Reinbek

Landesforsten sanieren die Wege im Vorwerksbusch

Förster Fritz-Ole Wolter erläutert den Holzeinschlag im Vorwerksbusch.

Förster Fritz-Ole Wolter erläutert den Holzeinschlag im Vorwerksbusch.

Foto: Susanne Tamm

Für die Arbeiten müssen die Wege zeitweise gesperrt werden, Spaziergänger und Fahrradfahrer deshalb kurzzeitig Umwege in Kauf nehmen.

Reinbek. Nicht nur für die Spaziergänger und Radfahrer, sondern auch für die forstwirtschaftlichen Fahrzeuge sanieren die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten von Anfang kommender Woche an die Wege im Vorwerksbusch. „Wir lassen etwa 1,1 Kilometer Wege ausbaggern und dort neues Material aufbringen“, sagt Reinbeks Förster Fritz Ole Wolter.

Arbeiten könnten nach „Großbaustelle“ aussehen

Das Wegebaumaterial bestehe aus gebrochenem Naturstein, meist Granit. 650 Tonnen habe er davon bestellt. „Für die Radfahrer, und um ihre Reifen zu schonen, haben wir extra ein weniger grobes Material bestellt“, sagt Wolter. Im Prinzip geht es aber darum, die Wege auch für nasses Wetter zu befestigen.

Am Anfang könnten die Arbeiten auch nach „Großbaustelle“ aussehen, räumt Fritz Ole Wolter ein. „Aber auch wenn viel Erde bewegt wird, werden die Wege nicht verbreitert. Die bestehenden Wege bleiben so, wie sie sind. Sie werden mit der Zeit auch wieder zuwachsen.“ Die Erde müsse deshalb bewegt werden, weil ein neues Wegeprofil hergestellt wird, um das Niederschlagswasser besser abzuleiten.

Spaziergänger müssen mit Sperrungen rechnen

Die Arbeiten seien auch eine Vorbereitung auf die nächste Holzernte im Vorwerksbusch, die im kommenden Winter (zwischen November und März) ansteht – direkt neben dem Areal, in dem im November 2019 gefällt worden ist.

20.000 Euro investieren die Landesforsten in die Befestigung der Wege in dem etwa 75 Hektar großen Gehölz. Für die Arbeiten müssen die Wege zeitweise auch gesperrt werden, Spaziergänger und Fahrradfahrer deshalb kurzzeitig Umwege in Kauf nehmen. „Die Arbeiten können sich zwei Wochen hinziehen“, so der Förster.

Bis zu 160 Jahre alte Buchen und Eichen

„Die Sperrungen dauern meist nicht lange, aber wir bitten die Spaziergänger, die Schilder zu beachten“, mahnt Wolter. „Unter den schweren Maschinen hindurchzugehen, kann gefährlich werden. Die Wege sind nicht ohne Grund gesperrt.“

Im vergangenen Jahr war bereits auf elf Hektar Holz geerntet worden – nach 15 Jahren, in denen nicht mehr gefällt worden war: Buchen, Eichen, Lärchen, Fichten und Roteichen waren dabei. Dabei sind in der Forstwirtschaft eigentlich Zehn-Jahres-Rhythmen üblich. Die Habitat-Bäume sollen stehenbleiben und richtig alt werden: Im Vorwerkbusch wachsen bis zu 160 Jahre alte Buchen und Eichen.