Reinbek. Lichterglanz und stimmungsvolle Atmosphäre sind rund um Schloss Reinbek garantiert. Und dann gibt es noch einen Markt, der anders ist.

Das Warten hat ein Ende und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Viel Zeit bleibt nicht mehr, wenn am morgigen Sonnabend, 9. Dezember, um 13 Uhr der lang ersehnte Weihnachtsmarkt im und am Reinbeker Schloss eröffnet wird.

Der ist weit über Reinbek hinaus wegen seiner stimmungsvollen Atmosphäre und mit der märchenhaften Kulisse des Renaissancebaus bei Besuchern beliebt, zumal er in den vergangenen Jahren während der Pandemie und der Energiekrise in einer sehr abgespeckten Version daher kam.

Zwei Weihnachtsmärkte in Reinbek: Am Schloss und erstmalig in Ohe

In diesem Jahr aber verspricht er unter der Organisation der Stadt wieder so zu werden, wie ihn die Reinbeker von früher kennen mit Kinderkarussell, Weihnachtsmann, einer Bühne für die Auftritte von Reinbeker Chören und Orchester sowie 50 Ständen im und ums Schloss. Geöffnet ist der Markt, der in diesem Jahr den neuen Namen Reinbeker Weihnacht trägt, am Sonnabend von 13 bis 21 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Konkurrenz bekommt der Weihnachtsmarkt am Schloss am Sonntag, 10. Dezember, von einem Weihnachtsmarkt rund um die St. Michaelis-Kapelle im Reinbeker Stadtteil Ohe.
Von Konkurrenz würde Klaus-Peter Bahr nicht sprechen, eher von Adventsfest. „Der Markt ist mit fünf Buden eher eine Miniversion von einem Weihnachtsmarkt“, sagt Bahr. Dennoch ist der Vorsitzende des Oher Bürgervereins stolz, dass sie erstmalig zusammen mit der Kirchgemeinde diesen Markt auf die Beine gestellt haben. „Die Vorbereitungen laufen seit Sommer“, berichtet Brigitta Schultz, Vorsitzende des Kirchengemeinderates.

Der Bürgerverein Ohe und die Kirchengemeinde freuen sich auf das erste gemeinsame Adventsfest in Ohe: v.l.: Marianne Poppe, Birgit Voß, Birgitta Schultz, Markus Althoff, Kerstin Fleischer, Eduard Balzasch, Klaus-Peter Bahr und Silke Althoff. Rutke
Der Bürgerverein Ohe und die Kirchengemeinde freuen sich auf das erste gemeinsame Adventsfest in Ohe: v.l.: Marianne Poppe, Birgit Voß, Birgitta Schultz, Markus Althoff, Kerstin Fleischer, Eduard Balzasch, Klaus-Peter Bahr und Silke Althoff. Rutke © Rutke | Stephanie Rutke

Rettung vom Oher Dorfkiosk „Kiek in“ ist gelungen

Von 15 bis 18 Uhr gibt es am zweiten Advent in der Kirche Kaffee und Kuchen sowie ein Bastelangebot für Kinder. Ab 16.30 Uhr liest Helga Murach Geschichten aus Ohe auf Platt. Ab 17 Uhr lädt der Kirchenchor ein zum Offenen Singen, dazu spielt die Rentner-Kapelle namens Statt stricken.

An den fünf Buden vor der Kirche gibt es kleine Geschenke, Glühwein, Punsch, Wurst und heiße Waffeln. Die Jugendfeuerwehr lädt zum Stockbrotessen ein.

An einer Bude können die Besucher ihr Portemonnaie stecken lassen. Sie steht unter dem Motto „Geben und Nehmen“. „Die Idee hierzu stammt aus Schweden“, erklärt Klaus-Peter Bahr, Vorsitzender des Oher Bürgervereins. Hier können Gegenstände abgegeben werden, die man nicht braucht, von denen man aber meint, dass andere sich darüber noch freuen würden. Zugleich kann sich jeder vom Stand nehmen, was er gebrauchen kann.

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Bahl ist gespannt, wie der kleine Markt angenommen wird und ob er ebenso eine Erfolgsmeldung wird wie die Rettungsaktion des Dorfkiosks Kiek in. Dessen vorherige Betreiber hatten mangels Nachfrage aufgegeben. Die Oher aber wollten auf ihren Kiosk nicht verzichten und gründeten einen Verein. Sieben Monate später freut sich Bahl, verkünden zu können, dass die Rettung gelungen ist: „Wir haben stabile Umsätze und eine stabile Mannschaft und freuen uns über viel Wertschätzung.“ Den Ehrenamtlichen macht die Arbeit in dem Kiosk sogar so viel Spaß, dass sie ihn auch Heiligabend und Silvester öffnen.