Ahrensburg. CDU überrascht bei Stadtverordnetensitzung: Statt das Projekt endgültig zu stoppen, will sie in kleiner Runde neue Ideen entwickeln.

Die scheinbar unendliche Diskussion um die Frage, ob und in welcher Form Ahrensburg ein Stadtmarketing braucht, geht in die nächste Runde. In der Sitzung des Hauptausschusses Anfang April hatte sich mit CDU, Grünen, Wählergemeinschaft WAB und Linken noch eine deutliche Mehrheit der Politiker dafür ausgesprochen, das von der Steuerungsgruppe „Stadtmarketing“ über zwei Jahre erarbeitete Konzept nicht umzusetzen. Nun wollen genau diese Fraktionen einen eigenen Vorschlag entwickeln, wie ein Stadtmarketing aussehen könnte. Das Kuriose: Alle vier waren in der Lenkungsgruppe vertreten, hatten also die Chance, dort ihre Ideen einzubringen – die Linken allerdings erst seit der Kommunalwahl 2018.

„Aus unserer Sicht ist das erarbeitete Konzept an den zu hohen Kosten gescheitert“, sagt CDU-Fraktionschef Detlef Levenhagen. „Es ging immer nur um die Frage, ob wir eine GmbH gründen wollen oder nicht.“ Für diese müsste Ahrensburg nach Berechnungen der Beratungsgesellschaft Cima rund 260.000 Euro im Jahr ausgeben. In der jüngsten Versammlung der Stadtverordneten sollte eigentlich die finale Abstimmung darüber erfolgen. Levenhagen beantragte jedoch, das Thema von der Tagesordnung zu nehmen, appellierte: „Geben Sie uns bitte die Zeit, etwas zu entwickeln.“