Stormarn
Ahrensburg

Hier können Sie Obst und Gemüse selbst ernten

Eine Vielfalt heimischer Obst- und Gemüsesorten zum Selbsternten gibt es im Garten des „Projekts Vielfalt“ in Jersbek: Die Betreiber Gesche und Florian Timm mit ihren Kindern Theo (5) und Karla (9 Monate).  

Eine Vielfalt heimischer Obst- und Gemüsesorten zum Selbsternten gibt es im Garten des „Projekts Vielfalt“ in Jersbek: Die Betreiber Gesche und Florian Timm mit ihren Kindern Theo (5) und Karla (9 Monate).  

Foto: Melissa Jahn

In Stormarn kann man Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Fenchel, Kohlrabi und vieles mehr vom Feld pflücken. Wir zeigen einige Stellen.

Ahrensburg..  Noch bevor die ersten Früchte in Sicht kommen, kann man ihn riechen: den bestechenden Duft reifer Erdbeeren. Sie sind regional, gesund und vor allem eines: lecker. Bis Ende Juli können Spätsorten noch auf Feldern im Kreis Stormarn geerntet werden. Aber auch danach gibt es einige Obst- und Gemüsesorten zu entdecken. Eine Auswahl an Möglichkeiten haben wir für Sie zusammengestellt.

Sich hinsetzen, entspannen, Garten-tanken: Dieses Einkaufserlebnis sei das Geheimnis ihres Erfolgs, sagt Gesche Timm. Zusammen mit ihrem Mann Florian betreibt die 38 Jahre alte Jersbekerin den Selbsterntegarten „Projekt Vielfalt“. Johannisbeeren und Blaubeeren sind dort gerade reif, ebenso verschiedene Gemüsesorten wie Fenchel und Kohlrabi. „Unserer Kunden nutzen den Naherholungseffekt, wollen bei uns im Garten entschleunigen und im Grünen Luft vom Alltag holen“, sagt Timm. „Nach einer Stunde fahren sie dann glücklich nach Hause – zusammen mit einem knackigen Salatkopf.“

Auf 1,5 Hektar wächst in Jersbek alles, was das Herz begehrt – im kommenden Jahr soll sich die Fläche sogar verdoppeln. Wie der Name verrät, legt die Familie Timm besonders viel Wert auf vielfältige Pflanzen aller Art. Blumen können hier selbst geschnitten, besondere Kräuter wie Zimtbasilikum oder Cola-Kraut ausprobiert werden. Manche Gartenfans kommen für dieses idyllische Stückchen Erde sogar aus Elmshorn oder Lübeck. „Selbst bei schlechtem Wetter ist was los – auch für uns“, sagt Florian Timm, der sich besonders auf die reifen Maulbeeren freut. „Andere haben einen Fernseher, wir unser Garten-Projekt.“


Erntegarten „Projekt Vielfalt“
Allee 32, 22941 Jersbek
Öffnungszeiten: Mai bis November von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang

Der Erdbeerhof Glantz ist vor allem für seine dunkelroten Früchte bekannt. Seit drei Jahren setzt der Erdbeerhof jedoch vermehrt auf Himbeeren, hat für die Vermarktung Springreiterin Janne Friederike Meyer als Himbeerbotschafterin engagiert. Heute werden in Delingsdorf auf insgesamt 100 Hektar Erdbeeren, Himbeeren und Blumen angepflanzt. Die Erntesaison der Himbeersorte „Tulameen“ hat Ende Juni begonnen. Jetzt ist auf den Selbstpflückfeldern Erntehöhepunkt. „Wir sind zum ersten Mal hier“, sagt Katrin Wiegand aus Ammersbek, die zusammen mit Tochter Nena (3) das leckere Obst kostet. „Himbeeren essen wir alle sehr gerne.“

Erdbeerhof Glantz
Selbsterntefelder, Ortsausgang Delingsdorf
Richtung Bargteheide
Öffnungszeiten: täglich 8–20 Uhr

„Fahre aufs Land und entdecke Gutes.“ Das ist das Motto des Bernekehofes – ein kleiner aber feiner Betrieb in Barsbüttel. Auf knapp sechs Hektar Land wachsen hier Himbeeren und Erdbeeren, die selbst geerntet werden können. Vor allem am Wochenende kommen die Gäste vorbei und genießen nach getaner Arbeit die frischen Torten im Landcafé. „Besonders beliebt ist unsere Baisertorte, aber auch die Sorte Erdbeer-Schoko“, sagt Heike Volbert. „Da wir die Torten selbst backen, schmecken sie wie zu Hause. Das ist unser wichtigstes Alleinstellungsmerkmal.“

Bernekehof
Rähnwischredder 5, 22885 Barsbüttel
Öffnungszeiten: 9–19 Uhr. Montag bis Donnerstag: 20 Prozent Rabatt auf den Erdbeerpflückpreis


Wer noch mehr heimisches Obst entdecken möchte, wird auf der Internetpräsenz www.mundraub.org fündig. Hier haben Mitglieder ihre persönlichen Fundorte im öffentlichen Raum zusammengetragen. Auch in Stormarn gibt es einige Geheimtipps. Der positive Nebeneffekt: Ob Kirschen, Birnen, Äpfel oder Haselnüsse – alles Obst ist kostenlos.

Allein in Bad Oldesloe hat die Stadt zwölf öffentliche Flächen als Streuobstwiesen angelegt, so zum Beispiel in unmittelbarer Nähe zur Siedlung Am Hohenkamp. Die Obstbäume sind über einen Sandweg zu erreichen. Wer hier ernten möchte, sollte jedoch unbedingt darauf achten, dass keine Äste abgebrochen werden. Aus diesem Grund ist das Klettern in die Bäume nicht gestattet. Es sollten kleine Leitern oder Apfelpflücker mitgebracht werden.