Stormarn
Stormarn

Polizei warnt in Ahrensburg vor Telefonbetrügern

Am Telefon geben sich die Betrüger als Polizisten aus und versuchen, ihre Opfer zur Herausgabe von Bargeld und Wertsachen zu bewegen (Symbolbild).

Am Telefon geben sich die Betrüger als Polizisten aus und versuchen, ihre Opfer zur Herausgabe von Bargeld und Wertsachen zu bewegen (Symbolbild).

Foto: dpa

In Ahrensburg und Umgebung geben sich Anrufer als Polizisten aus und versuchen von ihren meist älteren Opfern Bargeld zu erbeuten.

Ratzeburg. Die Polizei warnt vor Trickbetrügern. Diverse Bürger aus Ahrensburg hätten sich in den vergangenen Tagen bei den Beamten gemeldet und von verdächtigen Anrufern berichtet, teilte die Polizeidirektion Ratzeburg mit. Ziel der Kriminellen sind vor allem ältere Menschen.

Die Masche der Betrüger ist immer dieselbe. „Der Anrufer gibt sich als Polizeibeamter aus und berichtet, dass kürzlich Einbrecher festgenommen worden seien“, sagt Rena Bretsch von der Polizeidirektion Ratzeburg. Die Betrüger behaupteten, bei den Einbrechern sei eine Liste mit Adressen gefunden worden, bei denen es sich um potenzielle Einbruchsziele handele.

„Sie wollen so das Vertrauen ihrer Opfer gewinnen“, sagt Bretsch. Anschließend versuchten die Kriminellen, die Opfer zur Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen zu bewegen. Bretsch betont: „Echte Polizeibeamte würden Bürger niemals am Telefon über ihre Vermögenswerte ausfragen.“

Polizei rät: „Geben Sie niemals Bargeld an Fremde heraus!“

Glücklicherweise hätten im aktuellen Fall die meisten der Angerufenen richtig reagiert und den Betrüger abgewimmelt oder das Gespräch sofort beendet. Sie warnt: „Machen Sie niemals am Telefon Angaben zu Vermögenswerten!“ Und: „Geben Sie auf keinen Fall Wertsachen oder Bargeld an Fremde heraus!“ Wer einen verdächtigen Anruf erhalte, solle die Polizei informieren. Verunsicherte könnten sich auch zunächst an Verwandte wenden, rät Bretsch. „Im Zweifelsfall sollten Sie aber immer die 110 wählen.“

Trickbetrüger versuchen immer wieder, Senioren auszubeuten. Im Januar 2019 hatten Kriminelle einen Glinder um Zehntausende Euro betrogen. Der 85-Jährige war auf dieselbe Masche hereingefallen, die die Kriminellen aktuell verwenden. Er hatte das Geld auf Anweisung des Anrufers von seinem Konto abgehoben und dem vermeintlichen Polizeibeamten übergeben, als dieser mit der Begründung, die Scheine auf ihre Echtheit prüfen zu müssen, an der Haustür des Seniors erschien.

Beliebt bei den Betrügern ist auch der sogenannte Enkeltrick. Die Kriminellen geben sich als Angehörige aus, die in finanzieller Not sind. Ein 87 Jahre alter Wesenberger hatte einer Frau im vergangenen Dezember mehr als 10.000 Euro übergeben, als diese sich am Telefon als seine Tochter ausgab.