Stormarn
Wohltorfer Straße

Minister sieht Schuld für Verkehrschaos in Reinbek

Kurz vor der Sperrung der Ufermauer an der Schlossstraße staut sich der Verkehr besonders im Berufsverkehr. Neben Reinbekern und Wentorfern nutzen die Strecke zurzeit auch vermehrt Aumühler und Wohltorfer.

Kurz vor der Sperrung der Ufermauer an der Schlossstraße staut sich der Verkehr besonders im Berufsverkehr. Neben Reinbekern und Wentorfern nutzen die Strecke zurzeit auch vermehrt Aumühler und Wohltorfer.

Foto: HA

Verkehrsminister Buchholz schiebt schwarzen Peter zurück an die Stadt Reinbek. Die habe die Erneuerung nicht mit dem LBV abgestimmt.

Reinbek. Die Wohltorfer Straße in Reinbek ist für den Verkehr freigegeben und auch an der Bahnbrücke in Aumühle wird nicht mehr gebaut. Doch geklärt scheint die Schuldfrage zwischen Kommunen, Verkehrsbehörden und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) noch nicht. In einem Schreiben an Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer, Aumühles Bürgermeister Knut Suhk und Wohltorfs Bürgermeister Gerald Dürlich geht Verkehrsminister Bernd Buchholz auf die Bitte der Verwaltungschefs nach Verbesserungen in Abstimmung und Kommunikation beim LBV ein.

Warmer, Suhk und Dürlich kritisierten in ihrem Brief vom 13. September die zeitgleichen Sperrungen in Aumühle und Reinbek sowie die fehlende Abstimmung durch den LBV. Buchholz antwortet nun, die Baumaßnahme an der L 314 (Alte Schulstraße) in Aumühle sei bereits 2018 mit „Polizei, Kreisen, Amtsverwaltungen, Verkehrsbehörden und Verkehrsunternehmen“ abgestimmt worden – jedoch nicht mit der Verkehrsaufsicht des Herzogtums Lauenburg. „Dieses Versäumnis ist zwar unerfreulich, aber nach meiner Auffassung nicht ursächlich für die Verkehrsprobleme, die zudem hauptsächlich in dem für die Stadt Reinbek zuständigen Kreis Stormarn aufgetreten sind“, teilt Buchholz mit.

Stadt habe Erneuerung der Wohltorfer Straße nicht mit LBV abgestimmt

Er schiebt den schwarzen Peter zurück an die Stadt Reinbek. Die habe die Erneuerung der Wohltorfer Straße nicht mit dem LBV abgestimmt. „Optimierungspotenzial ist demnach offensichtlich auf beiden Seiten vorhanden“, meint Buchholz. Beim LBV habe inzwischen ein Baustellenkoordinator die Arbeit aufgenommen. Eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Martin Habersaat hatte ergeben, dass die mangelnde Abstimmung auf einen „Bürofehler“ des LBV zurückzuführen sei.