„Stormarn tischt auf“

Restaurants und Gasthöfe laden zur kulinarischen Tour ein

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Melissa Jahn
Zwölf Betriebe beteiligen sich an der kulinarischen Aktion des Hotel- und Gaststättenverbandes „Stormarn tischt auf“.

Zwölf Betriebe beteiligen sich an der kulinarischen Aktion des Hotel- und Gaststättenverbandes „Stormarn tischt auf“.

Foto: Melissa Jahn

Küchenchefs bieten besondere Gerichte für 14,50 und 19,90 Euro an. Die Aktion bei zwölf Teilnehmern läuft bis Mitte September.

Ahrensburg. „Ein geräuchertes Welsfilet auf Zuckerschotensalat und Bratkartoffeln – ich kenne bisher niemanden, der das auf der Karte hat“, sagt Dirk Steenbock vom Braaker Krug. Gemeinsam mit elf weiteren Betrieben hat sich der Küchenchef etwas einfallen lassen, um Gäste mit seiner „kulinarischen Visitenkarte“ zu beeindrucken. Unter der Regie des Hotel- und Gaststättenverbandes Stormarn gibt es die Aktion „Stormarn tischt auf“ zum 13. Mal.

„Noch bevor der Flyer gedruckt ist, fragen einige Gäste nach dem Start unserer kulinarischen Entdeckungsreise“, sagt Steenbock. Was dieses Angebot besonders mache, seien vor allem die fantasievollen Gerichte mit Zutaten aus der Region.

Viele Gäste reisen auch aus Hamburg an

So greift das Landhaus Schäfer aus Lütjensee auf Putenfilet von Bauer Doose aus Sprenge zurück, der Hohenfelder Landgasthof Stahmer auf Grander Katenschinken (Stormi-Premium für 14,50 Euro). Im Haselnussmantel mit gebratenen Pilzen, Blaubeeren sowie Macairekartoffeln wird das hiesige Wild des Gasthofs Waldeslust sogar zu einem Stormi-Gourmet-Gericht (19,90 Euro) verarbeitet. Nach wie vor erfreuten sich die Landgasthöfe großer Beliebtheit, sagt Steenbock, der auch Kreisvorsitzender des Dehoga-Verbandes ist.

Die Gäste reisten bis aus Hamburg an, um traditionelle deutsche Küche zu genießen. Trotzdem nehme die Zahl der Landgasthöfe auch in Stormarn ab. Anstelle großer Familienbetriebe mit Sälen zum Feiern seien vielerorts Wohnhäuser entstanden. Schuld sei der Investitionsstau bei alten Immobilien. Aber auch neue Gesetze sowie anhaltende Diskussionen um Mindestlohn und Arbeitszeiten, die den Gastronomen das Leben schwer machten.

Gute Kooperation zwischen Gastronomie und Tourismus

„Die Aktion ist der richtige Weg, um den Stellenwert der Gaststätten im Kreis zu zeigen“, sagt Joachim Wagner (CDU), stellvertretender Landrat. „Ihre Leistungsfähigkeit und das hohe Niveau sind unser Aushängeschild.“ Die Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und Tourismus klappe hervorragend. Um das Potenzial mehr auszuschöpfen, sollen im nächsten Jahr weitere Teilnehmer hinzukommen. Gastbetriebe haben immer viel zu tun“, sagt Björn Stieper, stellvertretender Kreisvorsitzender der Dehoga. „Wir wollen auf die Betriebe zugehen und sie unterstützen, um sie ins Boot zu holen.“

Diese Restaurants machen mit: KandelaR im Hotel Hinz (Bad Oldesloe), Landgasthaus Zum Fasanenhof (Jersbek), Klassenzimmer (Hammoor), Zum Dorfkrug (Ammersbek), Söbentein, Restaurant Strehl, Park Hotel (alle Ahrensburg), Braaker Krug (Braak), Landhaus Schäfer (Lütjensee), Landgasthof Stahmer (Hohenfelde), Gasthof Waldeslust (Hamfelde) sowie als Gastbetrieb die Gaststätte zum Travesegler (Lübeck).

„Stormarn tischt auf“ Aktion bis Mitte September, Broschüre mit allen Angeboten online unter www.tourismus-stormarn.de

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