Siek

Verkehrsbehörde lehnt Schwimmbadplan an L 224 ab

Ein erster Entwurf zeigt, wie das Schwimmbad in Siek aussehen könnte.

Ein erster Entwurf zeigt, wie das Schwimmbad in Siek aussehen könnte.

Foto: Förder- und Betreiberverein Schwimmbad Siek

Landesbetrieb befürchtet Verkehrsbehinderungen durch an- und abfahrende Fahrzeuge. Der Straßenabschnitt sei als Ortsumgehung geplant.

Siek. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) hält die Pläne für den Bau eines Schwimmbads an der Landesstraße 224 in Siek, auf Höhe der Tennisplätze, aus verkehrstechnischen Gründen für nicht umsetzbar. Das bestätigt eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage dieser Zeitung. Sie sagt: „Das betreffende Grundstück liegt an der freien Strecke der L 224.“ Dieser Teilabschnitt der Straße sei als Ortsumgehung von Siek geplant und gebaut worden. „Der Bau eines Schwimmbads mit dem entsprechenden zu- und abfahrenden Verkehr würde eine Beeinträchtigung des Verkehrs auf der L 224 bedeuten“, sagt die LBV-Sprecherin. Deshalb sei auf eine Voranfrage der Gemeinde Siek hin eine Ausnahmegenehmigung für das Schwimmbad und eine Sondernutzungserlaubnis für die Zufahrt abgelehnt worden.

Vorsitzender des Fördervereins will für Projekt kämpfen

Wie berichtet, hält der Förder- und Betreiberverein des geplanten Hallenbads den Standort gegenüber dem Gewerbegebiet Jacobsrade für ideal, weil er für Schulkinder aus Großhansdorf, Sieker Bürger und auswärtige Besucher gut erreichbar sei, wie der Vorsitzende Götz Reppel sagt. Der 64-Jährige will weiter für den Bau an dieser Stelle kämpfen, den LBV mit einem ausgearbeiteten Konzept doch noch überzeugen.

Die Pläne sehen ein 25-Meter-Becken mit acht Bahnen sowie zwei separate Bewegungsbecken für Fitness- und Gesundheitstraining vor. Baubeginn könnte voraussichtlich frühestens Mitte 2021 sein. Die Kosten schätzt der Verein derzeit auf sieben bis neun Millionen Euro. Hinzu kommen jährliche Betriebskosten in Höhe von rund 250.000 Euro. Das Hallenbad soll nicht öffentlich zugänglich sein, sondern von Vereinen, Schulen und Volkshochschulen angemietet werden können.

( jjd )

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