Erneuerung

Sanierung der Kreisstraße 80 soll im Frühjahr 2021 beginnen

Ein Verkehrsschild weist auf eine Baustelle hin.

Ein Verkehrsschild weist auf eine Baustelle hin.

Foto: Christian Ohde / picture alliance

Stormarns Kreisverwaltung rechnet mit Bauzeit von vier bis fünf Monaten. Statt Deckensanierung wird eine grundhafte Erneuerung nötig.

Reinbek.  Die K 80 zwischen Reinbek und Glinde gilt mit täglich 25.000 passierenden Fahrzeugen als die meistbefahrene Kreisstraße Stormarns und gehört nachweislich zu den wichtigsten Verkehrsverbindungen im Süden des Kreises. Genau das ist ihr allerdings auch anzumerken. Die hohe Frequenz, insbesondere des Schwerlastverkehrs, hat deutliche Spuren auf den Fahrbahnen hinterlassen. Eine Sanierung ist nach Ansicht vieler dringend geboten. Vorgesehen war sie bereits für dieses Jahr. Nun ist sie definitiv ins erste Halbjahr 2021 verschoben worden.

Erneuerung der Fahrbahn vor 2021 war nicht realistisch

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. „Zunächst hatte die bereits seit Längerem geplante und ebenfalls notwendigen Erneuerung der Möllner Landstraße als Teil der Landesstraße 94 Vorrang“, sagt Thilo Scheuber, Bauamtsleiter der Kreisverwaltung in Bad Oldesloe. Für diese Maßnahme sei die K 80 als Entlastungsstraße benötigt worden, was einen parallelen Baustart ausgeschlossen habe.

Forderungen der CDU-Kreistagsfraktion nach einer Sanierung der Kreisstraße im Mai dieses Jahres hatte die Kreisverwaltung eine Absage erteilt, weil die Finanzmittel für das Deckenerneuerungsprogramm des Kreises für 2020 bereits ausgeschöpft waren. „Hinzu kam, dass im Verlauf der K 80 zusätzlich noch zwei Brücken saniert werden müssen. Deshalb war eine Erneuerung der Fahrbahn vor 2021 nicht realistisch“, so Scheuber.

Einfache Deckenerneuerung reiche nicht aus

Dringend sanierungsbedürftig ist unter anderem die Brücke über die K 80 im Verlauf des Oher Wegs zwischen Glinde und Neuschönningstedt. Die Mängel machen laut Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) „eine grundhafte Instandsetzung“ der Plattenbalkenbrücke für 250.000 Euro notwendig.

Zu einem ähnlichen Befund sind die LBV-Spezialisten später auch bezüglich der Kreisstraße 80 gekommen. „Danach ist eine einfache Deckenerneuerung nicht ausreichend. Durch tiefergehende Schäden muss die K 80 nun auf eine Länge von 3,6 Kilometern grundhaft erneuert werden“, erklärt Scheuber. Dabei wird neben der Deck- auch die Tragschicht der Straße abgetragen und anschließend wieder komplett hergestellt.

Statt 900.000 werden nun 3,5 Millionen Euro fällig

Statt 900.000 Euro wird die Sanierung nun voraussichtlich mit 3,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. 50 Prozent davon wären allerdings förderfähig. Das Bauamt der Kreisverwaltung rechnet mit einem Zuschuss von mindestens 1,5 Millionen Euro aus Finanzhilfen des Bundes nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG).

Baubeginn soll laut aktuellen Planungen im ersten Halbjahr des kommenden Jahres sein. Für die Maßnahme wird mit einer Sperrung von vier bis fünf Monaten gerechnet. Darauf sollten sich Pendler rechtzeitig einstellen.