Stormarn

Hamburgerin stirbt auf A1: Todesraser-Prozess verschoben

Verhandlung vor dem Schöffengericht Lübeck findet nun im Mai statt. Der BMW-Fahrer war damals betrunken und unter Drogen unterwegs.

Hamberge. Die für Dienstag, 13. April, angesetzte Verhandlung um fahrlässige Tötung im Straßenverkehr vor dem Schöffengericht Lübeck wurde wegen Krankheit der Richterin kurzfristig abgesagt und auf den 11. Mai verschoben. In dem Prozess muss sich ein 35-Jähriger dafür verantworten, dass er – so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft – betrunken (2,2 Promille) und nach Konsum von Kokain auf der Autobahn 1 bei Hamberge mit seinem BMW Cabrio mit rund 200 km/h in einen vor ihm fahrenden Smart gekracht war.

Todesfahrer-Prozess muss verschoben werden

Die 30 Jahre alte Hamburgerin starb noch an der Unfallstelle. Sie war die Nichte des Hamburger SPD-Politikers Kazim Abaci, der nach dem Unfall öffentlich um die junge Frau trauerte. Auf einer bewegenden Feier nahmen kurz darauf etwa 600 Trauergäste von der jungen Frau Abschied. Die 30-Jährige hatte mit ihren Eltern und dem jüngeren Bruder einige Jahre in Bergedorf gelebt.

Damals sah die Unfallstelle wie ein Trümmerfeld aus. Der Smart wurde laut Polizei durch den Aufprall rund 325 Meter nach vorn katapultiert. Als die Rettungskräfte eintrafen, stand der BMW unmittelbar hinter dem Kleinwagen an der Leitplanke. Die A 1 blieb in Fahrtrichtung Süden fünf Stunden lang voll gesperrt.

( tj )

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