Ahrensburg

U-17-Basketballmädchen droht frühes Aus

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Henrik Bagdassarian

Jugendbundesligamannschaft des Ahrensburger TSV verliert zum Auftakt der Play-offs gegen Team Göttingen 52:88. Rückspiel ist am Sonntag.

Ahrensburg. Die U-17-Basketballmädchen des Ahrensburger TSV stehen in der ersten Play-off-Runde gehörig unter Druck. Beim Team Göttingen kassierten sie zum Auftakt eine deutliche 52:88 (23:47)-Niederlage. Am kommenden Sonntag, 24. März, können die "Wild Wings" diese Scharte auswetzen: Das Team aus Niedersachsen wird zum Rückspiel in der Sporthalle der Grundschule Reesenbüttel (14 Uhr) erwartet.

Da die Play-off-Runde im Modus "best of three" ausgetragen wird, hilft den Stormarnerinnen nur ein Sieg, um eine dritte Partie zu erzwingen. Nachteil: Das Team Göttingen hätte bei dieser alles entscheidenden Begegnung erneut Heimrecht.

Wollen die Ahrensburgerinnen ihre Chance auf ein Weiterkommen nutzen, müssen sie sich erheblich steigern. In Göttingen fand der Tabellendritte der Weiblichen-Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) Nord von Beginn an nicht ins Spiel. Das Trainerduo Marc Köpp/Katharina Kühn musste mit ansehen, wie die Gastgeberinnen - Tabellenzweiter der WNBL-Gruppe West - mit schnellem Spiel und guten Kombinationen frühzeitig für klare Verhältnisse sorgten.

Die gesamten 40 Minuten über wirkten die Stormarnerinnen in der Abwehr sehr zurückhaltend. Schlechtes Passspiel im Angriff führte zu vielen Ballverlusten, die der Gegner durch Fastbreaks eiskalt in leichte Punktgewinne ummünzte.

"Das Team Göttingen war uns in allen Belangen überlegen. Fast alle unserer Spielerinnen blieben weit unter Normalform", sagte Köpp. Für das Rückspiel hofft der Trainer auf eine Trotzreaktion. Er sagte: "Wenn wir den Kampf bedingungslos annehmen und körperlich stärker gegenhalten, wird der Spielverlauf am Sonntag anders aussehen."

In dieser wichtigen Saisonphase wird in Reihen der Ahrensburgerinnen ein hoher Kräfteverschleiß erkennbar. Sorgen bereitet Köpp der durch Verletzungen weiterhin stark dezimierte Kader. "Josina Großmann, Lilli Stenzel, Yasmin Martens, Teresa Warnke und Carina Kellermann werden uns noch für längere Zeit fehlen", sagte er und fügt an: "Ob Clara Schwartz am Sonntag wieder fit sein wird, bleibt abzuwarten." Die 16 Jahre alte Leistungsträgerin ging bereits angeschlagen in die Partie. Nach sieben Minuten war das Spiel dann endgültig für sie vorbei. Wegen eines umgeknickten Fußes musste sie den weiteren Spielverlauf notgedrungen von der Bank aus verfolgen.

Mit der 15-jährigen Jasmin Zimmermann war eine weitere Leistungsträgerin nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Grippegeschwächt biss sie die Zähne zusammen und zeichnete sich mit 16 Punkten als beste Werferin der Stormarnerinnen aus. Forward Kaja Witkowski erhält von Köpp nur minutenweise Spielpraxis - die 15-Jährige plagt seit Wochen ein Unwohlsein.

Die Vorzeichen für einen Einsatz von Aufbauspielerin Merle Bitter standen ebenfalls alles andere als gut: Wenige Stunden vor Spielbeginn kehrte die 15-Jährige zusammen mit ihren Eltern von einer gemeinsamen Urlaubsreise aus den USA zurück. Vom Flughafen Frankfurt aus fuhr Merle direkt zur Spielstätte nach Göttingen, wo sie erst einige Minuten nach Beginn des ersten Viertels eintraf. "Merle benötigte im zweiten Durchgang ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Trotz Jetlags überzeugte sie anschließend als spielfreudigste und zweikampfstärkste Spielerin", sagte Teammanager Stefan Möller.

Auf das Trainergespann Köpp/Kühn wartet viel Arbeit - unabhängig vom Erfolg in den Play-offs. "Beim Team Göttingen habe ich die Handschrift einer jahrelangen Aufbauarbeit erkennen können. Die Mannschaft war zu einhundert Prozent auf dieses Spiel ausgerichtet", sagte Köpp. "Diese Entwicklung streben wir in Ahrensburg ebenfalls an."

Die weiteren Punkte für den Ahrensburger ATSV erzielten: Merle Bitter (13), Jennifer Struve (9), Nora Reimann (6), Kaja Witkowski (4), Mirja Beckmann, Yasmin Martens (je 2).

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