Stormarn

Rosenbauer gewinnt 50. Dressur-Derby

Dabei war der Lütjenseer als Vierter der Qualifikation eigentlich gar nicht für das Finale qualifiziert

Grönwohld. Jubelnd reckte Falk Rosenbauer (PS Granderheide) seinen Zylinder in die Höhe. Der 37-Jährige aus Lütjensee gewann völlig überraschend das 50. Deutsche Dressur-Derby in Klein Flottbek. Als klarer Außenseiter ins Finale gegangen, überzeugte der mehrmalige Landesmeister vor 4000 Zuschauern besonders auf den für ihn fremden Pferden Helenenhof's Carabas und Le Bo seiner beiden Konkurrenten. "Ich bin unheimlich stolz auf diesen Sieg. Das ist mein größter Erfolg", sagte der neue Derbysieger.

Zuletzt ging der Derbysieg vor zwölf Jahren auf den Grönwohldhof

Dabei lief die Prüfung für Rosenbauer mit seinem neunjährigen Hengst Desperados nicht wie gewünscht. Angesichts von 108 Punkten Rückstand nach dem ersten Durchgang deutete zunächst nichts auf einen Sensationssieg des Stormarner Dressurreiters hin. "Mir kam sicher entgegen, dass ich immer viele verschiedene Pferde reite. Dies kenne ich ja auch vom Berufsreiter-Championat", sagte Rosenbauer. Im Gegensatz zu seinen Finalkollegen Oliver Luze (Wiesbadener RFC) und Carola Koppelmann (Kehdinger RC) ist ihm ein Pferdewechsel sehr wohl vertraut.

Für den Grönwohldhof, wo Rosenbauer arbeitet, ist es der erste Erfolg in Hamburg seit zwölf Jahren. 1998 hatte Karin Rehbein das Derby mit ihrem legendären Erfolgspferd Donnerhall gewonnen. Nach der Siegerehrung vor großer Kulisse im Springreiter-Stadion begab sich Rosenbauer ins VIP-Zelt: "Jetzt wird gefeiert."

Als Vierter der Qualifikation am vergangenen Donnerstag hatte er vom Verzicht der drittplatzierten Belgierin Vicky Smits-Vanderhasselt profitiert, deren Stute Daianira van de Helle sich verletzte. Rosenbauer: "Am Sonnabendmittag erfuhr ich, dass ich im Finale am Sonntag starten darf." In der Grand-Prix-Kür belegte Rosenbauer mit Desperados zudem den vierten Platz. Dem Pferd gönnt er nun eine vierwöchige Pause.

Oatley und Rehbein im MedienCup auf den Plätzen fünf und sechs

Kristy Oatley (RFV Trittau) wurde mit dem zehnjährigen Hengst Ronan im MedienCup für Nachwuchspferde Fünfte vor ihrer Vereinskollegin Rehbein mit dem zehnjährigen Wallach Don Pepino auf Rang sechs. Rehbein belegte zudem mit Hengst Down Under den zwölften Platz. Marie-Theres Bahn (PS Granderheide) schaffte mit dem elfjährigen Wallach Quanderas Platz sechs in einer Dressurprüfung der Klasse S*, in derselben Kategorie erreichte ihre Vereinskameradin Franziska Gedamke-Thater Platz neun mit Daedalus.