Stormarn
Braaker Mühle

Meterhohe Stichflamme löst Brand in Braaker Bäckerei aus

Am Nachmittag des 22. August 2019 ist es im Kesselhaus der Backstube Braaker Mühle nach einer Thermoölverpuffung zu einem Dachbrand gekommen

Am Nachmittag des 22. August 2019 ist es im Kesselhaus der Backstube Braaker Mühle nach einer Thermoölverpuffung zu einem Dachbrand gekommen

Foto: Braaker Mühle

Bei Installation einer neuen Kesselanlage in der Mühlenbackstube kommt es zu einer Ölverpuffung. Produktion läuft ohne Einschränkung.

Braak.  In der Bäckerei Braaker Mühle ist es am Donnerstagnachmittag zu einem Großeinsatz der Feuerwehr gekommen. Beim Einbau einer neuen Kesselanlage hatte es eine Ölverpuffung gegeben, die das Dach des Kesselgebäudes in Brand setzte. „Zum Glück ist niemand verletzt worden und auch der finanzielle Schaden hält sich in Grenzen“, sagte Juniorchef Mark Lessau dem Abendblatt. Der Produktionsbetrieb sei am frühen Freitagmorgen ohne Einschränkungen angelaufen und reibungslos gewesen.

Am Vortag gegen 16.20 Uhr hatten Installateure einer Spezialfirma den Alarm ausgelöst. Beim Probebetrieb des neuen Kessels war ein Überdruckventil geöffnet worden, um den Ölstand zu messen. „Dabei ist es zu einer unvorhergesehenen Verpuffung gekommen, deren Ursache noch nicht geklärt ist“, so Lessau. Eine meterhohe Stichflamme habe dann ein Feuer an der Unterseite des Daches ausgelöst.

2400 Liter Thermoöl müssen jetzt ausgetauscht werden

Im Zuge der Alarmierung durch die Feuerwehrleitstelle waren wenig später die Freiwilligen Feuerwehren Braak, Meilsdorf, Brunsbek, Kronshorst, Papendorf und Stapelfeld mit sechs Einsatzfahrzeugen und insgesamt 60 Brandbekämpfern zur Stelle. „Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden“, berichtete Klaus Eggers von der Braaker Wehr. Mittels einer Wärmebildkamera sei der Brandort in der Folge überwacht worden. Nach etwa 90 Minuten war der Einsatz beendet.

Da sich das Geschehen in einem provisorischen Erweiterungsbau abspielte, war der Betrieb in der Backstube in keiner Weise tangiert. „Wir haben alle unsere Produkte in den vorgesehenen Mengen hergestellt, so dass es zu keinen Lieferengpässen gekommen ist“, erklärte Mark Lessau. Allerdings werde sich die Inbetriebnahme der neuen Kesselanlage nun voraussichtlich um zwei Wochen verzögern. „Wir haben jetzt eine technische Analyse des Thermoöls veranlasst“, so Lessau. Zudem müssten durch die Verpuffung 2400 Öl ausgetauscht werden.