Politik

Wegen Corona: Stormarns SPD verschiebt Kreisparteitag

Mehmet Dalkilinc und Marion Meyer wollen die neue Doppelspitze der Kreis-SPD bilden und Tobias von Pein ablösen.

Mehmet Dalkilinc und Marion Meyer wollen die neue Doppelspitze der Kreis-SPD bilden und Tobias von Pein ablösen.

Foto: Timon Kronenberg

Eigentlich sollten ein neuer Vorstand sowie Delegierte für die Bundestagswahl gewählt werden. Das soll nun im Januar nachgeholt werden.

Bad Oldesloe.  Der für Sonnabend, 31. Oktober, geplante Kreisparteitag der Stormarner SPD ist kurzfristig abgesagt worden. „Grund ist die angespannte Situation um die Corona-Pandemie“, so Lukas Zeidler, stellvertretender Vorsitzender und Pressesprecher des Stormarner SPD-Kreisverbandes. „Die gesamte SPD Schleswig-Holstein und ihre Gliederungen werden im November auf jegliche Präsenzveranstaltungen verzichten, um ihren Beitrag zu den weitgehenden Corona-Beschränkungen zu leisten“, so Zeidler. „Darauf haben sich die schleswig-holsteinischen SPD-Kreisvorsitzenden zusammen mit der Landesvorsitzenden Serpil Midyatli auf einer kurzfristig anberaumten Videokonferenz am Donnerstagabend verständigt.“

Noch am Dienstagabend hatte der Kreisvorstand der Stormarner SPD beschlossen, den seit Langem geplanten Kreisparteitag in der Oldesloer Stormarnhalle trotz der Corona-Situation durchzuführen. Mehr als 80 Teilnehmer waren erwartet worden. Damit hätte man die bestehende Grenze von 100 Menschen bei derartigen Veranstaltungen einhalten können.

Alter Vorstand bleibt im Amt

Bei der SPD in Stormarn hätten am Sonnabend große personelle Veränderungen angestanden. Weite Teile des Vorstandes und der bisherige Vorsitzende Tobias von Pein hatten bereits angekündigt, nicht erneut zu kandidieren. Für den Vorsitz kandidiert, wie berichtet, mit Marion Meyer (55/Barsbüttel) und Mehmet Dalkilinc (35/Bargteheide) erstmals eine Doppelspitze. Um diese Konstellation zu ermöglichen, bedarf es einer Satzungsänderung. Bis zu einer Neuwahl des Vorstandes bleibt das Gremium im Amt. „Tobias von Pein hat angekündigt, Genossinnen und Genossen, die eine Kandidatur für den neuen Vorstand bereits öffentlich gemacht haben, in der verbleibenden Zeit einbinden zu wollen“, so Lukas Zeidler. Auf dieses Vorgehen habe sich der amtierende Vorstand geeinigt.

Ebenfalls nicht stattfinden kann nun die geplante Wahl der Delegierten für die Aufstellung einer Landesliste zur Bundestagswahl. Der Parteitag soll nach bisherigen Planungen im Januar nachgeholt werden.