Bad Oldesloe

Inzidenzwert in Stormarn steigt – Bundeswehr bleibt vor Ort

Verstärken die Kapazitäten des Kreisgesundheitsamtes in Bad Oldesloe: sieben Hilfskräfte der Bundeswehr. Mit auf dem Bild: Frank Menning (3. v. l.) von der Wehrtechnischen Dienststelle 71 in Eckernförde.

Verstärken die Kapazitäten des Kreisgesundheitsamtes in Bad Oldesloe: sieben Hilfskräfte der Bundeswehr. Mit auf dem Bild: Frank Menning (3. v. l.) von der Wehrtechnischen Dienststelle 71 in Eckernförde.

Foto: Kreis Stormarn

Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes „an der Belastungsgrenze“. Einsatz ziviler Truppenangehöriger dauert vorerst bis Ende November.

Bad Oldesloe.  Die Bundeswehr ist noch bis mindestens Ende November in Stormarns Kreisgesundheitsamt im Einsatz. „Das Amtshilfeersuchen wurde um einen Monat verlängert“, sagt Kreissprecher Michael Drenckhahn zum Abendblatt. Seit dem 15. Oktober sind sieben zivile Truppenangehörige in der Behörde in Bad Oldesloe im Einsatz.

36 registrierte Fälle mehr als am Vortag

Die Angestellten der Wehrtechnischen Dienststelle 71 (WTD 71) in Eckernförde unterstützen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen positiv auf das Coronavirus Getesteter. „Angesichts der drastisch steigenden Infektionszahlen im Kreis arbeiten unsere Mitarbeiter an der Belastungsgrenze“, hatte Christiane Clobes, die Chefin des Gesundheitsamtes, das Amtshilfeersuchen begründet.

Bis Dienstagmittag stieg die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Stormarn erneut erheblich an. Sie liegt jetzt bei 944, das sind 36 mehr als am Vortag. Der Inzidenzwert, der die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen angibt, liegt jetzt bei 65. Derzeit sind 246 Stormarner in Quarantäne, 659 Erkrankte gelten als genesen, 35 starben mit Covid-19.

Sieben Covid-Patienten in Reinbeker Klinik

Auch das St. Adolf-Stift erlebt seit vielen Monaten ohne Covid-Patienten oder nur einzelnen Patienten auf der Isolierstation wieder einen Anstieg, wie der ärztliche Direktor Prof. Stefan Jäckle bestätigt. Aktuell werden sieben Erkrankte in der Klinik behandelt. Zwei von ihnen liegen auf der Intensivstation und werden beatmet.

„Die sieben Patienten sind zwischen 43 und 83 Jahren alt und haben nicht alle eine schwere Vorerkrankung“, so Jäckle.Die Klinik sei im Falle eines weiteren Anstiegs der Corona-Infektionszahlen jederzeit in der Lage, Bettenkapazitäten auf der Isolierstation zu erweitern. Auf der Intensivstation werden zehn von zwanzig Betten für die Behandlung von Coronapatienten vorbehalten. Jäckle: „Wenn das Gesundheitsministerium die Ampel von grün auf gelb oder rot stellt, werden Krankenhäuser wie im April planbare, nicht lebensbedrohliche Eingriffe verschieben, um Personal und Geräte für die Versorgung von Covid-Patienten freistellen zu können.“