Stormarn
Sanierung

Wohnblocks in Ahrensburg werden aufgestockt

Die gelb umrandeten Gebäude sollen aufgestockt werden.

Die gelb umrandeten Gebäude sollen aufgestockt werden.

Foto: Kirchner / Neue Lübecker

Stadtverordnete stimmen zu. Sechs statt vier Geschosse im Reeshoop-Viertel. Neue Lübecker schafft bis zu 90 neue Wohnungen.

Ahrensburg.  Die Ahrensburger Stadtverordneten haben die Aufstockung von acht Wohnblocks an der Hermann-Löns-Straße von jetzt vier auf sechs Geschosse auf den Weg gebracht. Damit will die Baugenossenschaft Neue Lübecker (NL) 80 bis 90 neue Wohnungen schaffen. Zugleich werden die aus den 1960er-Jahren stammenden Mietwohnungen modernisiert, energetisch saniert und Fahrstühle eingebaut.

CDU, Grüne, SPD und Wählergemeinschaft WAB stimmten für die nötige Änderung des Bebauungsplans 90. Die FDP war dagegen, die Linke enthielt sich. „Das sind massive Eingriffe in die Lebens- und Wohnqualität der Bestandsmieter, die NL-Mitglieder sind“, sagte Michael Stukenberg (FDP), „außerdem folgen heftige Mieterhöhungen.“

Bewohner hatten gegen die Umbaupläne protestiert

Einige langjährige Bewohner hatten zuvor gegen die Umbaupläne protestiert . Sie befürchten, dass neue Parkplätze den grünen Charakter ihres Reeshoop-Viertels zerstören. Zudem müssen sie während der Bauarbeiten in Ausweichwohnungen umziehen. Die NL hat nach der Aufstockung Quadratmetermieten von acht bis neun Euro in Aussicht gestellt – etwa zwei Euro mehr als jetzt.

Bei einem kompletten Abriss und größeren Neubauten, was nach geltendem B-Plan erlaubt ist, wären es deutlich mehr. „Wir haben die beiden Möglichkeiten Aufstockung oder Abriss, bei der ersten Variante bleiben die Mieten günstiger“, sagte CDU-Fraktionschef Detlef Levenhagen.

Tiefgaragen sollen abgerissen werden

Das betonte auch seine Tochter, die Grünen-Fraktionssprecherin Nadine Levenhagen. „Die emotionale Seite ist verständlich, aber der Ist-B-Plan ist für Mieter und Natur schlechter“, sagte sie. In neuen Häusern sei mit 13 Euro Miete je Quadratmeter zu rechnen.

Im weiteren Verfahren soll darauf geachtet werden, dass für Autostellplätze möglichst wenig Fläche verbraucht wird. Die NL plant, die beiden 1967 errichteten Tiefgaragen (zusammen 90 Plätze) abzureißen und stattdessen Parkpaletten mit zwei Ebenen sowie weitere Parkplätze auf dem Rasen zu schaffen. Auch das kritisierte FDP-Politiker Stukenberg: „Es ist unverständlich, dass die NL kein Interesse an der Parkpalette hat, die der Kreis an der nahen Berufsschule errichten will.“