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Krankenhäuser in Stormarn verhängen Besucherstopp

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Patienten im Reinbeker Krankenhaus St. Adolf-Stift können nur noch in Ausnahmefällen Besuch von Angehörigen erhalten.

Patienten im Reinbeker Krankenhaus St. Adolf-Stift können nur noch in Ausnahmefällen Besuch von Angehörigen erhalten.

Foto: Picasa / HA

Kliniken reagieren auf drastischen Anstieg bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Welche Ausnahmen für Angehörige jetzt gelten.

Grosshansdorf/Reinbek. Angesichts der dramatisch ansteigenden Corona-Infektionszahlen haben die Krankenhäuser in Stormarn die Regelungen für Besucher wieder verschärft. Ab sofort gilt grundsätzlich ein Besucherstopp, Angehörige von Patienten dürfen die Kliniken nur noch in Ausnahmefällen betreten. Dadurch soll verhindert werden, dass das Virus von außen in die Einrichtungen getragen wird.

Krankenhäuser verhängen Besucherstopp wegen verschärfter Corona-Lage

„Die Verläufe von Covid-19 sind bei bereits vorerkrankten oder durch eine Operation geschwächten Patienten besonders schwer. Vor dieser Gefahr müssen wir unser Krankenhaus so effizient wie möglich schützen“, begründet das Reinbeker St. Adolf-Stift den Schritt. Ausnahmen von dem Besuchsverbot gelten für Angehörige von Schwerstkranken und Sterbenden und Väter von Neugeborenen. Ein Besuch von Großeltern, Geschwisterkindern oder Freunden ist auf der Mutter-Kind-Station hingegen nicht erlaubt.

Ausnahmen gibt es für werdende Väter und Angehörige von Palliativpatienten

Werdende Väter oder eine andere Person dürfen die Mutter zur Geburt in den Kreißsaal begleiten. Patienten können jeweils nur einen Besucher zur Zeit empfangen. Lediglich Palliativpatienten können auch von zwei Angehörigen zeitgleich Besuch erhalten. Auch bei ambulanten Terminen ist eine Begleitung durch Angehörige in Einzelfällen nach Rücksprache möglich.

Asklepios-Klinik in Bad Oldesloe hat Regelungen für Besucher bislang nicht verschärft

Die LungenClinic in Großhansdorf erlaubt ausschließlich Besuche von Angehörigen lebensbedrohlich Erkrankter und von Notfallpatienten nach Rücksprache mit dem Dienstarzt. Die Klinik Manhagen sieht Ausnahmen für Patienten mit Demenz und minderjährige Patienten vor. Einzig die Asklepios-Klinik in Bad Oldesloe hat die Besuchsregelung bislang nicht verschärft.

Landesregierung überlässt Krankenhäusern Entscheidung über Beschränkungen

Nach Angaben einer Sprecherin könne vorerst wie bislang weiterhin jeder Patient maximal einen Besucher am Tag für eine Stunde empfangen. Die neue Corona-Landesverordnung erlaubt es Krankenhäusern, die Regelungen für Besuche individuell festzulegen. Unabhängig davon gilt für Angehörige, dass diese vollständig geimpft, genesen oder getestet sein müssen, damit sie eine Klinik betreten dürfen.

( fsn )

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