war ein Name falsch geschrieben oder das Geburtsdatum stimmte nicht.“