Stormarn
Kriminalität

Messerangriff in Großhansdorf: Opfer geht es besser

An dieser U-1-Haltestelle in Großhansdorf-Schmalenbeck wurden zwei junge Männer durch Messerstiche verletzt (Archivbild).

An dieser U-1-Haltestelle in Großhansdorf-Schmalenbeck wurden zwei junge Männer durch Messerstiche verletzt (Archivbild).

Foto: Andreas Laible

20-Jähriger liegt seit der Attacke am U-Bahnhof Schmalenbeck im Krankenhaus. Er soll schon während der Bahnfahrt bedroht worden sein.

Grosshansdorf. Der 20-jährige Mann, der am Donnerstag bei einer Messerattacke am U-Bahnhof Schmalenbeck in Großhansdorf lebensgefährlich verletzt wurde, ist auf dem Weg der Besserung. Das sagte sein Vater dem Abendblatt. Und weiter: „Seine Leber, seine Lunge und sein Zwerchfell wurden bei dem Angriff getroffen.“ Der junge Hoisdorfer sei operiert worden, liege seit dem Vorfall in einem Hamburger Krankenhaus. Sein Kumpel (21), der bei der Attacke leicht am Ohr verletzt wurde, sei bereits aus der Klinik entlassen worden.

20-Jähriger erlitt lebensgefährliche Verletzungen

Nach Angaben der Polizei war dem Messerangriff ein Streit während der U-Bahnfahrt vorausgegangen (das Abendblatt berichtete). Die Ermittler sprechen von insgesamt acht Beteiligten, verteilt auf zwei Gruppen. Der Anlass für den Konflikt ist laut Polizei noch unklar. Nach dem Verlassen des Zuges in Schmalenbeck sei die Auseinandersetzung dann gegen 5.45 Uhr am frühen Donnerstagmorgen eskaliert. Während eines „Gerangels“ auf dem Bahnhof habe ein bislang unbekannter Mann ein Messer gezogen und zugestochen. Der 20-jährige Hoisdorfer wurde durch einen Stich in den Oberkörper lebensgefährlich, sein Kumpel leicht am Ohr verletzt.

Die Angreifer flüchteten vom Tatort

Der Angreifer und ein weiterer Mann rannten nach der Tat zum Ende des Bahnsteigs, flüchteten über die Gleise und den dortigen Hang. Die Polizei fahndet seitdem nach den beiden Unbekannten. Sie hat sich bereits mit einer Personenbeschreibung an die Öffentlichkeit gewandt, bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Die Männer sollen demnach etwa 20 bis 25 Jahre alt und 1,70 bis 1,75 Meter groß sein.

Die Polizei sucht weiter Zeugen des Vorfalls

Nach Angaben des Opfers hat sich der Vorfall etwas anders zugetragen, als von der Polizei beschrieben. Demzufolge bedrohten die Männer ihn, seinen Kumpel und zwei Freundinnen bereits seit Beginn der U-Bahnfahrt in der Hamburger Innenstadt. Sätze wie „Wir steigen aus, wenn ihr aussteigt“ sollen gefallen sein, sagt sein Vater. Prügel und „eine Abreibung“ seien seinem Sohn und dessen Begleitern angedroht worden. „Das war ein Überfall“, sagt sein Vater zu dem Vorfall am U-Bahnhof Schmalenbeck. Die Gruppe habe die Angreifer vorher nicht gekannt, sei selbst „definitiv unbewaffnet“ gewesen.

Die Polizei sucht weiterhin Zeugen des Vorfalls. Hinweise nehmen die Ermittler in Ahrensburg unter der Telefonnummer 04102/8090 entgegen.