Stormarn
Fotovoltaik

Barsbüttel: Tennisclub wird im September Stromanbieter

Sportwart Manfred Isler (v.l.), der TCB-Vorsitzende Helmuth Benkel und Ehrenmitglied Karl-Heinz Flügge sind froh, dass der Tennisclub jetzt eine Solaranlage auf dem Hallendach bauen kann.

Sportwart Manfred Isler (v.l.), der TCB-Vorsitzende Helmuth Benkel und Ehrenmitglied Karl-Heinz Flügge sind froh, dass der Tennisclub jetzt eine Solaranlage auf dem Hallendach bauen kann.

Foto: René Soukup / HA

Der Tennisclub Barsbüttel kann auf seinem Hallendach eine Solaranlage bauen. Um das Projekt hatte es in der Politik Wirbel gegeben.

Barsbüttel.  Der Vertrag zwischen Gemeinde, Investor und Verein ist nach langem Hin und Her unterschrieben: Jetzt kann der Tennisclub Barsbüttel (TCB) auf seinem Hallendach eine Solaranlage bauen. „Die Arbeiten sollen in sechs Wochen beginnen“, sagt der Vorsitzende Helmuth Benkel. Voraussichtlich im September ist der Club dann Anbieter von Ökostrom.

In den vergangenen Monaten hatte es viel Wirbel um das Vorhaben gegeben, denn ohne Zustimmung der Politik kann es nicht umgesetzt werden, weil der Verein auf einem der Kommune gehörenden Erbbaugrundstück aktiv ist. Die Entscheidungsträger zierten sich lange. Sie hatten für den Fall des Abbaus der Module durch den Investor bei einer Auflösung des Clubs ein finanzielles Risiko für die Gemeinde befürchtet. Das konnte ausgeräumt werden.

Fotovoltaikanlage soll im Jahr 189.000 Kilowattstunden erzeugen

Partner des TCB ist die Firma „DEB Deutsche Energie Beratung“. Sie baut, finanziert und verwaltet die 235.000 Euro teure und 1500 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage, die aus 660 Modulen besteht. Ein halbes Dutzend Teilstücke werden dann an Investoren zu einem Preis von etwa je 50.000 Euro verkauft. Diese können laut DEB-Geschäftsführer Ove Burmeister mit einer Rendite von sieben Prozent pro Jahr rechnen.

Der Tennisclub erhält 20.000 Euro für 25 Jahre Dachverpachtung und anschließend eine Miete im Jahresintervall. Benkel hatte die Einnahmen schon seit längerer Zeit für andere Projekte verplant, die inzwischen umgesetzt sind. So wurden drei Außenplätze saniert. Außerdem installierte der TCB eine neue Bewässerungsanlage samt Regenrückhaltebecken und baute einen Spielplatz.

Strom für 50 Einfamilienhäuser

Durch die Solaranlage sollen jährlich 189.000 Kilowattstunden erzeugt werden, das entspricht dem Strombedarf von 50 Einfamilienhäusern. Gleichzeitig spart die 27 Tonnen schwere Konstruktion per anno 105.000 Kilogramm CO2 ein. Den Strom vermarktet die DEB. Sie hat bundesweit bereits rund 60 solcher Anlagen gebaut.