Reinfeld

HSG Reinfeld/Hamberge hat die Oberliga vor Augen

Die Handballfrauen der HSG Reinfeld/Hamberge erwarten am Sonnabend THW Kiel zum vorentscheidenden Spiel. Zwei Neue verpflichtet.

Reinfeld. Mitten in der heißen Phase im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga vermeldet die HSG Reinfeld/Hamberge zwei Neuzugänge. Sandra Bernert und Sina Rostock wechseln von der HSG Tills Löwen in den Norden Stormarns. Beide Handballerinnen werden bereits Ende März - nach dem letzten Spieltag der Landesliga Süd - am Training des Schleswig-Holstein-Liga-Aufsteigers teilnehmen.

Die 23 Jahre alte Polizeibeamtin Bernert soll als Kreisspielerin für mehr Durchschlagskraft im Reinfelder Angriff sorgen. Die zwei Jahre jüngere Rostock kann variabel im linken oder rechten Rückraum eingesetzt werden. "Sandra und Sina passen perfekt in unser Spielsystem", sagt Detfred Dörling. Der Handball-Trainer will weiter auf dem Transfermarkt zuschlagen: "Wir benötigen eine Spielerin für die Linksaußen-Position und eine für den Rückraum", sagt Dörling, der in der kommenden Spielzeit auf Madeline Feierabend verzichten muss. Die Linksaußen wird aus beruflichen Gründen ihre Sportschuhe an den Nagel hängen. Antje Beth und Sonja Rau werden ihre mehr als drei Jahrzehnte andauernde Handballkarriere ebenfalls beenden.

Drei Spieltage vor Saisonende steht für die Reinfelder Spielgemeinschaft allerdings nicht fest, in welcher Liga sie in der kommenden Saison spielen wird (siehe Text rechts).

Am kommenden Sonnabend, 16. März, wartet die nächste schwere Aufgabe auf den Tabellendritten: Mit dem THW Kiel kommt der Spitzenreiter in die Sporthalle der Reinfelder Immanuel-Kant-Schule (20 Uhr, Schützenstraße). Dörling erwartet einen heißen Tanz: "Die Kielerinnen wollen gewinnen, und wir müssen unbedingt punkten, um die Entscheidung um Platz zwei weiterhin in eigener Hand zu haben."

Er hofft auf ein echtes Endspiel um Platz zwei, wenn am letzten Spieltag (20. April) die mit einem Punkt Vorsprung auf Tabellenrang zwei liegende SG Oversee/Jarplund-Weding nach Reinfeld kommt. "Und ein Sieg am vorletzten Spieltag beim Tabellenletzten Münsterdorfer SV ist auch nicht so selbstverständlich, wie er auf dem Papier erscheint", so der Coach, der sich die immer wieder auftretenden Leistungsschwankungen seiner Mannschaft nicht erklären kann.

So auch am vergangenen Spieltag, als die Stormarnerinnen nach guter erster Halbzeit beim Tabellenachten Slesvig IF mit 25:29 (17:14) unterlagen. "Nach einer 19:14-Führung im zweiten Spielabschnitt hatte die Mannschaft wieder einmal einen kollektiven Blackout", sagt der 58-Jährige.

Die Reinfelderinnen fanden nach dem Seitenwechsel gegen anstürmende Schleswigerinnen nicht die richtigen Mittel und kassierten Tore wie am Fließband. Im Angriff wurden dagegen beste Möglichkeiten kläglich vergeben. Das Fazit von Detfred Dörling nach dem Schlsspfiff: "Acht Treffer in einer Halbzeit sind einfach zu wenig."

Die Treffer der HSG Reinfeld/Hamberge erzielten: Rika Tonding (6), Laura Beth, Janine Sachse (je 3), Madeline Feierabend (3/3), Jessica Fuhlbrügge, Kerstin Albrecht, Lara Zube, Lina Tonding (je 2), Sandra Fuhlbrügge, Lena Powierski (je 1).