Stormarn
Gesellschaft

Großer Andrang beim Neujahrsempfang in Trittau

Begrüßten alle Gäste persönlich mit Handschlag: Bürgermeister Oliver Mesch und Bürgervorsteherin Ulrike Lorenzen.

Begrüßten alle Gäste persönlich mit Handschlag: Bürgermeister Oliver Mesch und Bürgervorsteherin Ulrike Lorenzen.

Foto: Elvira Nickmann

Bürgermeister und Bürgervorsteherin begrüßen die Gäste in der Wassermühle. Sie blicken zurück und schauen voraus.

Trittau. Schon bei der Ankunft in der Wassermühle hatten es die meisten Gäste des Neujahrsempfangs der Gemeinde Trittau am Freitagabend eilig, in den ersten Stock zu gelangen. Grund: Platzmangel. Wer keinen Sitzplatz erwischte, machte es sich auf den Treppen bequem oder lauschte der Rede von Bürgermeister Oliver Mesch und Bürgervorsteherin Ulrike Lorenzen im Stehen.

Nach der musikalischen Eröffnung durch die Schülerband Save begrüßte Mesch die Anwesenden und stellte beim Blick auf die Menge fest, dass sich die Gemeinde für den Neujahrsempfang im kommenden Jahr womöglich besser um einen größeren Raum kümmern sollte. Auch die Gewerbetreibenden Horst Ahrens, Kerstin und Sam Julian hatten keinen Sitzplatz bekommen. Immerhin hatten sie es nach sieben Jahren zum ersten Mal geschafft, beim Neujahrsempfang dabei zu sein. Horst Ahrens sagte: „Wir wollen uns anhören, was es im Ort Neues gibt.“ Für Bettina Korger, Thomas Kommerz und Diana Lennartz von den Trittauer Laienspielern ist der Empfang dagegen fast schon ein Muss. Korger: „Wir werden vom Bürgermeister und der Gemeinde sehr unterstützt.“ Lennartz fügte hinzu: „Das beiderseitige Engagement wird wertgeschätzt und dadurch macht es viel Spaß.“ Thomas Kommerz war vor allem „gespannt, wie wie sich der Abend entwickeln wird“.

Es ging um Wohnungsbau, Straßensanierungen und Einzelhandl

Zuerst einmal bekannt, denn wie die Bürgervorsteherin bemerkte, zitierte Oliver Mesch anfangs aus der Rede vom vergangenen Jahr. „Fasst man das Jahr zusammen, lässt sich vor allem eines sagen: Es war ein Jahr des Bauens“, sagte Mesch. Kein Versehen, sondern bewusst abgeschrieben, wie er versicherte. „Denn auf 2019 trifft das ja genauso zu.“ In ihrem Rückblick gingen die beiden darauf ein, dass es mit dem Bau von Wohnungen vorangehe, jedoch dringend weiterer Wohnraum geschaffen werden müsse. Die vier Millionen Euro teure Sanierung der Großenseer Straße sei nahezu abgeschlossen, der Herrenruhmweg für 1,6 Millionen Euro von einer Schlaglochpiste in eine ansehnliche Straße verwandelt worden. Das Radverkehrskonzept sei auf den Weg gebracht und erste Ergebnisse würden in Kürze vorgelegt.

Mesch bezeichnete die beiden neuen Standorte von Edeka und Famila als großen Gewinn für die Gemeinde. In Sachen neue Kita-Plätze sei es 2019 nicht so gelaufen wie erwartet, aber jetzt sei der Stillstand vorbei und die städtebaulich-planerische Grundlage für den Bau einer neuen Kita geschaffen, so Lorenzen. Zum Fortgang des Ortsmarketings äußerte sich der Bürgermeister optimistisch. Er rief dazu auf, „bei Beteiligungsprozessen in Zukunft sorgsamer und achtsamer“ vorzugehen, um Menschen, die sich für ihre Gemeinde engagierten, nicht zu frustrieren.

Das sind die Pläne für das Jahr 2020

In 2020 sollen Planungen für Straßensanierungen und das Rettungszentrum vorangebracht, eine Fischtreppe am Mühlenteich gebaut, dieser entschlammt und die Tartanbahn auf dem Sportgelände erneuert werden. Aufgrund eines maroden Abwasserkanals werde die Otto-Hahn-Straße saniert. Als Oliver Mesch auf die Aufgaben kommender Jahre zu sprechen kam, fragte ihn die Bürgervorsteherin, ob er dann überhaupt dabei sei. Schließlich stehe am 17. Mai erst einmal die Bürgermeisterwahl an. Deren Ausgang dürfte wiederum ein Thema für den nächsten Neujahrsempfang sein.